Also ….

… ich bin schon noch da. Bloß ist sehr viel passiert in den letzten Wochen und tut es noch, das jedoch nicht mich direkt betrrifft, sondern meinen Lebensmenschen. Eine Diagnose hat unser beider Leben auf den Kopf gestellt und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Deshalb ist das so eine Sache mit dem Schreiben hier im Blog derzeit und vielen anderen Dingen auch. Alles stapelt sich, kommt mir vor.

Ein Stapel Bücher auf dem Fußboden, obenauf eine Taschenbuchausgabe von Agatha Christies "The Body in the Library"
So vieles bleibt liegen bei mir und das schon eine ganze Weile …
Weiterlesen
Veröffentlicht unter Nachtgedanken, Schreibkram, Sofa & Gesundheit, Verschiedenes | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Das Fest

Schon in durchschnittlich (dys)funktionalen Familien sind gemeinsame Feiern recht oft mit Streit und allerlei Verletzungen verbunden. Wie so etwas ausgehen kann, wenn sich unter der ach-so-glatten Oberfläche Abgründe voller Gewalt verbergen, zeigt Karsten Dahlems Inszenierung von „Das Fest“ (nach dem Drehbuch von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov), dessen Premiere soeben den Auftakt der neuen Spielzeit am Essener Schauspiel machte.

Die Bühne des Grillo-Theaters mit lauter schwebenden Möbeln, darunter die feiernde Familie im Hintergrund und die missbrauchten Geschwister Linda und Christian vorn am Bühnenrand
vorne: Trixi Strobel (Linda, die tote Schwester) und Philipp Noack (Christian, der älteste Sohn); Ensemble in „Das Fest“ nach dem Drehbuch von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov; Inszenierung: Karsten Dahlem. Premiere am 26. August 2022 im Grillo-Theater Essen.
Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Noch da

Die Zeit verfliegt, jedenfalls in vielerlei Hinsicht, in anderer ist sie zäh wie Kaugummi. Ich bin noch da, aber es ist einfach zu viel los. Zu viel Arbeit, zu viel Neues, zu viele Umstellungen und obendrein zu viel Krisenhaftes. Nicht völlig zu verstummen (jenseits der Arbeit), fällt an manchen Tagen richtig schwer. Dabei ist ganz und gar nicht alles düster, gewiss nicht. Nur manchmal, manchmal weiß ich nicht, überwältigt mich die Dunkelheit oder hat mich bloß das helle Licht so sehr geblendet?

Veröffentlicht unter Nachtgedanken | Kommentar hinterlassen

Ausgelesenes, die Erste

Bevor der Stapel der ausgelesenen Bücher mir über den Kopf wächst, gar auf den Fuß fällt, sollte ich doch mal loslegen und über diese schreiben. Und damit gleich mal was wegkommt vom Bücherhaufen, beginne ich mit dem dicksten Ding: „Identitti“ von Mithu Sanyal.

Ein kleiner Stapel Bücher auf einem Holzfußboden. Zuoberst liegt "Identitti" von Mithu Sanyal, dessen Cover eine Darstellung der Hindu-Göttin Kali ziert.
Ein wilder Ritt, als sei man mit Kali als persönlicher Reiseführerin unterwegs, um das Dickicht aktueller Idenititätsdebatten zu durchstreifen: „Idenititti“ von Mithu Sanyal
Weiterlesen
Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Nature Writing in der Gruga

Du liebst die Natur und/oder bist gerne kreativ? Du schreibst, rapst, dichtest, malst, fotografierst oder stehst schlicht auf gute Geschichten? Du bist gern draußen und hast Lust, dich mit zwei Schreib- und Kunstprofis in der Gruga in Essen auf Entdeckungsreise zu begegnen? Und du bist zwischen 12 und 18 Jahren alt und hast vom 12. bis zum 14. Juli 2022 noch nichts vor?

Dann ist der Nature Writing Workshop mit mir, der Essener Autorin Mischa Bach und der Künstlerin Eva Pfitzner etwas für dich – und das Beste ist: Wir haben noch Plätze frei!

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ein Strauß Opernnotizen

Letztes Wochenende sah ich „Arabella“ von Richard Strauss im Aalto-Theater in Essen. Bevor der letzte Eindruck dieses alles in allem sehr schönen Abends mit einer Freundin zwischen meinen verschiedenen Arbeitsbaustellen zermahlmt wird, will ich notieren, was noch greifbar ist.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Skizze einer Lesung

Ein hoher Raum, Tische und Stühle, darüber der markante Kronleuchter, hohe Fenster zum Vorplatz, verborgen hinter langen Vorhängen. Davor die kleine Bühne mit zwei Sesseln und einem Tisch. Das war der Rahmen für „dort“, eine Lesung zu Tod, Trauer und Verlust, die ich vorgestern im Café Central besuchte. Platz genug für Sven Seeburg und Silvia Weiskopf, und erst recht, um aus literarischen Texten Kopfkino werden zu lassen.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Notizen zu Mozarts „Don Giovanni“

Letzten Sonntag hatte ich das Vergnügen, Stefan Herheims Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ im Essener Aalto-Theater mit einer Freundin zu sehen. Bevor aus diesem wunderbaren Abend ein einziger Erinnerungsmatsch geworden ist, rasch ein paar wilde Notizen.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Lektürenotiz: Lives of Girls and Women

Als Alice Munro 2013 den Nobelpreis für Literatur bekam, wurde die Kanadierin damit als Verfasserin zahlreicher Kurzgeschichten ausgezeichnet, in denen sie auf so kunstvolle wie zurückgenommene Weise Ausschnitte aus den Leben gewöhnlicher Menschen schildert und so außergewöhnliche kleine Kunstwerke schafft. Aber es gibt auch ein größeres Werk aus ihrer Feder, nämlich den 1971 erschienene Roman „Lives of Girls and Women„.

Das Cover der Paperbackausgabe von Alice Munros Roman "Lives of Girls and Women"
Das Leben und die Kunst, darüber zu erzählen, beides findet sich in besonderer, ganz eigener Weise im Werk Alice Munros und eben auch in ihrem einzigen Roman „Lives of Girls and Women“

Weiterlesen
Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ein Jahrhundert in vier Stunden

Gestern hatte Elina Finkels Inszenierung von „Das achte Leben (für Brilka)“ nach dem Roman von Nino Haratischwili im Essener Grillo-Theater Premiere. In vier Stunden wird hier ein Jahrhundert Familiengeschichte erzählt und mit ihr die Geschichte Georgiens. So bildgewaltig, sprachmächtig, sprühend vor Leben und Einfällen, berührend, teils auch verstörend ist das Ganze, dass es mir in den Traum folgte und mich erst jetzt allmählich aus seinem Bann entlässt.

Eine Festgesellschaft der 1920er tanzt im Hintergrund. Im Vordergrund steht eine Dame mit Pagenkopf und Herrenanzug (Alexey Ekimov als Sopio Eristawi)
Alexey Ekimov (Sopio Eristawi), Ensemble in „Das achte Leben (Für Brilka)“ nach dem Roman von Nino Haratischwili. Bühnenfassung von Emilia Linda Heinrich, Julia Lochte und Jette Steckel. Inszenierung: Elina Finkel
Weiterlesen
Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen