WiP: Lösch in Essen

Eigentlich hätte Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital heute Abend im Essener Grillo-Theater Premiere feiern sollen, doch weil man wegen Krankheit mit den Proben hinterherhinkte, wie Regisseur Volker Lösch vor Beginn der gestrigen Voraufführung betonte, wurde die Uraufführung dieses „Märchens von der sozialen Gerechtigkeit“ auf den 20. Februar verschoben. Work in Progress war’s also, was ich gestern sah, bestehend aus vier Grundzutaten: Mark Twains Märchen projeziert aufs heutige Essen, Löschs Laienchöre als Markenzeichen, dazu einiges an Bühnenbildaufwand und didaktisch aufbereitete Fakten. Weiterlesen

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Traumlyrik 2

Vor vier Jahren geschrieben, gestern wiedergefunden, und auch wenn ich mich erinner, wie es war, diese Texte zu schreiben, an ihnen zu arbeiten und was dahintersteckte – jetzt, in diesem Moment ist das alles ganz fern. Aber das passt, denn so geht es einem doch oft nach dem Aufwachen: noch halb im Traum gefangen, verblassen Bilder und Gefühle. Außer bei manch Albtraum, wo man genau dies wünschte, es jedoch dann viel länger dauert mit dem Verblassen und Losgelassenwerden: Weiterlesen

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Traumlyrik 1

Manchmal sucht man das eine und findet etwas ganz anderes. Bei mir sind’s heute eine gute handvoll kurzer Gedichte in einer Datei, die aus irgendeinem Grund „Traumlyrik“ heißt, obwohl REM viel passender wäre. Und da ich nicht weiß, wozu die armen Dinger gut sind und warum sie eigentlich in einer Dateischublade eingesperrt sind, werde ich sie jetzt nach und nach hier im Blog in die virtuelle Freiheit entlassen. Weiterlesen

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Verzichtbar: S.K. Tremaynes „The Ice Twins“

Wäre ich nicht stets auf der Suche nach neuer Lektüre für meine Unikurse und deshalb dauernd auf der Jagd nach tauglichen Zwillingsgeschichten, hätte mir meine Kollegin womöglich S.K. Tremaynes Thriller The Ice Twins gar nicht erst geschickt. Und obwohl es eines der ganz wenigen Bücher ist, in denen das Zwillingsthema nicht erst als Plottwist am Schluss aus dem Hut gezaubert wird – „nein, er war’s nicht, es war sein Zwillingsbruder!“ -, sondern sich durchs ganze Buch zieht, wäre das nur halb so wild gewesen.

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Frühstück mit Eichhörnchen

Den heutigen Wintermorgen genoss ich nicht allein. Denn beim Blick aus dem Fenster

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Parallelen, Pi und blinde Flecken

Schon als Kind gehörte es für mich zu den wundersamsten Fragen, wie es die Menschheit wohl hinbekommen hat, im Lauf der Geschichte Pi gleich zwei Mal zu vergessen und dann mühsam wiederentdecken zu müssen. Heute früh wurde mir klar, das geht ganz leicht, denn was man nicht nutzt, vergisst man – selbst dann, wenn’s eigentlich wesentlich für einen selbst ist. Als ob man plötzlich einen blinden Fleck entwickelt, inklusivem blinden Fleck für den blinden Fleck. Weiterlesen

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Traurigmauligwunderschön

Drei Schauspieler in Bestform, eine verwandlungsfähige Bühne, die Praktisches und Poetisches mit leichter Hand mischt und eine Inszenierung, die nur so sprüht vor Ideen: das alles und noch viel mehr gab es heute in der Premiere von „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ in der Box in Essen.

Mädchen mit großen Gefühlen; Paulina (Silvia Weiskopf) – oder vielmehr Maulina, die Prinzessin von Mauldawien (Foto: Diana Küster)
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Traurige Nachricht

Plötzlich ist die Welt ein kleines Stück leerer und obwohl wir in den letzten Jahren kaum mehr Kontakt hatten, fehlt dem Mosaik meiner, unserer Lebensgeschichte nun ein Stein: Gestern Nacht verstarb Matthias Kniesbeck, Schauspieler, Regisseur und zeitweilig auch Co-Autor und so etwas wie ein Freund oder doch wenigstens ein guter Bekannter.

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Philharmonie, experimentell

Gestern habe ich etwas für mich vollkommen Neues ausprobiert: ich besuchte allein ein Konzert in der Philharmonie. Dass der Nachmittag noch in weiterer Hinsicht eher experimentell sein würde, ahnte ich nicht. Denn um die Frage, was Jörg Widmann und das Hagen Quartett spielen würden, hatte ich mich im Vorfeld nicht gekümmert. Und so war ich vermutlich eine der ganz wenigen, die gestern nicht enttäuscht waren. Weiterlesen

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Verstörend mit Sogwirkung

Es ist mir lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dass ich das letzte Viertel einfach zuende lesen musste. Ich hätte nicht schlafen können, wäre ich Kazuo Ishiguros 2005 erschienenen Roman Never Let Me Go nicht bis zum bitteren Ende gefolgt.

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