Randnotizen

Manchmal scheint es so, als verlöre ich mich in der Zeit. Wollte ich nicht eben noch etwas schreiben über die Lesung in Kahl am Main — ein erster echter Sommertag war dieser 5.5. und wir alle fürchteten, die Leute würden den Biergarten oder das Grillen auf dem Balkon dem Lesungsbesuch vorziehen …? Und dann die Criminale samt meiner Lesung in Ansbach, hübscher Ort mit viel Kunst im öffentlichen Raum übrigens — das soll schon eine ganze Woche her sein? Weiterlesen →

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Unbestechlich

Dance of the Happy Shades – was für ein poetischer, vielversprechender Titel! Und was für eine kluge Entscheidung, die gleichnamige Geschichte als letzte abzudrucken. So bleibt im doppelten Sinne die Spannung erhalten, wenn man sich auf die Reise durch Alice Munros ersten Erzählband macht. Weiterlesen →

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Bedrückend konsequent

Thomas Glavinics Roman Die Arbeit der Nacht ist weder das erste noch einzige erzählerische Werk, das sich mit der Frage auseinandersetzt, was wäre, wenn man plötzlich der letzte Mensch auf Erden wäre? Auch in dem neuseeländischen Spielfilm Quiet Earth (1985) erwacht ein Mann eines Morgens und ist allein in seiner Welt, während sich in Marlen Haushofers Roman Die Wand (1963) eine Frau durch eine gläserne Wand plötzlich abgeschnitten von allen andern Menschen auf einer Almhütte gefangen sieht.  Doch Glavinics Roman ist die mit Abstand konsequenteste Auseinandersetzung mit dem Thema.

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Buntschwarzacht…

… nein nicht -sam stucky auch nicht -tung Baby!, sondern -beinig: Erika Stuckys Black Widow gesehen und vor allem gehört im Essener Grillo-Theater. Ein Gesamtkunstwerk für fast alle Sinne und sogar für Arachnophobiker – Weiterlesen →

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Pustekuchen

Manchmal kommt mir alles so wenig greifbar vor.   Weiterlesen →

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Schreibsprechstunde

Weil ein Textbüro als Webseite gut und schön ist, sich manches aber im direkten Gespräch leichter und einfacher klären lässt, wird es demnächst in Essen im Unperfekthaus eine kostenlose Schreibsprechstunde geben – die erste gleich am Donnerstag, den 15.5. von 17.30 bis 18.30 Uhr: Das ist mein Angebot für alle, die auf der Suche nach dem perfekten Ausdruck mit Worten ringen. Oder sich fragen, ob das Autorentutorium etwas für sie sein könnte, oder Weiterlesen →

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Kanistergesichter

Wenn Kunst gelingt, hat das immer etwas von einem kleinen Wunder oder wenigstens von Magie; denn etwas wird in etwas ganz anderes verwandelt. Bei Hermann Schmidt-Rahmers Theaterinszenierung von Lars von Triers Drehbuch Manderlay werden aus Plastikkanistern mit Kleiderbügeln Menschen, während aus Helfern mit hohen Idealen und reformatorischen Ehrgeiz am Ende so etwas wie Helfershelfer beim Zementieren des Status Quo geworden sein werden. Zu abstrakt? Da bleibt nur zweierlei: Hier weiterlesen und dann ab ins Grillo-Theater nach Essen in die nächste Vorstellung! Weiterlesen →

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Als Gott schlief

Ich gebe  zu: Ich bin parteiisch, was Jennifer Winds Debütroman Als Gott schlief betrifft. Immerhin habe ich die ersten Schritte seiner Entstehung als Mentorin begleitet. Um so mehr freue ich mich nun sagen zu können: Es ist ein spannendes Debüt mit einigem Tiefgang geworden, das man jedem Thrillerfan empfehlen kann. Jedenfalls, wenn er oder sie nichts gegen Serienkiller hat und einen guten Magen obendrein. Weiterlesen →

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Der Chipstüteneffekt

Wer kennt es nicht: Hat man die Chipstüte einmal aufgerissen und losgelegt, kann man erst wieder aufhören, wenn die letzten Krümmel von den Fingerkuppen geleckt sind. So ähnlich erging es mir auch bei der Lektüre von Ria Klugs Kriminalroman Kleine Betriebsstörung. Weiterlesen →

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Rache in Serie

Gelegentlich stolpere ich lesend entgegen meiner Abneigung in die eine oder andere  Serienkillergeschichte. Für gewöhnlich meide ich solche Thriller allein wegen ihres Hangs zur billigen Effekthascherei. Manchmal jedoch schreibt jemand so gekonnt, dass ich einem Serienkiller bis auf die letzte Seite folge – und dabei stieß ich kürzlich auf einen weiteren, problematischen Aspekt dieser Art von Literatur, der den ‚Serienrächer‘ betrifft. Weiterlesen →

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