Eine Handvoll (II)

Es gibt Bücher, die lassen sich nur schwer in herkömmlichen Genregrenzen fassen. Eva FigesTales of Innocence and Experience (2003) ist so eines. In ihm geht es um Märchen, um das Verhältnis von Großeltern und Enkeln, um Familiengeheimnisse und den zweiten Weltkrieg samt Holocaust – und obwohl es ein Sachbuch ist, steckt es sprachlich voller Poesie. Weiterlesen

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Eine Handvoll (I)

Fünf Werke in je fünf Gedanken – so will ich versuchen, meinen Rückstand hier im Blog aufzuholen. Den Auftakt macht ein Klassiker: Margarete Mitscherlichs Die friedfertige Frau. Weiterlesen

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„Dies ist ein Überfall“ – Die Serie :-)

– unter diesem Motto starten wir – Mischa Bach, Arnd Federspiel und H.P. Karr – am 15. September gleich eine Serie von „Krimi-Überfällen“ im Kunsthaus Essen. Die Veranstaltungsreihe des „Krimi-Überfallkommandos“ endet am 8. Dezember mit einem großen Kollegentreffen anlässlich des alljährlichen Krimitags.

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Das Krimi-Überfallkommando von links nach rechts: H.P. Karr, Mischa Bach, Arnd Federspiel (Foto: Stephan von Knobloch)

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Wortmusik

Sie war schon immer da, so kommt es mir vor. Eine Welt ohne ihre Stimme, ohne ihre Musik, auch ohne ihre androgyne Schönheit und ihre ganz eigene poetische Sprache kenne ich praktisch nicht. Und nachdem ich es in diesem Leben schon nicht geschafft habe, Susan Sontag oder David Bowie live zu begegnen, blieb ja gar nichts anderes übrig, als die einmalige Gelegenheit ihres Auftritts in der Essener Lichtburg am 10. August mit beiden Händen zu ergreifen. Wovon ich rede? Selbstverständlich von Patti Smith und ihrem „Evening of Words and Music“. 🙂 Weiterlesen

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Ideenhebammenglücksgefühle

Manchmal geht es ganz rasch, meist jedoch dauert es länger als erhofft, bis ein Buch das Licht der (Verlags)Welt erblickt. Und manches Mal ist man obendrein ungeduldig, so dass man gar befürchtet, irgendwas könne jetzt, auf den allerletzten Metern, noch schief gehen. Doch in dem Augenblick, wo man das Buch dann frisch gedruckt tatsächlich in Händen hält, ist all das vergessen. Nicht nur als Autorin, auch als Ideenhebamme (aka Lektorin oder Coach) geht mir das so – und vorgestern war wieder so ein Glücksmoment: als ich Britt Reißmanns Scherbenkind im Briefkasten fand. 🙂

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Punktgenau

Sich in einem dicken Schmöker zu verlieren, gehört für viele Menschen zur Urlaubszeit wie Strand und Meer oder Berg und Wanderung. Doch Größe – oder eben Dicke – ist auch bei Büchern kein geeignetes Maß, wenn es um Qualität geht. Lesegenuss, der lange nachhallt, fand ich in Lydia Davis kurzen bis ultrakurzen Stories in Break It Down.       Weiterlesen

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Liebe unter Überlebenden

In einer Kritik hieß es, Atticus Lishs Perparation for the Next Life sei eine unsentimentale Liebesgeschichte. Ich finde, man könnte sogar sagen, es handelt sich bei dieser Geschichte der Liebe zweier Überlebender um eine Liebesgeschichte für Menschen, die an sich nichts fürs übliche Herzschmerzgedöhns übrig haben. Weiterlesen

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Too much happiness

Nach und nach mache ich mir selbst die Freude, mich quer durch Alice Munros erfreulich umfangreiches Werk längerer und kürzerer Erzählungen zu lesen. Vor wenigen Tagen beendete ich auf dieser „Lesereise“ den Band Too Much Happiness aus dem Jahr 2009.

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Auktorialer Leser?

Zu den schönsten Seiten des Sommers gehört es für mich, Zeit zum Lesen zu haben. Selbst für die dickeren Schwarten, die mir im Alltag, wo ich ja nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs lese, schlicht zu schwer sind. Till Raethers Treibland hat deshalb über ein Jahr bei mir im Wartestand verbracht. Gestern Nacht beendete ich die spannende, aber am Ende dann doch nicht wirklich fesselnde Lektüre ein wenig ratlos — und das obwohl oder gerade weil der Autor mich als Leserin in in eine geradezu auktoriale Position versetzt. Weiterlesen

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Randnotiz

Manche sagen, das Leben gliche einer Reise. Wenn dem so ist, was bedeutet es dann, dass mein Leben dem Schreiben über die Odyssee, die ich als Ballett in der Choreographie von Patrick Delcroix Ende Juni sah, bis jetzt im Weg stand? Nun scheint diese Uraufführung in der nächsten Spielzeit nicht mehr wiederaufgenommen zu werden, was offenbar auch heißt, es finden sich keine Pressefotos dazu mehr auf dem TUP-Server. Schade, sehr schade, denn dank hervorragender, artistisch-athletischer Tänzer war das ein ausgesprochen sehenswerter Abend – Weiterlesen

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