Für meine Mutter Marianne Bach, geb. Dessau (+ 24.10.26)
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Für meine Mutter Marianne Bach, geb. Dessau (+ 24.10.26)
WeiterlesenWie ich zu den „Japanischen Geistergeschichten“ von Lafcadio Hearn gekommen bin, ist mir ein Rätsel. Von Patricio Lafcadio Carlos Hearn, der sich später Koizumi Yakumo nannte, und 1850 als Sohn einer griechischen Mutter und eines irischen Vaters zur Welt kam, hatte ich noch nie gehört. Ob ich gerade nach weiteren Büchern zu Kishotenketsu oder etwas anderem suchte, irgendwie geriet die Reclam-Ausgabe (2026), die ein Holzschnitt von Katushika Hokusai aus den frühen 1830ern ziert, jedenfalls in den Warenkorb meiner Lieblingsbuchhandlung. Dann reiste das kleine Büchlein erst mit nach Münster und schließlich mit zur Frankfurter Buchmesse, und nun habe ich es ausgelesen und sitze mit dem Nachhall eines fremdvertrauten Gefühls hier.

Wie ein Fingerbuffet mit Potenzial für ganze Menüfolgen, so erscheint mir jedes Jahr der Band, in dem die Leseproben der 20 Nominierten des Buchpreises versammelt sind. Sie zu lesen und mir dabei vorzustellen, in welchen Werken ich komplett versinken möchte, ist für mich der Auftakt meines persönlichen Bücherherbstes. Dass meine Favoriten dabei selten auf der Shortlist der Jury landen, gehört auch dazu. Und so hat sich das diesmal verteilt (in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge):

So lautet der Titel meines Beitrags in der Jubiäumsanthologie der Mörderischen Schwestern „Mord ist ihr Metier“ und genau darum geht es auch: Es ist das Jahr 2000, die Criminale, das größte Treffen der deutschsprachigen Krimiautor:innen findet ganz real in Essen statt, was neben Krimilesungen Fortbildungen bedeutet. In einer solchen, allerdings fiktionalen, befindet sich Tim, mein zehnjähriger Protagonist, zusammen mit seiner Cousine Nele, diversen Sisters (wie sich die Mörderischen Schwestern seinerzeit noch nannten) und zwei männlichen Krimiautoren vom Syndikat. Und das passiert im Workshop Taschendiebstahl für KrimiautorInnen in der alten VHS, mitten in meiner Geschichte, in der es auch noch um ganz andere Verbrechen geht:
WeiterlesenGestern fand ich sie im Briefkasten, meine beiden Belegexemplare der Jubiläumsanthologie der Mörderischen Schwestern: Zum 30. Geburtstag hat Regina Schleheck 29 Schwestern aus dem Westen Deutschlands zusammengetrommelt, um gemeinsam eine Sammlung von 30 Kurzkrimis auf die Beine zu stellen. Und nach langen Mühen und Anstrengungen ist „Mord ist ihr Metier“ endlich buchgewordene Realität:

Am nächsten Tag, unserem letzten in Münster, hatten wir die Qual der Wahl: Allwetterzoo mit Pferdemuseum, gar obendrein noch zum Freilichtmuseum auf der anderen Seite des Aasees oder die Kunstmuseen in der Stadt erkunden?





Am nächsten Tag, unserem zweiten in Münster, ging’s nach dem Frühstück zum Domplatz, denn den Wochenmarkt dort hatte man uns wärmstens empfohlen. In der Tat, selbst wenn man nur schauen und nicht kaufen möchte (die Pfifferlinge hätten mich durchaus gereizt, aber so groß war der Kühlschrank im Hotel dann auch wieder nicht) ist das den Spaziergang wert. Und wo wir nun schon mal da waren, besuchten wir bei der Gelegenheit auch den St-Paulus-Dom selbst. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass wir genau um 11 Uhr an der astronomischen Uhr im Chorumgang vorbeikamen und so das Tutemännchen (das heißt wirklich so) trompeten und seine Frau elf Mal die Glocke schlagen hören und sehen konnten.





Wenn die Tage kürzer und die Abende länger werden, beginnt mit dem Ende des Sommers das Abenteuer der neuen Theatersaison. Am Schauspiel Essen startete sie gestern mit Henrik Ibsens „Die Wildente“ in der Inszenierung von Intendantin Selen Kara. Ein Klassiker lockt mit dem Versprechen, uns Altes oder auch Zeitloses neu zu sehen ins Grillotheater.

„Ihr reist nach Münster?“ Stimme und Augenbrauen klettern in die Höhe und der Blick ist erstaunt, als hätten wir verkündet, Ferien auf der Venus machen zu wollen. Doch, mal ehrlich, wenn Urlaub so etwas ist wie ein Ausstieg aus dem Alltag auf Zeit, was spricht dann dagegen, letztere gerade nicht in langen Schlangen am Flughafen, endlosen Staus oder mit all den ungewollten Verzögerungen auf Fernreisen mit der Bahn zu verbringen, und statt dessen gut gelaunt in eine Regionalbahn ein- und noch besser gestimmt eine Stunde später wieder auszusteigen?



Kaum sind die Sommerferien vorbei, starten wir mit unserer offenen Lesebühne erneut durch: Am Dienstag, den 29. September 2026 gibt’s endlich wieder die Poesie der Stadt beim Spoken Word am Wasserturm. Wer mit auf die Bühne möchte, um kurze Prosa, Lyrik, Szenen oder anderes vorzutragen, meldet siche per Mail unter spoken.word.wasserturm@posteo.de an, alle anderen, die „nur“ zuhören möchten, kommen einfach so in der Kurfürstenstr. 8 vorbei. Die Veranstaltung startet um 19 Uhr, Einlass ist ab 18:30 Uhr und der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf euch! 🙂
