Klangfarben

Könnte man das Wort nicht auch als Hinweis darauf verstehen, dass Musik und Malerei so manches gemein haben, dass man die eine Kunstform mit Begriffen aus der anderen zumindest in Teilen erfassen und beleuchten kann? Am Freitag, beim Besuch von Jacques Offenbachs Les Contes D’Hoffmann im Aalto schillerte und wogte die Musik jedenfalls so, dass ich unweigerlich Bilder von Henri de Toulouse-Lautrec im Kopf hatte. Und ließe sich nicht Sergej Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen mit gewissen Porträts von Otto Dix vergleichen, die unversehens in die abstrakten Welten Joan Mirós geraten sind? Weiterlesen

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Verflogen

… ist sie, mal wieder:  die wunderbare Zeit zwischen den Jahren. Weiterlesen

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Tiefenentspannt

Jasmin Tabatabei – allein der Name klingt bereits märchenhaft und vielversprechend. Vor allem, wenn es um Musik geht, denn, wie mancher vielleicht schon ahnte, mit dem deutschen Fernsehen habe ich es ja nicht so. Doch ihren gestrigen Auftritt mit dem David Klein Quartett in der Reihe „Jazz in Essen“ im Essener Grillo Theater konnte und wollte ich nicht verpassen. Weiterlesen

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Technik, nostalgisch

Ende der 1990er, in San Francisco. Das Internet ist noch jung, ohne Modems geht gar nichts und Überwachung ist für die allermeisten Menschen nicht einmal ein Spuk am Horizont. Dass Phillip Finch seinerzeit in Die Silhouette einen Serienmöder in Chatorooms seine Opfer auswählte, um sie anschließend technisch gekonnt auszuspähen und schließlich zu ermorden, war seinerzeit vermutlich etwas ganz und gar Neues. Weiterlesen

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Körpersprachen: reTURN

Der Anfang liegt, wie so oft im Leben, im Dunkeln: Sieben lange Minuten lauscht man in der Box des Essener Grillo-Theater einer Stimme vom Band (Danko Rabrenovic), die eine Episode aus Sasa Stanisics Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ vorträgt, während zwei Frauen kaum sichtbar auf der Bühne ausharren. Obwohl – ist das wirklich der Anfang von reTURN, Jelena Ivanovics Tanztheaterproduktion? War das nicht eher der Brief, den man als Zuschauer bekam? Oder gar Titos Tod am 4.5.1980?

Noch ziemlich gut versteckt: Siliva Weiskopf in reTURN (Foto: Karina Ter Ovanesova)

Noch ziemlich gut versteckt: Siliva Weiskopf in reTURN (Foto: Karina Ter Ovanesova)

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Gefangen

von Wendy Stern

GEFANGEN

Heute kam Leben zu mir

durchs Fenster herein

war ganz Federn und Leidenschaft,

so voller Farbe, Intensität, Schnelligkeit und Entschlossenheit

wie ich es zuvor wohl nie gekannt. Weiterlesen

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Tue Gutes …

… und lass andere darüber schreiben: Am Donnerstag, den 8.12.16 war mal wieder Krimitag mit Lesungen und Buchverkauf für den guten Zweck – diesmal zugunsten des Vereins  zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur – und in der WAZ gibt’s einen schönen Bericht von Petra Treiber mit Fotos von Socrates Tassos 🙂 Weiterlesen

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Wagner, kurzweilig

Sechs Tage ist es her, seit ich im Essener Aaltotheater die Premiere von Wagners Lohengrin erleben durfte – und vor allem erstaunt war, was für ein kurzweiliges und auch schönes Musikerlebnis das war. Nach der gähnenden Langeweile bei Hilstorfs Inszenierung der Walküre war das wahrlich nichts, mit dem ich gerechnet hätte …

Elsa von Brabant (Jessica Muirhead) und Lohengrins Schwan (Aron Gergely), der eigentlich ihr Bruder Gottfried ist (Foto: Forster)

Elsa von Brabant (Jessica Muirhead) und Lohengrins Schwan (Aron Gergely), der eigentlich ihr Bruder Gottfried ist (Foto: Forster)

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Jenseits der Worte

… das gehört zu den Aspekten, die ich am Tanz schätze: dass es eine Kunst jenseits unserer Alltagssprachen ist, und doch zugleich so tief verbunden mit unserem Innenleben, unseren Seelen, Herzen ist. Abstraktion und Poesie, diese beiden Seiten kommen auch und gerade in Jirí Kyliáns vierteiligem Tanzabend Archipel, der zu Monatsbeginn im Aalto wiederaufgenommen wurde, zusammen zum Tragen.

Ana Carolina Reis, Tomaš Ottych, Yulia Tsoi in "Wings of Wax" (Foto: Bettina Stoess)

Ana Carolina Reis, Tomaš Ottych, Yulia Tsoi in „Wings of Wax“ (Foto: Bettina Stoess)

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Meisterwerk?

Eine ganz eigene Stimme, dazu eine Erzählweise, die so schnoddrig wie präzise ist, das sind zwei Aspekte, die Nell Zinks The Wallcreeper zu etwas Besonderem machen. Ob es deshalb sogleich ein Meisterwerk ist, wie es etwa in der Sunday Times zu dem Buch zu lesen war, ist für mich eine offene Frage. Weiterlesen

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