Ich arbeite ja desöfteren an den Wochenenden, also dann, wenn wohl die meisten Menschen frei haben. Prinzipiell ist das völlig okay für mich, denn solange man sich Pausen gönnt, ist es ja egal, auf welchen Wochentag diese fallen. Weiterlesen
After Midnight
Was wäre, wenn in einem Paralleluniversum die Alter Egos von Eric Clapton, Johnny Cash und Leonard Cohen einander in einem Diner in Monessen im amerikanischen Rustbelt begegneten und dort im Schneesturm den Sylvesterabend miteinander verbrächten? Im Essener Grillo-Theater führte dieses Gedankenspiel zu „After Midnight„, geschrieben von Florian Heller nach einer Idee von Thomas Büchel und inszeniert von Intendant Christian Tombeil, zu einer musikalisch mitreißenden Premiere am gestrigen Samstagabend.

Dann haben die halt meine Daten. Na und?!
Kommt Dir, kommt Ihnen dieser Gedanke irgendwie bekannt vor? Noch’n neues Passwort, doppelte Authentifizierung, schon wieder soll man bei der Ärztin oder sonstwo so ein Datenschutzdings unterschreiben – wer seufzt da nicht innerlich auf? Das Leben im Internet und außerhalb könnte so bequem und einfach sein, wenn nicht 2018 diese doofe DGVO — halt, Stopp, wer so denkt, sollte lieber zwei Mal nachdenken. Oder gleich das gleichnamige Buch von Klaudia Zotzmann-Koch lesen.
Noch’ne Lesung gefällig?
Mörderische Geschichte(n)
Nur noch wenige Tage, dann ist wieder Krimitag, und Sie können zugleich einen spannenden Abend verleben und etwas Gutes tun:
Lassen Sie sich am 8. Dezember 2019 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Essen „Mörderische Geschichte(n)“ von Almuth Heuner, Andreas Edelhoff, Mike Steinhausen, Mischa Bach, Arnd Federspiel und H.P. Karr vorlesen, stöbern Sie am Büchertisch nach Weihnachtsgeschenken und gewinnen mit etwas Glück eine unserer (literarischen) Überraschungen. Wir arbeiten, Sie werden bestens unterhalten und zusammen spenden wir den Erlös der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. – besser kann’s am zweiten Advent doch nicht werden, oder?
Recht glücklich
Es ist vollbracht. Am Sonntag stand mal wieder die jährliche Pflicht der WEV (Wohnungseigentümerversammlung) an, und alle haben überlebt. Und das, obwohl wir diesmal geschlagene sieben Stunden zusammensaßen, diskutierten, erwogen, und sehr viel auch stritten. Was mir Marshall Rosenbergs „Willst Du recht haben oder glücklich sein?“ in Erinnerung rief. Weiterlesen
Aus voller Kehle
Nein, keine Angst, ich singe nicht einfach los und stelle das dann hier ins Blogg. So fies bin ich doch wahrlich nicht. Bloß leider gerade sehr beschäftigt, denn nachdem ich gerade zehn wunderbare Wochen lang jeden Dienstag in der Tagesklinik der Naturheilkunde der Kliniken Essen-Mitte sein und viel über mich, körperlichen Stress und einen besseren Umgang damit lernen durfte, ist jetzt NaNoWriMo.
Der Stein
Eine Mauer, gewaltig, groß, düster, aber bekletter- und bespielbar, dazu ein Kaffeetisch, eine Leiter und ein Klavier, mehr braucht es nicht, um das Haus, um das sich alles in Marius von Mayenburgs „Der Stein“ dreht, auf die Bühne des Essener Grillo-Theaters zu bringen. Am Wochenende hatte die Inszenierung von Elina Finkel dort Premiere – und sie hallt noch immer in mir wider.

Ohrenbetörend
Samstag sah ich die Premiere von Pjotr I. Tschaikowsky „Pique Dame“ im Aalto-Theater, und wieder einmal fehlen mir die Worte: nennt man so ein Werk eine Handlungsoper? Hier werden nicht nacheinander Arien gesungen, nein, alle Sprache ist Musik und die Musik Sprache. Die Handlung zwischen Liebeswahn und Spielleidenschaft verwebt Märchenhaftes mit Surrealem, und am Ende schließt sich geradezu zwangsläufig der Kreis. Sprich: ein ohrenbetörendes Erlebnis, das selbst Menschen mit Sinn für Plot und Sprache auf allen Ebenen anspricht, was will man mehr?

Foto: Forster

