Lähmende Langeweile

Eigentlich liebe ich Tschechow, und es stört mich gar nicht, dass der Stillstand, Menschen gefangen in Rollen und Erwartungen, bei ihm eine Art Grundthema sind und noch dazu Melancholie alles durchzieht. Und normalerweise kann ich gar nicht begreifen, warum das Gros des Essener Theaterpublikums damit genausowenig wie mit Horvaths Werken anfangen kann. „Der Kirschgarten„, der vor genau einer Woche in der Inszenierung von Alice Buddeberg im Grillo-Theater Premiere hatte, belehrte mich in dieser Hinsicht  ungemein.

Vielversprechender Anfang: Firs (Sabine Osthoff) allein im doppelten Theater. (Foto: Birgit Hupfeld)
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Hinterhergehinkt

Ach ja. Erst waren es langfristige Großbaustellen, allen voran die 500seitige Übersetzung eines historischen Romans, die mich das Blog vernachlässigen ließen. Dann kam die Arbeit am Buch zum Workshop „Freundschaft-Liebe-Erwachsenwerden“ hinzu, samt Deadline. Fahnenkorrektur und allem drum und dran. Nun bin ich mittendrin, all das, was über diesen Großbaustellen liegen blieb, abzuarbeiten. Und das arme Blog liegt mehr oder minder brach. Dabei gäbe es so vieles zu berichten:

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Maikatze

Neu und leicht
lau und weich
ein Blütenmeer
Insektenschwirren
• mückenlos, natürlich
blau der Himmel Weiterlesen →

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Untertauchen bei jedem (Lese)Wetter

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Schlangenbeschwören

Autoren seien Schreibtischtäter, heißt es gelegentlich, und das stimmt oft auch. Aber wer schreiben will, muss etwas erlebt haben bzw. erleben. Und wenn man mit Kindern arbeitet, kann es sehr viel Sinn machen, Schreibanlässe zu schaffen. Anfang des Monats in der Christiane-Herzog-Schule hatten wir tierischen Besuch von diversen Tieren … und in Karlchen Königspython hätte ich mich glatt verlieben können. 🙂 Weiterlesen →

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4 x Lesenotizen

Immerhin einen Vorteil hat es, viel zu arbeiten und dabei oft mit der Bahn zu reisen, verschafft einem das doch immer wieder Zeit zu lesen. Leider hat es eine Weile gedauert, bis ich nun endlich Zeit finde, um über vier papierne Begleiter auf der Schiene – Agatha Christies „The ABC Murders“, Cixin Lius „Weltenzerstörer“, Caroline Grahams „Death of a Hollow Man“ und Anne Cleeves‘ „The Sleeping and the Dead“ – hier im Blog zu schreiben … Weiterlesen →

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Medea

Die Herausforderung zeitgenössischer Musik trifft auf die Zumutung eines archaischen Stoffs und dank stimmiger Inszenierung (Kay Link) und einem beeindruckenden Bühnenbild (Frank Albert) wird ein Gesamtkunstwerk daraus – so ließe sich die gestrige Premiere von Aribert Reimanns Oper „Medea“ im Essener Aalto-Theater zusammenfassen. Wie passend, dass nicht jeder Zuschauer bis zum Schluss blieb, doch die, die es taten, den Abend mit viel Applaus feierten.

Ein Akt der Selbstbefreiung? Medea (Claudia Barainsky) befreit sich vom Versuch, sich den Griechen anzupassen. (Foto: Monika Forster)
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Ins Blaue

Ist Karen Duves in den 1820ern angesiedelter Roman ein biografischer oder ein historischer? Und wie wichtig ist es, dass die vom Frauenbild und den Standesdünkeln ihrer Zeit eingeengte Protagonistin die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff ist? Und verbirgt sich in den Antworten auf diese Fragen womöglich auch die Ursache dafür, dass ich erst ewig brauchte, das Buch zuende zu lesen und nun obendrein Wochen, um endlich darüber zu schreiben?

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Erwachsenwerden

„Liebe – Freundschaft – Erwachsenwerden“ ist das Motto der diesjährigen Autorenpatenschaft mit den Kids aus der Christiane-Herzog-Schule. Dass Erwachsenwerden alles andere als einfach sein kann, wurde mir ziemlich alter Häsin kürzlich u.a. wieder bewusst, als ich zwecks Workshopvorbereitung nicht nur aus Liebe, sondern auch aus Erwachsenwerden ein Akrostichon bauen wollte. Bis ich das Folgende beisammen hatte, dauerte und dauerte … was ja vielleicht auch zum Thema passt: Weiterlesen →

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Liebesworte

L ass uns
I mmer und
E wig einer
B eim andern
E ingehakt sein.

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