Kunst und Ekel

Wer von „Flüchtlingsströmen“, ja von „Heerscharen von Flüchtenden“ spricht, muss sich nicht wundern, wenn ihm die Kunst die Masse der Lebenden Toten oder Monsters of Reality entgegenhält.  So geschah’s gestern in der Premiere von Christian Lollickes gleichnamigen Stück in der Essener Casa, dessen Inszenierung die Frage aufwirft, sind’s die Zombies, die den Ekel wecken oder ist man selbst das Ekel?

Dämonisch gut: Silvia Weiskopf in der Inszenierung

Dämonisch gut: Silvia Weiskopf in der Inszenierung „Die lebenden Toten oder: Monsters of Reality“ von Christian Lollike (Foto: Birgit Hupfeld)

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Der Tod blüht auf

Zwei Dinge bestimmen für mich einen Theaterabend: das Erleben während der Vorstellung selbst und das, was am nächsten Morgen von all dem geblieben ist. Bei Sophia, der Tod und ich, das gestern in der Inszenierung von Tilmann Gersch im Essener Grillo-Theater uraufgeführt wurde, ist es die Freude, dem Tod (Jens Winterstein) beim Aufblühen zuzuschauen, die im Gedächtnis bleibt.

Sophia (Stephanie Schönfeld) und der Tod (Jens Winterstein) inszeniert von Tilman Gersch (Foto: Martin Kaufhold)

Sophia (Stephanie Schönfeld) und der Tod (Jens Winterstein) inszeniert von Tilman Gersch (Foto: Martin Kaufhold)

Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

2:1

Buchverfilmungen zu sehen, ist für Leser meist eine Enttäuschung. Wie aber sieht die Sache aus, wenn einen erst Fernsehfilme auf die zugrundeliegenden Romane bringen? Ich probierte es kürzlich mit zwei Werken von Ann Cleeves – Raven Black und White Nights aus der Shetland-Reihe – und Caroline Grahams The Killings at Badger’s Drift, dem ersten Auftritt von Inspector Barnaby im Jahr 1987 – aus. Und vielleicht sollte ich vorweg noch sagen, dass ich die Vera-Stanhope-Filme nach Ann Cleeves allesamt sehr schätze, während ich in Midsomer Murders (in Deutschland als Inspector Barnaby ausgestrahlt) nie reingefunden habe … Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Zum Tanz bei Proust

Gut, viel Platz zum Tanzen hätte es gestern Abend in der Buchhandlung Proust nicht gegeben. Tatsächlich war gerade so viel Platz, dass alle Anwesenden sitzend dem lauschen konnten, was Heinz Feldmann über seine Arbeit an der Übersetzung von Anthony Powells 12bändiger Romanreihe „Ein Tanz zur Musik der Zeit“ zu sagen und Schauspieler Gregor Henze daraus vorzulesen hatte. Offenbar interessierte das bei Weitem nicht nur Übersetzerinnen und Schriftstellerinnen wie meine Freundin Gesine und mich. 🙂 Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Blutiger Epos

Chinesische Schachteln, die eine Vorform der russischen Matrioschkas sind, kombiniert mit der Vorstellung eins Labyrinths, sind die erste Assoziation zum bereits 1987 erschienen Roman „Das rote Kornfeld“ von Nobelpreisträger Mo Yan (Pseudonym von Guan Moye, Nobelpreisträger von 2012). Gleich als zweites folgen blutrote Bilder voller starker Emotionen aber eben auch Gewalt und Grausamkeit. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Wintergrün

Essen ist Grüne Hauptstadt Europas 2017 und am Wochenende gab’s in der Gruga dazu gleich zwei Tage Eröffnungsfeier.  Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Verschiedenes | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Verplaudert

Jazz und Swing überwiegend aus den 1920ern und 30ern würden Let’s misbehave!, das Konzert von Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys im Essener Grillo-Theater bestimmen, hieß es. Das lässt an Cole Porter, Irving Berlin, George Gershwin & Co. denken. Die gab es (u.a.) tatsächlich. Allerdings war das beileibe nicht alles, drumherum gab’s jede Menge Showeinlagen und vor allem Anekdoten, Anekdoten, Anekdoten. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Klangfarben

Könnte man das Wort nicht auch als Hinweis darauf verstehen, dass Musik und Malerei so manches gemein haben, dass man die eine Kunstform mit Begriffen aus der anderen zumindest in Teilen erfassen und beleuchten kann? Am Freitag, beim Besuch von Jacques Offenbachs Les Contes D’Hoffmann im Aalto schillerte und wogte die Musik jedenfalls so, dass ich unweigerlich Bilder von Henri de Toulouse-Lautrec im Kopf hatte. Und ließe sich nicht Sergej Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen mit gewissen Porträts von Otto Dix vergleichen, die unversehens in die abstrakten Welten Joan Mirós geraten sind? Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Verflogen

… ist sie, mal wieder:  die wunderbare Zeit zwischen den Jahren. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Verschiedenes | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Tiefenentspannt

Jasmin Tabatabei – allein der Name klingt bereits märchenhaft und vielversprechend. Vor allem, wenn es um Musik geht, denn, wie mancher vielleicht schon ahnte, mit dem deutschen Fernsehen habe ich es ja nicht so. Doch ihren gestrigen Auftritt mit dem David Klein Quartett in der Reihe „Jazz in Essen“ im Essener Grillo Theater konnte und wollte ich nicht verpassen. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen