Lohnenswerte Anstrengung

So sehr ich Elfriede Jelinek samt Wut, Beobachtungsgabe und Sprachgewalt schätze, so sehr bevorzuge ich es doch, ihre Texte auf der Bühne „serviert“ zu bekommen statt sie selbst zu lesen. Denn, bei aller Liebe, allein mit ihr auf Papier, da drohe ich mich in den Wortfluten und Satzschwärmen zu verlieren. Aber selbst, wenn sich ein Regisseur – oder ein Regieteam wie Bernd Freytag und Mark Polscher – die Mühe macht, die Textflächen auf Figuren zu verteilen, einfach wird die Sache deshalb auch nicht unbedingt. Gestern sah ich endlich ihre Inszenierung von Wolken.Heim in der Essener Casa und mein Fazit lautet: anstrengend, aber lohnenswert.

Silvia Weiskopf, Jan Pröhl und Sven Seeburg sowie Mitglieder des Chores in der Inszenierung

Silvia Weiskopf, Jan Pröhl und Sven Seeburg sowie Mitglieder des Chores in der Inszenierung „Wolken.Heim.“ von Elfriede Jelinek; Regie: Bernd Freytag und Mark Polscher (Foto: C. Kaufhold)

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Des Überlebens absurde Seite

– ist, zumindest in meinen Augen, eines der Themen, um die es in Joe R. Lansdales Edge of Dark Water geht. Angesiedelt in der Ära der Depression begleitet der Leser jugendliche Ich-Erzählerin Sue Ellen auf einer Flussreise der etwas anderen Art und lernt eine Menge über Freundschaft und Habgier, Unmenschlichkeit und Wandlungsfähigkeit des Homo Sapiens. Weiterlesen

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Vom Tanz der Dinge

Gleich vorweg: Wer Schubladen für den Kunstgenuss braucht, sich immer ganz sicher sein will, ob etwas als Performance oder Tanz, als Sprechtheater oder Poesie einzuordnen ist, der wird nicht glücklich mit Jelena Ivanovics Nicht Brennen. Wer aber Experminente liebt, in der Kunst die Erfahrung mit Neuem, Ungewohnten sucht, der ist hier goldrichtig. Vorausgesetzt, er hat das Glück, dieses Ein-Frau-Stück mit einer wirklich grandiosen Silvia Weiskopf nochmals zu erleben … Weiterlesen

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Das besondere Chaos

Die Verlosung zum Welttag des Buches zu gewinnen, war reine Glückssache. Ein Glück ganz anderer Art jedoch war die Einsendung von Paula und Co., deren Lieblingschaos zumindest für multiple Menschen so wunderschön wie bezeichnend sein dürfte: Weiterlesen

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Glückwunsch :-)

„Was ist Ihr Lieblingschaos?“ fragte ich am Welttag des Buches, um unter den Einsendungen dann den Roman Stimmengewirr zu verlosen, der u.a. diesem Blog den Namen gab. blogger2015  Aus dem Hut zog ich Anjas Namen, die ihr Lieblingschaos so beschrieb:

Das Chaos, welches entsteht, wenn ich mal wieder mein Bücherregal umsortiere und zunächst alle Bücher um mich herum verteilt liegen

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Lachen und Denken

Dass sich Extreme – auch und ganz besonders extreme Gegensätze – letztendlich berühren, ist schon fast ein Gemeinplatz. Darauf politisches Theater der intelligenten und grotesken Sorte aufzubauen, bei dem Phrasendreschereien à la Pegida auf selbige islamistischer Hassprediger trifft, braucht Mut und Geschick. Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer gelang dieses Kunststück mit der Essener Premiere von Mark Ravenhills Wir sind die Guten. SCHAUSPIEL ESSEN: Erschöpft von der hysterischen Komik, die in der eigenen wie der fremden Paranoia stecken kann: Daniel Christensen (Foto: Martin Kaufhold)
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Chaos und Stimmengewirr

Ich und die Termine … das ist ein fast so unmögliches Paar wie ich und Formulare … nachdem ich letztes Jahr die Aktion

blogger2015verpasst habe, wollte ich in diesem Jahr endlich mitmachen. Dass das auf den letzten Drücker klappt, habe ich nur den rührigen Menschen dort zu verdanken. 🙂 Und natürlich verlose ich ein Buch, ach was: das Buch, das diesem Blog und seinem Vorgänger den Namen gab: Weiterlesen

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Film am Mittwoch: Typolution

Wo mit dem Semester das Korrigieren studentischer Arbeiten wieder mehr Raum in meinem Leben beansprucht, scheint das der passende Film zur Einstimmung. Auch sehr gut geeignet für alle Rechtschreibfüchse und Zeichensetzungscracks! 😉

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Wenig erhellend

Alles ist erleuchtet von Jonathan Safran Foer war 2003 ein hochgelobter Debütroman über die Suche eines jungen amerikanischen Autor nach seinen jüdischen Wurzeln in der Ukraine. 2005 wurde das Buch verfilmt – und auch als Film mit Lob überschüttet. Ist all der Erfolg der Grund, warum der Stoff gestern in der Essener Casa Theaterpermiere feierte? 7883_9498_Allesisterleuchtet_Hupfeld_Birgit_1243a Voller Spielfreude: Nico Link als Alex (Foto: Birgit Hupfeld) Weiterlesen

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Wunderbar altmodisch

Dass ich an sich kein allzu große Fan von Whodunnits bin, ist kein Geheimnis. Dass ich gelegentlich dennoch den einen oder anderen solchen mit Genuss lese, könnte man mithin als Ausnahme von der Regel ansehen. Edmund Crispins The Case of the Gilded Fly war nicht nur eine Freude zu lesen, der Roman hat mir auch klargemacht, was mich an den meisten Rätselkrimis stört – und was es braucht, damit ich trotzdem Spaß bei der Lektüre habe. Weiterlesen

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