Sommerlesungen im Doppelpack

Wobei – ist das die richtige Bezeichnungen, wenn man in ein und derselben Juliwoche zwei Lesungen mit jeweils zwei KollegInnen hat? Oder müsste das dann doppelter Dreierpack heißen? Wie auch immer, am 2. Juli und am 7. Juli ist es so weit – und was ich da wo in Essen mit wem lese, lesen Sie im Folgenden.

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Hitzebrei

Schon längst wollte ich über „Vive la Fance!„, das 11. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker geschrieben haben, das ich letzten Donnerstag mit zwei befreundeten Autorinnen genoss. Und auch die Ankündigungen neuer Lesungen – am 2.7. mit dem Krimi-Überfallkommando im Zirkuszelt an der Fischlaker Schule und am 7.7. mit ParkLauschen II im KUBIG400 in der Gruga – sind längst überfällig. Aber dann kam hoch Ulla und machte Hitzebrei aus meinem Hirn. Ich aber wehre mich mit selbstgemachtem Brei, muss mich nur noch ein bisschen gedulden, bis der Tiefkühler aus den pürierten Früchten ein Sorbet gezaubert haben wird: Habt kühle Gedanken, Ihr alle da draußen! 🙂

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Reiner Kunze: die stunde mit dir selbst

Vor einer kleinen Weile hat das ZEITMagazin Reiner Kunze in der Rubrik „Das war meine Rettung“ interviewt. Darin zitierte Kunze ein ungemein berührendes Gedicht und es wurde auf den aktuellen Gedichtband „die stunde mit dir selbst“ verwiesen. Ich entsorgte die Zeitung im Altpapier und besorgte mir bei nächster Gelegenheit das Buch. Und nun sitze ich hier mit gemischten Gefühlen … Weiterlesen

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Wagner, Winterson, Wochenende

Nach einem Workshoptag an der Uni mit Jeanette Wintersons „Written on the Body“ ins Aalto-Theater zu eilen, um dort den „Ring an einem Abend“ zu sehen und vor allem zu hören, ist das zu viel des Guten, oder, wie meine liebste Opernkennerin meinte, genau das Richtige? Gestern habe ich genau das gemacht und festgestellt: es passte perfekt 🙂 Weiterlesen

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Glücklich im KUBIG

30 Grad im Schatten, bestes Hochsommerwetter und das auch noch sonntags – das klang perfekt und prekär zugleich: perfekt, weil bei solchen Bedingungen jeder gern im Park ist, und prekär, weil der KUBIG400 nun mal ein Glaspavillon ist. Wie lange würde man darin zu dritt vorlesen können, bevor die ersten Gäste beim ersten ParkLauschen in Ohnmacht sänken, fragten wir uns bang.

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Präzise Poesie

Vierzehn Sonette voll klassischer Strenge durchflattert von Bläuling, Admiral, Trauermantel und all den anderen Schmetterlingsschönheiten, zusammengebunden als Gedichtkranz mit dem schlicht-schönen Titel „Das Schmetterlingstal“ waren meine Erstbegegnung mit der dänischen Dichterin Inger Christensen, übersetzt von Hanns Grössel – und ich kann nur sagen, ich bin bezaubert.

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Zum Nachlesen

Eigentlich lese ich keine Übersetzungen aus dem Englischen, es sei denn, ich bin gerade als Korrektorin engagiert oder übersetze selbst. Aber natürlich denke ich als Autorin, die in zwei Sprachen unterwegs ist, beim Schreiben, Lesen und erst recht beim Übersetzen immer wieder übers Übersetzen nach. Jetzt hatte ich erstmals Gelegenheit, über die Arbeit anderer Übersetzer schreibend nachzudenken – konkret: über Klaus Hoffers Übersetzung von Lydia Davis‚ Kurzgeschichtensammlung „Can’t and Won’t“. Das Ergebnis ist auf Tralalit, der Plattform für übersetzte Literatur im Internet, unter dem Titel „Die Schönheit dahinter“ nachzulesen.

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Gedankengefangen

Wann hatten Sie das letzte Mal nach einer Literatur- oder Theaterveranstaltung das Bedürfnis, sich die komplette Setliste kopieren zu wollen? Mir erging’s gestern bei „Gedankengefangene„, dem Freischuss von Silvia Weiskopf und Alexandra Danshova so. Und das, obwohl klar auf der Hand liegt, an den „Abend mit (Alltags)Poesie und Musik“ (so der Untertitel) in der Heldenbar kann Selberlesen kaum herankommen.

Rein weiblich ist das Programm von Weiskopf und Danshova, das hätte meiner Träumenden und den drei Traum-Frauen bestimmt gefallen, die aus Mangel an Pressefotos meine kleine Kritik nun bebildern.
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Dazwischen obenauf

Das Schöne am Schreiben ist, unter anderem, dass man als Autor praktisch alles verwenden kann, was einem im Leben begegnet. Und man kann umgekehrt ganz hervorragend alles mögliche als Übungsmaterial verwenden.  Inklusive Dachschäden und Streitfragen. Wie in der folgenden, nicht ernst gemeinten Lyrikübung … Weiterlesen

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Kann das weg?

WEG! Nein, ich versuche niemand, schreiend in die Flucht zu schlagen, ich meine das Akronym für „Wohnungseigentümergemeinschaft“. Ein Wortungetüm für etwas, das mich immer mal wieder an den Rand der Verzweiflung bringt. Und ein soziales Konstrukt mit Risiken und Nebenwirkung, das sich bestens für eine Farce eignen müsste. Frei nach dem Motto, „kann das weg oder müssen wir das noch ein 81. Mal ausdiskutieren?“

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