Archiv des Autors: mischabach
Melancholie
Urlaubsende. Wieder zuhause. Noch halb am anderen Ort (in unserem Fall: das traumhafte grüne Irland), ist der Rückblick voller Melancholie: So saß Fritz noch vorgestern in unserem Cottage in New Ross am Fenster …
Unter deine Haut
Seit ich denken kann, fasziniert mich die Vorstellung, für eine begrenzte Zeit meinen Körper gegen den eines anderen Menschen einzutauschen, gar von Körper zu Körper wechseln: durch die Geschlechter und über Altersgrenzen hinweg, um verschiedene Wahrnehmungsweisen, Fähigkeiten und natürlich auch … Weiterlesen
Zeitfragmente
Zeit mag messbar sein, wenn es um die erlebbare/erlebte Form davon geht, zerrinnt sie oftmals wie Sand oder auch Wasser zwischen den Fingern. Manchmal bleibt jedoch das eine oder andere Fragment hängen — wie der folgende Text zeigt, allein schon, … Weiterlesen
Lebenszeichen
Zur Zeit versuche ich, mich mit flacher Atmung und kühlen Gedanken über Wasser zu halten – denn leider haben wir es verabsäumt, diese Hitzewelle vorherzusehen, als wir im Februar unseren Urlaub planten und so sitzen wir nun hier mitten in … Weiterlesen
Nixen und Wassertherapie
Gestern lief im Essener Aalto-Theater zum letzten Mal in dieser Spielzeit Anton Dvoraks Oper Rusalka in der so fantastischen wie feministischen Inszenierung der niederländischen Regisseurin Lotte de Beer – und ich kann nur sagen, einen solchen Opernabend habe ich noch … Weiterlesen
Vorsicht, Absturzgefahr!
Manchmal ist die Haut, der Schleier oder wie immer man das nennen will, was Alltagswirklichkeit und inneren Abgrund trennt, hauchdünn. Dann braucht es nur einen einzigen falschen Schritt, und nichts stimmt mehr:
Im Zwiespalt
Shakespeares Sturm hat mit dem Zauberer Prospero, der über Dreiviertel des Stücks von einer Art pädagogischem Rachewunsch für seine Vertreibung von Mailands Thron getrieben ist, eine eigenartige, zwitterhafte Hauptfigur. Und so wie er zwischen „Weisheit“ und „Macht“ steht, bedient er … Weiterlesen
Lohnenswerte Anstrengung
So sehr ich Elfriede Jelinek samt Wut, Beobachtungsgabe und Sprachgewalt schätze, so sehr bevorzuge ich es doch, ihre Texte auf der Bühne „serviert“ zu bekommen statt sie selbst zu lesen. Denn, bei aller Liebe, allein mit ihr auf Papier, da … Weiterlesen