Drei Ganze und ein halbes Etwas

… so ließen sich rückblickend meine beiden letzten Ballettabende zusammenfassen: 3 by Ekman war ein wunderbares Erlebnis im Aalto, ein ebenso erfrischender wie reifer Tanzabend, den ich mir jederzeit wieder anschauen würde, während mich bei Vibrations genau die Königin, also die Kuhn-Orgel, mit ihrem verhallten Klangbrei aus der Philharmonie vertrieb. Was zumindest eine Überraschung war. Aber der Reihe nach …

Wataru Shimizu in „Tuplet“ – Teil des Ballettabends „3 BY EKMAN“ mit Werken von Alexander Ekman (Foto: Bettina Stöß)

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Apart: „B“

Das Schöne an vergriffenen, fast vergessenen Büchern ist, dass man sie auf eigene Faust neu entdecken kann. Im Internet ist so über Eva Figes‚ 1972 erschienen Roman „B“ praktisch nichts zu finden – bei Amazon gibt es nicht mal ein Foto des Covers und mir ist nirgends auch nur eine Inhaltszusammenfassung begegnet. Dabei hat der es in sich. Weiterlesen →

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Bach über Bach

Auf Dauer kann man nicht Bach heißen, aber ein so berühmtes Werk wie Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“ nicht kennen, finde ich. Welch Glücksfall für mich, dass Cappella Amsterdam mit Dirigent Daniel Reuss kürzlich mit diesem Werk in der Philharmonie Essen gastierte. Weiterlesen →

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Talent On The Move

Acht Tänze, drei Filme, vor rund drei Wochen in Holland – genauer: in Het Klooster Theater in Woerden – gesehen. Talent On The Move haben die Verantwortlichen von Codarts Rotterdam das Ganze genannt, und das passt. Denn das war keine ’normale‘ Tournee einer Kompagnie, das war ein Überblick über die Talente, die gerade an dieser renommierten Hochschule ihren Abschluss machen. Kurz vor dem Absprung, eben on the move. Weiterlesen →

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Zeitreise

Der Rat eines Rezensenten, sich bei der Lektüre von Alice Munros Something I’ve been meaning to tell you zu zügeln und nur eine der seltsam klarsichtigen Kurzgeschichten pro Tag zu lesen, ist an sich ein sehr guter. Problematisch wird es allerdings, wenn man hinterher über das Gelesene schreiben will und plötzlich Wochen oder Monate vergangen sind, weil immer wieder Pflichtlektüren dazwischen kamen. Insofern ist der Band mit Erzählungen aus den 1970ern in mehr als einer Hinsicht eine Zeitreise … Weiterlesen →

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Eva Figes: Journey to Nowhere

In ihrem letzten Buch, das 2008 erschien, beschäftigt sich Eva Figes erneut auf ganz besondere Weise einerseits mit persönlichen Erinnerungen und andererseits mit historischen Fragen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Geschichte von Edith, die vor dem 2. Weltkrieg Hausmädchen bei den Ungers, Evas Familie in Berlin war und die dort Judenverfolgung im Untergrund überlebte. Ihre Journey to Nowhere führt sie anschließend in den gerade gegründeten Staat Israel – doch ankommen, heimisch werden wird sie dort nicht. Weiterlesen →

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Kleiner Frieden im großen Krieg

Beinahe vierzig Jahre ist es her, dass Eva Figes‚ Buch  Little Eden: A Child at War erschien, in dem sich die Autorin zurückerinnert, wie es war, 1940 als Kind deutscher Juden den Krieg in England zu überleben – und welche herausragende Rolle dabei eine ganz besondere Schule im ländlichen Cirencester in Gloucestershire spielte.  Weiterlesen →

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Wieder Wagner

Nachdem mich heute morgen meine Neurologin mit Blick auf meinen Migränekalender erstaunt fragte, „Was heißt denn Wagner?“, wird es höchste Zeit, über meinen Besuch von Tristan und Isolde im Aalto-Theater zu schreiben. Denn abgesehen von der äußerst lästigen Migräne, die das mit sich brachte, war es ein überwiegend sehr schöner Abend, der allerdings bereits beinahe zehn Tage zurück liegt. Weiterlesen →

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Ann Cleeves: „The Crow Trap“

Das erste Buch, in dem DI Vera Stanhope auftritt, und mein dritter Kriminalroman aus der Feder von Ann Cleeves, der mich diesmal in die North Pennines entführte. Und wie sehr nahm mich The Crow Trap, das ich bereits vor rund zwei Wochen las und dessen Verfilmung ich schon vor einer ganzen Weile sah, gefangen? Weiterlesen →

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Theaternotiz: Werther

Wenn ich hier in Essen eine Premiere verpasse, kann es leider vorkommen, dass mir das entsprechende Stück durchrutscht. So feierte Die Leiden des jungen Werther bereits im Februar 2014 in der Essener Casa Premiere, doch ich sah es erst heute vor einer Woche im Grillo auf der großen Bühne, wohin es wegen großen Erfolges umgezogen ist. Kein Wunder, denn das, was Karsten Dahlem (Regie) und Marc-Oliver Krampe (Dramaturgie) aus Goethes Briefroman gemacht haben, ist einfach mitreißend.

Liebe, zum Verzweifeln: Johann David Talinski und Silvia Weiskopf in „Die Leiden des jungen Werther“ nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe (Foto: Thilo Beu)

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