Für die Ohren

Auch, wenn der Kurzkrimi von Ralph Petersen Zimmer mit Aussicht heißt, ist er in diesem Fall eine Leseprobe für die Ohren – gelesen von meiner Wenigkeit und hier auf Soundcloud zu finden. Und falls Sie für Ihren Radiosender o.ä. gern mehr Lesekrimis zwischen 3 und 30 Minuten (also ganz nach Ihren Bedürfnissen) haben möchten, melden Sie sich einfach bei uns.

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Gegenwärtig und lebendig

Bevor ich mich zur Essener Inszenierung von Eugen Onegin äußere, weise ich lieber sicherheitshalber darauf hin, dass ich eigentlich nichts von Opern und nur sehr wenig von klassischer Musik verstehe. Eugen Onegin habe ich als kleines Mädchen als Film gesehen; das einzige, was mir davon in Erinnerung blieb, ist die Duellszene oder eher noch deren bedrückende Atmosphäre. Dabei scheint mir Tschaikowskys Opernfassung viel mehr eine Feier des Lebens, in der sich Freude mit Melancholie mischt und wo romantische Leidenschaft auf Pflichtgefühl trifft. Weiterlesen →

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Vier lesen im Schloss

Wer sagt denn, dass es zum Geburtstag immer Kuchen sein muss? Mit Morden statt Torten feiern vier Essener Krimiautoren ihren Schweizer Kollegen – Friedrich Glauser – und wer Lust hat, ist am Samstag, den 8.2.2014 herzlich zur Lesung ins Borbecker Schloss (okay, ins Wirtschaftsgebäude desselben) eingeladen! Weiterlesen →

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Inspirierend

Gar nicht so einfach, über eine frische Nobelpreisträgerin zu schreiben, wenn man soeben zum ersten Mal eines ihrer Werke ausgelesen hat: Alice Munros Erzählband Runaway ist natürlich meisterhaft. Wobei ich nicht jede darin enthaltene Erzählung gleichermaßen gelungen finde, alle jedoch auf ihre Art inspirierend sind. Weiterlesen →

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Atypisch

Während das, was mich seit ein paar Tagen plagt, möglicherweise ein atypische Migräne ist (als ob die Dinger nicht auch so schon genug nervten …), sieht’s draußen auf meinem Balkon atypisch für Januar aus:   Weiterlesen →

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Vom Nicht(mehr)wissen

Es gibt schlechtere Wege, zu neuen Büchern zu finden, als den vermeintlichen Umweg über die Literaturwissenschaft. So stieß ich dank eines narratologischen Aufsatzes vor ein paar Jahren auf Jeannette Wintersons Written on the Body und so entdeckte ich nun Eva Figes Nelly’s Version, das ungemein konsequent untersucht, was passiert, wenn jemand plötzlich nichts mehr über sich und die eigene Vergangenheit weiß. Weiterlesen →

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Auf den zweiten Blick

Bevor ich morgen mehr über die Vorlieben meiner Mitjuroren erfahren und nächstes Wochenende mit ihnen gemeinsam in ‚Nominierungsklausur‘ gehe, noch ein paar Gedanken zum Unterschied zwischen Roman- und Kurzgeschichtenjurys. Besonders spannend fand ich nämlich diesmal vor allem etwas, was bei Romanjurys so gar nicht drin ist: das zweite Lesen der vorausgewählten Geschichten. Weiterlesen →

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Kein so weites Feld

Ich bin durch, zumindest einmal, zum ersten Mal: durch die Einsendungen zum Friedrich Glauser Preis in der Sparte Kurzkrimi. Knapp 190 kurze Kriminalerzählungen, allesamt erschienen im Jahr 2013 und eingereicht von ihren jeweiligen Urhebern waren es und ich habe zusammen mit meinen Mit-Jurorinnen nun die ehrenvolle Aufgabe, daraus die besten herauszufiltern. Über diesen Prozess kann und will ich nichts sagen – das versteht sich von selbst. Aber zugleich kann ich die Gelegenheit, über diesen Querschnitt der (kurz)Krimiproduktion eines ganzen Jahres schreibend nachzudenken, auch nicht ganz verstreichen lassen. Weiterlesen →

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Das Gesetz der Serie

Viele Autoren könnten ein Lied vom Gesetz der Serie singen – wenn nämlich die eigene Schöpfung sich derart verselbständigt, dass Leser und Verlagsmenschen unisono „mehr davon!“ rufen, während ihr Schöpfer längst genug hat. Und wo sich die zarte Künstlerseele eingesperrt fühlt, liegt die Sehnsucht nach einem Ausbruch nahe. Dass das nicht immer gut geht, ja geradezu fatale Folgen haben kann, davon erzählt Stephen Kings Misery – und ganz gleich, ob man auf Horror steht, die Inszenierung in der Essener Box sollte man sich unbedingt anschauen. Weiterlesen →

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Schatzsucher, klassisch

Dass Shakespeare bis heute auf allen Bühnen der Welt zuhause ist, dürfte auch damit zu tun haben, dass seine Figuren so menschlich sind, dass sie über Zeit- und Kulturschranken hinweg zu berühren vermögen. Molière ist dagegen eine ganz andere Art von Klassiker: Er nimmt menschliche Schwächen und vor allem die fiesen Züge des Homos Sapiens aufs Korn, die wir alle so gern vergessen würden – aber die zu überwinden wir in den letzten paar hundert Jahren wohl kaum geschafft haben. Das zeigt so amüsant wie böse auch die Essener Inszenierung des Geizigen, die gestern Abend im Grillo Theater Premiere feierte. Weiterlesen →

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