Nach einem Workshoptag an der Uni mit Jeanette Wintersons „Written on the Body“ ins Aalto-Theater zu eilen, um dort den „Ring an einem Abend“ zu sehen und vor allem zu hören, ist das zu viel des Guten, oder, wie meine liebste Opernkennerin meinte, genau das Richtige? Gestern habe ich genau das gemacht und festgestellt: es passte perfekt 🙂 Weiterlesen
Wagner, Winterson, Wochenende
Glücklich im KUBIG
30 Grad im Schatten, bestes Hochsommerwetter und das auch noch sonntags – das klang perfekt und prekär zugleich: perfekt, weil bei solchen Bedingungen jeder gern im Park ist, und prekär, weil der KUBIG400 nun mal ein Glaspavillon ist. Wie lange würde man darin zu dritt vorlesen können, bevor die ersten Gäste beim ersten ParkLauschen in Ohnmacht sänken, fragten wir uns bang.

Präzise Poesie
Vierzehn Sonette voll klassischer Strenge durchflattert von Bläuling, Admiral, Trauermantel und all den anderen Schmetterlingsschönheiten, zusammengebunden als Gedichtkranz mit dem schlicht-schönen Titel „Das Schmetterlingstal“ waren meine Erstbegegnung mit der dänischen Dichterin Inger Christensen, übersetzt von Hanns Grössel – und ich kann nur sagen, ich bin bezaubert.
Zum Nachlesen
Eigentlich lese ich keine Übersetzungen aus dem Englischen, es sei denn, ich bin gerade als Korrektorin engagiert oder übersetze selbst. Aber natürlich denke ich als Autorin, die in zwei Sprachen unterwegs ist, beim Schreiben, Lesen und erst recht beim Übersetzen immer wieder übers Übersetzen nach. Jetzt hatte ich erstmals Gelegenheit, über die Arbeit anderer Übersetzer schreibend nachzudenken – konkret: über Klaus Hoffers Übersetzung von Lydia Davis‚ Kurzgeschichtensammlung „Can’t and Won’t“. Das Ergebnis ist auf Tralalit, der Plattform für übersetzte Literatur im Internet, unter dem Titel „Die Schönheit dahinter“ nachzulesen.
Dazwischen obenauf
Das Schöne am Schreiben ist, unter anderem, dass man als Autor praktisch alles verwenden kann, was einem im Leben begegnet. Und man kann umgekehrt ganz hervorragend alles mögliche als Übungsmaterial verwenden. Inklusive Dachschäden und Streitfragen. Wie in der folgenden, nicht ernst gemeinten Lyrikübung … Weiterlesen
Kann das weg?
WEG! Nein, ich versuche niemand, schreiend in die Flucht zu schlagen, ich meine das Akronym für „Wohnungseigentümergemeinschaft“. Ein Wortungetüm für etwas, das mich immer mal wieder an den Rand der Verzweiflung bringt. Und ein soziales Konstrukt mit Risiken und Nebenwirkung, das sich bestens für eine Farce eignen müsste. Frei nach dem Motto, „kann das weg oder müssen wir das noch ein 81. Mal ausdiskutieren?“
Viel zu kurz
Viel zu kurz kommen mir momentan die Tage vor. Heute morgen etwa wachte ich auf, den Kopf voller Ideen, was ich für „Altes Geld„, meinen Roman im Rohzustand, für den ich zusammen mit Woobooks 500 Unterstützer suche, um ihn tatsächlich realisieren zu können. Einiges davon konnte ich gleich morgens angehen, aber dann brach der Alltag über uns herein, mit Wohnungseigentümergemeinschaftsentscheidungskram und vielem anderen. Und jetzt ist der Tag so gut wie vorbei.
Aber, immerhin, die Ideen bleiben. Und morgen ist auch noch ein Tag und auch die nächste Woche beginnt mit einem Montag! 🙂
Kurz und klug: The Tree of Knowledge
Nach wie vor fasziniert mich Eva Figes‚ Fähigkeit, auf wenigen Seiten ungeheuer viel zu sagen. Kunst der Konzentration könnte man das nennen. Wobei diese Formulierung bei „The Tree of Knowledge“ durchaus auch eine ironische Note hat, denn was Figes Mrs. Clarke, geborene Milton darin in acht Monologen aussprechen lässt, klingt im ersten Moment beinahe alltäglich, ja womöglich wie das Plappern eines Papageis.
Vormerken: ParkLauschen!
Noch mag es wie ein bloßes Gerücht klingen, aber es ist wahr: im Juni und Juli gibt es in Essen ein ganz neues Lesungsformat – das ParkLauschen! Und so wird es aussehen:

