Kann ein Buch über Trauer komisch sein? Als Roman, vor allem als amerikanischer Erfolgsroman schon, wie Jonathan Troppers Mein fast perfektes Leben vorführt. Die Geschichte von Doug, der sich weigert, Schmerz und Trauer über den Tod seiner großen Liebe Hailey loszulassen, liest sich streckenweise wie Popcorn für die Seele, macht aber überwiegend gute Laune. Weiterlesen
Todkomisch
Herbstlich(t)
Auch, wenn heute ein ausgesprochen sonniger und schöner Tag war
– es ist nicht zu leugnen, dass das Licht bereits etwas vom Herbst in sicht trägt. Weiterlesen
Ratlos
Nicht einmal ganz zwei Tage habe ich gebraucht, um Britt Reißmanns Blutopfer zu lesen, das mich jedoch ratlos zurückgelassen hat: dass der Wechsel vom Emons- zum Diana-Verlag, von Thea Engel zu Verena Sander als Ermittlerin sich so auswirken würde, hätte ich nicht gedacht. Wenn ich nur wüsste, ob das an mir und meinen Erwartungen liegt oder an dem, was ein großes Publikumsverlag der Random-House-Gruppe von einer neuen Autorin wünscht … immerhin, auf Lovelybooks lieben sie das Buch, also bin ich womöglich einfach bloß nicht das Zielpublikum?
Abschiedsstimmungen
So schön war der Sommer –
zumindest vor ein paar Wochen, als wir bei Dresden Urlaub machten. Weiterlesen
Eine runde Sache
Natürlich ist Ulrich Ritzels Beifang so kastenförmig, wie Bücher nun mal sind und auch als E-Book wird es vier Ecken haben … aber als Kriminalroman ist es definitiv eine runde Sache: Rund wie der Ring und die Kette, um die es darin (auch) geht; rund, wie sich so eine Krimihandlung nach zahlreichen Windungen und Wendungen am Ende mit ihrer so überraschenden wie schlüssigen Auflösung präsentiert und obendrein so rund, wie es nur eine ’self-begetting novel‘ (also eine Geschichte, deren Entstehung selbst Teil der Geschichte ist) sein kann. Weiterlesen
Nachurlaubsmelancholie
Ein Fenster in eine andere Zeit –
so könnte man diesen Ausblick aus der nachgebauten Taverne Carnuntums betrachten. Uns gab das 2014 Einblicke in die Römerzeit. Weiterlesen
Keine Kleinigkeit
Es geht um eine gewaltig dicke Frau, die immer dünner wird, bis sie schließlich verschwindet und ihren Mann, der immer dicker wird, während er auf ihre Rückkehr wartet. Es mutet dabei auch wie ein Krimi an, denn die Frau, nun rank, schlank und schön, begeht (vermeintlich?) Selbstmord mit einer Erdnuss – zumindest erliegt die Allergikerin in einer Version der Geschichte einem entspechenden, anaphylaktischen Schock. Daneben geht es um Variationen der Wahrheit im authentischen Fall Sam Sheppards, der die Basis der „Auf der Flucht„-Thriller à la Dr. Kimble bildet. Die Rede ist von Adam Ross‚ schwergewichtigen Debütroman Mr Peanut. Weiterlesen
Spiegelbilder
Ist die Kunst ein Spiegelbild des Lebens?
Und wenn das so ist, was sagt es dann, dass sich die Betrachterin im Hintergrund abwendet, sich also gewissermaßen weigert, ihrer Betrachterrolle gerecht zu werden? Weiterlesen
Abgesagt
Schon merkwürdig: Möchte man für eine Veranstaltung Werbung machen – z.B. für das nächste Autorentutorium, das am 13.09. im Unperfekthaus in Essen statt finden soll und dessen Anmeldefrist am 13.08. endet – fällt einem im Zweifelsfall nichts ein. Oder man erreicht womöglich niemanden mit seinen Ankündigungen, weil gerade Urlaubszeit ist oder dergleichen. Wird aber etwas abgesagt, finden sich plötzlich zahlreiche Menschen, die voll des Bedauerns sind. Wobei ich gerne zugebe, ich war überrascht und alles andere als glücklich, als ich letzte Woche erfuhr, dass Auping sich mit den Kriminellen Bettgeschichten „nicht identifizieren könne“ und deshalb die Reihe umgehend einstellte, noch bevor sie eine solche werden konnte … Weiterlesen