Gestern Abend schnappte ich mir nach dem Gießen unserer Balkonpflanzen meine Kamera.

Draußen ist es heiß, drinnen ist viel zu tun, und manches belastet, also hinke ich mal wieder hinterher, was hier im Blog nun wahrlich nichts Neues ist. Zwischendrin würde ich mich am allerliebsten ermattet auf ein Fauteuil, eine Chaiselongue oder eine Ottomane, meinetwegen auch auf einen Liegestuhl sinken lassen und vielleicht nicht gleich in Schönheit sterben (da gäb es eh ein gewisses Problem … ;-)), aber wenigstens schön schwitzen und sitzen. Und das alles nur, weil vorgestern dieses Werk meinen Kunsttageskalender zierte:

Es war mein erstes Buch von Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah, aber es wird ganz sicher nicht mein letztes sein: Afterlives, das die Geschichten von Khalifa, Ilyas, seiner Schwester Afiya und Hamza mit der Geschichte Ostafrikas und seiner Kolonialmächte Deutschland und England im 20. Jahrhundert verwebt und die Lesenden dabei so fesselt wie eins Sherezade ihren Sultan.

Nachdem nun auch der Nachbar seinen Rasenmäher abgestellt hat – irgendetwas scheint ihn geradezu dazu zu zwingen, spätestens alle 14 Tage montags den Rasen zu mähen, komme was wolle -, liegt wieder träge Sommerstille über unserem Viertel. Und das erinnert mich an ein Gedicht, das ich vor ein paar Jahren schrieb:

Was haben Christine de Pizans autobiografische Schriften „Ich, Christine“ (Aviva 2024), Anja Liedtkes Nature Writing „Der Himmel ist altes Silber“ (Dittrich 2023) und Elif Shafaks Roman „Der Geruch des Paradieses“ (Kein & Aber 2016) gemeinsam – außer dass ich diese drei Bücher kurz nacheinander beendet habe?

Vorgestern stolperte ich und knickte um. Anfang des Monats dagegen stolperte ich beim Schreiben und landete unvermutete im Niemandsland dieses Gedichtes:
WeiterlesenNein, keine Angst, ich gehe nicht mit dem „Stimmengewirr“ in Sommerpause. Bei den langen Pausen, die hier manchmal zwischen zwei Posts liegen, würde das vermutlich ohnehin kaum auffallen. Aber gestern Abend hatten wir im Zuhause am Wasserturm das letzte Spoken Word vor der Sommerpause – und das haben alle verpasst, die gestern nicht dabei waren:

Gestern besuchte ich meine Mutter, die ich ein paar Wochen lang nicht gesehen hatte (kaputtes Knie trifft auf ebensolche DB und wird von Freundin mit Auto gerettet). Da ihre Demenz immer schneller fortschreitet, war ich trotz unserer täglichen Telefonate unsicher, wie ich sie vorfinden würde. Obendrein spukte mir seit Tagen ein Gedicht im Kopf herum, was ich vor gut drei Jahren über sie und meinen Vater schrieb:
WeiterlesenWie die Zeit verfliegt – zwei Monate müssen allemal vergangen sein, denn am Dienstag, den 26.06.2026 gibt’s wieder unser Spoken Word am Wasserturm im Stadtteilladen im Südostviertel, die offene Bühne für Geschichten, Gedichte, Szenen und was sich sonst unter unser Motto „Die Poesie der Stadt“ packen lässt. Der Eintritt ist frei, der Einlass in der Kurfürstenstraße 8 beginnt um 18:30 Uhr und die Veranstaltung selbst startet um 19 Uhr. Wer auf der Bühne dabei sein möchte, meldet sich unter spoken.word.wasserturm@posteo.de – noch sind Leseslots frei. Ob im Publikum oder mit uns auf der Bühne, wir, also Christina Czeschik und ich, freuen uns auf Euch. 🙂
