Schon lange hatte ich vor, mich lesend in Kazuo Ishiguros Welten zu begeben, aber irgendwas kam immer dazwischen. Was gar nicht so schlecht passt zu seinem kleinen, aber feinen Roman An Artist of the Floating World aus dem Jahr 1986. Denn sein Protagonist und Ich-Erzähler, der berühmte Maler Masuji Ono, scheint seinen Ruhestand hauptsächlich mit mäandernden Gedankenströmen zu verbringen, die ihn immer wieder zurück in die Vergangenheit ziehen. Was durchaus heikel werden kann, denn 1948, als das Buch einsetzt, ist der Zweite Weltkrieg samt Kriegsverbrechen noch unheimlich nah.

Ein Buch von schwebender Schönheit: Kazuo Ishiguros „An Artist of the Floating World“
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