Verzichtbar: S.K. Tremaynes „The Ice Twins“

Wäre ich nicht stets auf der Suche nach neuer Lektüre für meine Unikurse und deshalb dauernd auf der Jagd nach tauglichen Zwillingsgeschichten, hätte mir meine Kollegin womöglich S.K. Tremaynes Thriller The Ice Twins gar nicht erst geschickt. Und obwohl es eines der ganz wenigen Bücher ist, in denen das Zwillingsthema nicht erst als Plottwist am Schluss aus dem Hut gezaubert wird – „nein, er war’s nicht, es war sein Zwillingsbruder!“ -, sondern sich durchs ganze Buch zieht, wäre das nur halb so wild gewesen.

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Frühstück mit Eichhörnchen

Den heutigen Wintermorgen genoss ich nicht allein. Denn beim Blick aus dem Fenster

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Parallelen, Pi und blinde Flecken

Schon als Kind gehörte es für mich zu den wundersamsten Fragen, wie es die Menschheit wohl hinbekommen hat, im Lauf der Geschichte Pi gleich zwei Mal zu vergessen und dann mühsam wiederentdecken zu müssen. Heute früh wurde mir klar, das geht ganz leicht, denn was man nicht nutzt, vergisst man – selbst dann, wenn’s eigentlich wesentlich für einen selbst ist. Als ob man plötzlich einen blinden Fleck entwickelt, inklusivem blinden Fleck für den blinden Fleck. Weiterlesen →

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Traurigmauligwunderschön

Drei Schauspieler in Bestform, eine verwandlungsfähige Bühne, die Praktisches und Poetisches mit leichter Hand mischt und eine Inszenierung, die nur so sprüht vor Ideen: das alles und noch viel mehr gab es heute in der Premiere von „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“ in der Box in Essen.

Mädchen mit großen Gefühlen; Paulina (Silvia Weiskopf) – oder vielmehr Maulina, die Prinzessin von Mauldawien (Foto: Diana Küster)
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Traurige Nachricht

Plötzlich ist die Welt ein kleines Stück leerer und obwohl wir in den letzten Jahren kaum mehr Kontakt hatten, fehlt dem Mosaik meiner, unserer Lebensgeschichte nun ein Stein: Gestern Nacht verstarb Matthias Kniesbeck, Schauspieler, Regisseur und zeitweilig auch Co-Autor und so etwas wie ein Freund oder doch wenigstens ein guter Bekannter.

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Philharmonie, experimentell

Gestern habe ich etwas für mich vollkommen Neues ausprobiert: ich besuchte allein ein Konzert in der Philharmonie. Dass der Nachmittag noch in weiterer Hinsicht eher experimentell sein würde, ahnte ich nicht. Denn um die Frage, was Jörg Widmann und das Hagen Quartett spielen würden, hatte ich mich im Vorfeld nicht gekümmert. Und so war ich vermutlich eine der ganz wenigen, die gestern nicht enttäuscht waren. Weiterlesen →

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Verstörend mit Sogwirkung

Es ist mir lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dass ich das letzte Viertel einfach zuende lesen musste. Ich hätte nicht schlafen können, wäre ich Kazuo Ishiguros 2005 erschienenen Roman Never Let Me Go nicht bis zum bitteren Ende gefolgt.

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Wendige Wörtergestalten

Plot Point. Breitbeinig kommt der Begriff daher, fast o-beinig, ein bisschen wie John Wayne. Fest auf dem Boden der Dramaturgie, der Drehbuchschreibschule geht und steht er. Zugleich hat das gedoppelte P auch etwas von Wassertropfen, ziemlich dicken dazu: Plot – platsch! – Point – plitsch! Erst war es so, dann wird es anders. Weiterlesen →

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Termine, Termine!

Wer mich mit dem Überfallkommando im Café Livres Mitte Januar verpasst hat, darf auf Wiederholungstaten mit neuen Texten und neuen literarischen Verbrechen hoffen, muss nach derzeitigem Planungsstand darauf jedoch mindestens auf die zweite Jahreshälfte warten. Wem das zu lang erscheint, dem seien zwei weitere Lesungen, ein Solo auf der Krimi-Couch in Essen und eine Ladies Crime Night mit meiner Beteiligung in Bottrop empfohlen, denn die gibt’s schon Anfang März.

Autorin vor Lesebühne: Mischa Bach am Krimitag 2017

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Klug beobachtet: „Equinox“ von Eva Figes

Eine Frau in einer Lebenskrise, ein Jahr lang beobachtet von Eva Figes, das ist das Thema ihres 1966 erschienen, ersten Romans „Equinox„. Stets nah dran an der Protagonistin Elizabeth Winter bleibt der Text, wechselt dabei manches Mal aus der personalen Perspektive ins Ich, gelegentlich sogar ins Du, um zwischendrin immer wieder im Bewusstseinsstrom der Londonerin zu reisen. Figes beobachtet ihre Zeitgenossen sehr genau, gelegentlich seziert sie sie gar, und dabei schreibt sie ausgesprochen poetisch, das erinnert an Virginia Woolf. Was ja schon mal ziemlich viel Gutes bedeutet. Aber geht das Ganze auch auf?

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