Mondengel

… wo ich vorhin den riesigen Mond vorm Fenster sah, musste ich an dieses mein allererstes Gemälde auf Leinwand (und damit an Hannes, für den ich es malte) denken …

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Nichts als das Leben

Manche Menschen brauchen große Themen, um sich daran abzuarbeiten – wie etwa Hemingway den Krieg und die Jagd. Andere haben einen so klaren Blick und sind solch souveräne Erzähler, ja schon Prosa-Dichter, dass ihnen das genügt, was der Rest der Menschheit schlicht „Alltag“ nennen würde, um daraus kleine, sprachliche Meisterwerke zu schaffen. Man merkt’s an meiner Begeisterung: Ich habe mal wieder einen Band mit Erzählungen von Alice Munro ausgelesen – Dear Life um genau zu sein. Weiterlesen →

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Winterpärchen

Nachdem wir gestern auf unserem Neujahrsspaziergang im Wald streckenweise die Schlittschuhe vermissten bzw. schon überlegten, ob wir vielleicht sicherer auf dem Hosenboden rutschend gewisse Eisflächen überwinden sollten, waren wir heute in der Gruga.

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Dinner for Fins

Ich gestehe, ich hatte bislang nur sehr begrenzt Berührungspunkte mit der finnischen Kultur. Abgesehen von Kaurismäkis Filmen und einem Roman von Mikael Niemi geistern  nur diverse Vorurteile auf Wolken melancholischer Musik in meinem Hirn herum. Als ich von Iiro Rantalas „A Music & Comedy Night“ im Essener Grillo-Theater hörte, wusste ich: da muss ich hin. Wer könnte schon der Mischung aus Jazz und Komik widerstehen? Weiterlesen →

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Adam und Eva

Laut Bibel sind diese beiden der Ursprung alles Menschlichen auf Erden. Allerdings verrät das Buch der Bücher sehr wenig über das, was in diesen beiden vor sich ging. Abhilfe schafft Mark Twains schmales Bändchen Die Tagebücher von Adam und Eva.  Weiterlesen →

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Bühnengesang im Schnee

Mangels systematischer Kenntnisse in Sachen Oper lande ich mehr oder minder nach dem Zufallsprinzip im Zuschauerraum des Aalto-Theaters. Dass ich Werther von Jules Massenet sehen wollte, wusste ich jedoch bereits, als ich das erste Plakat sah: Der Briefroman schlechthin als Vorlage für ein Opernlibretto? Kann das gut gehen? Und wie — vorausgesetzt, man hat die passenden Stimmen, die richtigen Musiker und womöglich noch so ein wunderbares Bühnenbild wie in Essen. WERTHER Premiere am 30.November 2013 Aalto Musiktheater Essen - Probenfoto - Noch ahnt Werther (Abdellah Lasri) nicht, dass Charlotte (Michaela Selinger) bereits vergeben ist … (Foto: Mahthias  Jung)
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Schnee von Vorgestern

Ganz schön trüb sah es aus, als der erste Schnee in diesem Winter fiel: Bis auf die Ringelblume, die tapfer durchhielt. Weiterlesen →

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Kein Ganzes

Die Girls & Boys vom Kit Kat Club sind große Klasse, ebenso die Band. Die Bühne gibt sich aufwändig als Kreuzung aus einem hochfahrbaren Zylinder, einer kreisrunden Stripbühne und einer minimalistischen Showtreppe, was gut zum erotisch-offenherzigen Flair Berlins in den Endzwanzigern des vorigen Jahrhunderts passt. Sally Bowles (Janina Sachau) hat eine gute Stimme, gewiss, und der Conferencier (Jan Pröhl) spielt und singt sich die Seele aus dem Leib. Allein … ein Ganzes aus all den Zutaten zu machen, das ist Regisseur Reinhardt Friese mit seiner Cabaret-Inszenierung in meinen Augen nicht gelungen. SCHAUSPIEL ESSEN: "Cabaret" Jan Pröhl und die Girls & Boys vom Kit Kat Club (Foto: Birgit Hupfeld)

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Vergänglichkeit

Varieté ist keine Kunst für die Ewigkeit – ein schöner Abend, geteilt mit anderen, mit Blick auf eine Bühne, auf der im Idealfall eine staunenswerte Nummer die andere ablöst. Das ist wunderbar und zugleich ein Sinnbild für Vergänglichkeit: eben applaudierten alle der Jonglage, gerade noch lachte das Publikum über den Clown, hingen  alle Blicke an der Artistin hoch oben am Seil, eins folgt aufs andere und dann Weiterlesen →

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Ein Appell

Mein Dank an Sherry für ihren Appell, so lesens- wie bedenkens- und verbreitenswert, dem ich mich gerne anschließe und der es mir ermöglicht, nicht zu schweigen bzw. vor fassungsloser Wut (über PEGIDA & Co.) wortlos zu platzen.

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