Zugegeben, in der aktuellen Hitzewelle des aktuellen Hitzerekordjahres liest sich der Titel „Englischer Sommer“ verführerisch. Dass dieses Taschenbuch aus dem Jahr 1980 stammt und posthum herausgegebene, kürzere Werke Raymond Chandlers in der Übersetzung von Wulf Teichmann und Hans Wollschläger versammelt, legt die Vorstellung kühler, leicht verregneter Sommertage nahe. Leider kann ich nicht einmal bei der titelgebenden Geschichte, in der sich eine englische Dame ganz undamenhaft ihres Gatten entledigt und dabei ungefragt den amerikanisch-naiven, ehrenhaft-coolen Ich-Erzähler benutzt, von erfrischenden literarischen Erkenntnissen sprechen.







