So sehr ich Elfriede Jelinek samt Wut, Beobachtungsgabe und Sprachgewalt schätze, so sehr bevorzuge ich es doch, ihre Texte auf der Bühne „serviert“ zu bekommen statt sie selbst zu lesen. Denn, bei aller Liebe, allein mit ihr auf Papier, da drohe ich mich in den Wortfluten und Satzschwärmen zu verlieren. Aber selbst, wenn sich ein Regisseur – oder ein Regieteam wie Bernd Freytag und Mark Polscher – die Mühe macht, die Textflächen auf Figuren zu verteilen, einfach wird die Sache deshalb auch nicht unbedingt. Gestern sah ich endlich ihre Inszenierung von Wolken.Heim in der Essener Casa und mein Fazit lautet: anstrengend, aber lohnenswert.
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