Schlagwortarchiv: literaturkritik
Lektürenotiz: „Englischer Sommer“
Zugegeben, in der aktuellen Hitzewelle des aktuellen Hitzerekordjahres liest sich der Titel „Englischer Sommer“ verführerisch. Dass dieses Taschenbuch aus dem Jahr 1980 stammt und posthum herausgegebene, kürzere Werke Raymond Chandlers in der Übersetzung von Wulf Teichmann und Hans Wollschläger versammelt, … Weiterlesen
Lesend aufbrechen: Afterlives
Es war mein erstes Buch von Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah, aber es wird ganz sicher nicht mein letztes sein: Afterlives, das die Geschichten von Khalifa, Ilyas, seiner Schwester Afiya und Hamza mit der Geschichte Ostafrikas und seiner Kolonialmächte Deutschland und England … Weiterlesen
Reiselektüre
Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch in die Hand nahm, abwägend, ob ich es oder ein anderes mit auf eine Reise nehmen sollte, bevor ich es doch wieder zurücklegte zu den anderen noch ungelesenen Welten neben meinem Bett. … Weiterlesen
Ausgelesen: „Our Strangers“
Was für ein Titel „Our Strangers“ – unsere Fremden, als sollten diese im selben Moment umarmt und vereinnahmt wie abgewehrt, zumindest als fremd auf Abstand gehalten werden. Darauf muss man erstmal kommen. Lydia Davis tat’s und schrieb nicht nur rund … Weiterlesen
Lektürenotiz: Elkes Altern
Eigentlich ist es doch ein Glück: alt zu werden. Trotzdem tun wir uns schwer mit dem Altern. Muss das so sein? Kann das nicht auch anders gehen? Elke Heidenreich stürzt sich in ihrem kurzen Buch „Altern“ (2024 erschienen bei Hanser … Weiterlesen
Lederjackenwetter. Gedichte
Lederjackenwetter, das klingt nach Herbst, und das rote, regenbenetzte Ahornblatt auf dunklem Grund, das Frída Ísbergs zweisprachigen Gedichtband in der Ausgabe des Elif Verlags (2021) schmückt, verstärkt diesen Eindruck auch noch. Aber wer davon auf düster-melancholische Naturdichtung schließt, irrt. Das … Weiterlesen
Versiert verdichtet: „Couplets“
Was für ein Debüt, was für ein wunderbares Buch: Maggie Millners Couplets. A Love Story mag mit 97 Seiten (Farar, Straus and Giroux 2023) auf den ersten Blick als Leichtgewicht erscheinen, hat es aber in sich. Ein kurzer Roman über … Weiterlesen
Magisch: „Die Gouvernanten“
Einfach bezaubernd ist Anne Serres kurzer Roman „Die Gouvernanten„, so eigen, schön und einnehmend, dass ich lesend die 92seitige Übersetzung von Patricia Klobusiczky erst verschlang, dann mich bewusst einbremsend auf jeder dritten Seite etwas Wunderbares hätte unterstreichen mögen, gegen Ende … Weiterlesen
Gedankenfutter: „Mothers, Fathers, And Others“ 2
In den verbleibenden fünf (theoretisch sechs) Essays von Hustvedts „New Essays“ geht es teils um Beziehungen zwischen Menschen und bildender Kunst/Werken der Bilden Kunst und teils um gewaltvolle Beziehungen zwischen Menschen.
Gedankenfutter: „Mothers, Fathers, And Others“
Wer mein Blog ein wenig kennt, weiß, ich bin ein großer Fan von Siri Hustvedt, und schätze inzwischen ihre Essays womöglich noch mehr als ihre Romane. Futter fürs Hirn bieten sie immer, und Material für Blogartikel ebenso. Heute geht es … Weiterlesen