Das Gesetz der Serie

„Der deduktive Kriminalroman – ein Genre, das sich selbst zerstört„, so ist ein Aufsatz von Kathleen Gregory Klein und Joseph Keller überschrieben, der sich mit einigen Eigenheiten der klassischen Kriminalerzählungen beschäftigt. Mir scheint jedoch diese These sehr viel zutreffender, wenn es um das Subgenre des Serienkillerthrillers geht. Ein passendes Beispiel dafür las ich kürzlich: If I Never See You Again von Niamh O’Connor. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ohrensausen

Ein leider verbreitetes Vorurteil lautet, Autoren könnten nicht lesen. Bestenfalls könnten sie ihre eigenen Texte vortragen – aber vorlesen, einlesen, eben wie professionelle Sprecher? Das scheint für manche Menschen geradezu unvorstellbar. Weil ich nicht nur gerne lese, sondern auch dafür ausgebildet bin (wobei auf den besten Lehrer aller Zeiten, Sepp Holstein, mit Claus Boysen der denkbar beste Mentor & Mitleser folgte) und vor allem, weil ich nach Lesungen immer wieder zu hören kriege, dass ich das doch bitte professionell machen sollte, dass ich von meiner/n Stimme/n leben können sollte – nun, wegen all dem war ich heute bei meinem Lieblingstontechniker Reinhard Dix im Studio und habe eine Demo-CD aufgenommen. Was mit einigen Anlaufschwierigkeiten verbunden war – Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram, Verschiedenes, Wörtersalat | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Unfreiwilliges Experiment

Einen der sonnigen Abschnitte des heutigen Nachmittages hatte ich nutzen wollen, um mal wieder einige Fotos vom sprießenden Grün und der zunehmenden Blütenpracht auf meinem Balkon zu machen. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Grünzeug | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Was Autoren machen

Das klingt vielleicht nach einer banalen Frage, die man mit „Geschichten erfinden“ oder „schreiben“ beantworten könnte. Wobei diese beiden Tätigkeiten, wenn man genauer hinschaut, erstens komplexer sind, als man denken möchte (ich sach nur „Schreibblockade“ …) und zweitens viel weniger erklärend sind, als es den Anschein hat. Das scheint auch einer meiner Studenten so zu sehen, denn er moniert immer wieder, dass Autoren nichts anderes tun, als eigene Erfahrungen in Geschichten umzuwandeln. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Nachtgedanken, Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wiedergelesen: A Thief of Time

Es heißt ja immer wieder, Krimis seien Bücher, die sich selbst verbrauchten – weil sie, wenn man sie einmal gelesen hat und damit weiß, wer der Täter ist, ihre Spannung verlieren. Mag sein, dass das für reine Rätselkrimi und die ersten Whodunnits gilt; auf Tony Hillermans A Thief of Time (1988) trifft das jedenfalls nicht zu. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Vollmond

Hier oben unterm Dach ist es zu heiß, mir einen neuen Blogeintrag (oder etwas anderes) auszudenken – also gibt es heute wieder eine Leseprobe. Und zwar aus einer meiner Lieblingsgeschichten. Vollmond erschien 2002 zuerst bei Scherz in „Tödliche Nachbarn“, 2004 in „Brillante Morde“ bei Leporello. Es war 2002 für den Glauser in der Kategorie „Bester Kurzkrimi“ nominiert und wurde mehrfach in englischer Übersetzung publiziert. Und so fängt diese Geschichte an …. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Leseproben | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Durchlässigkeit

Nein, ich habe weder undichte Dächer noch Eigenschaften von Filtraten im Hinterkopf und es geht mir auch nicht um die – gewiss wesentliche – Frage, wieso das deutsche Bildungssystem so wenig Aufstiegschancen hat bzw. warum es nicht in der Lage ist, die (Bildungs)Herkunft eines Kindes im positiven Sinne auszugleichen. Es ist mir auch einigermaßen gleichgültig, wie lichtdurchlässig oder nicht  dieses oder jene Gewebe ist – aber wer an die Durchlässigkeit als Qualität eines Reitpferdes denkt, der ist schon auf einer heißen Spur. Allerdings komme ich mehr und mehr zu der Auffassung, dass es meiner Ballettlehrerin seinerzeit um mehr als ein Frage der Muskeln und Sehnen, eben des Körpers ging, wenn sie ‚Durchlässigkeit‘ von ihren Tänzerinnen forderte. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Nachtgedanken | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Sommerausflug

 

Das Wetter ist wie gemalt, aber was habe ich da gestern fotografiert? Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Unterwegs | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Durchweg spannend

The Last Girl von Jane Casey war seit langem mal wieder eine so spannende Lektüre, dass ich schon morgens vor dem Aufstehen nach dem Buch griff, um mir ein paar Minuten damit zu gönnen. Neben dem Setting im brütend heißen London und der gekonnten Führung der verschiedenen Erzählstränge (ein Mord an einer halben Familie, ein Krieg im Milieu des organisierten Verbrechens und ein Stalker) war es vor allem die Serienhauptfigur und Ich-Erzählerin Maeve Kerrigan, die mich fesselte. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 1 Kommentar

mind-boggling

Eben, unter der Dusche, während ich das warme Wasser genoss, tauchte es plötzlich aus der Versenkung auf: mind-boggling. Eines meiner Lieblingsworte, vor allem, wenn man es auf Sprache und erst recht die verwickelten Verhältnisse von Denken und Sprechen anwendet. Man muss sich beim Lesen dieses Textes (jedes beliebigen Textes) einfach nur ein paar Dinge vor Augen halten. Weiterlesen →

Veröffentlicht unter Wörtersalat | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen