Und ewig lockt das Weib …

Dass ich mich in Sachen Musik, isb. sämtlicher klassischer Varianten, als Analphabetin fühle, hab ich sicher schon mal erwähnt. Aber das muss ja nichts heißen bzw. das heißt in meinem Fall ganz sicher nicht, dass ich deshalb Ohren und Finger davon ließe. Gestern war ich also im Aalto, um mich zwei Stunden lang Alban Bergs Oper Lulu auszusetzen. Ein Experiment. Und nun dazu der höchst persönliche, äußerst subjektive und ein wenig synästhetisch eingefärbte Bericht … 
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Herztier mit Worthirn

Schon seit Stunden zieht es mich zum Blogg, allein, das Telefongeklingel hielt mich ab. Dabei ist das Ziehen an sich überraschend oder doch unzeitig – aber das mag wohl eine Nebenwirkung sein, wenn ich Herta Müller lese. Und damit mein Hirn nun wieder frei wird für meine Worte, mein Schreiben, muss ich mich eine Runde über ihr merk-würdiges Herztier verbreiten. 
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Ausgelesen

Fünf höchst unterschiedliche Autoren, fünf komplett verschiedene Bücher, vereint nur durch die Tatsache, dass ich sie kürzlich gelesen habe: Wie schreib ich da am besten drüber? Fangen wir mit meinem größten Irrtum an – monatelang hatte ich mich von Cover und Titel von Gilles Paris‚ Buch Autobiografie einer Pflaume abschrecken lassen. Und dann hat es mich überraschend gut auf der Fahrt nach Flensburg unterhalten.
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Mehr Ratte fürs Ohr

Lesung auf der Krimi-Couch verpasst? Dafür vom "Tatort NRW" Lust bekommen, mehr von Ratte & Charlie zu hören, aber keinen Nerv bis zum nächsten Lesungstermin zu warten? Kein Problem. Im Reviercast gibt’s Romanausschnitte aus der Januarlesung satt. Und hier geht’s los mit Rattes Gift
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Rattes Gift für die Ohren

"Ein Krimi, der in Ostfriesland spielt  geschrieben von einer Autorin, die aus dem Rheinland kommt und seit 20 Jahren in Essen lebt. So gesehen kommt "Tatort NRW" etwas ungewöhnlich daher. […] "Rattes Gift" heißt der neue Kriminalroman von Mischa Bach, der im Drogenmilieu spielt und mindestens so sehr Liebesgeschichte wie Krimi ist, aber Mischa Bach ist auch so sehr Schriftstellerin wie Malerin." Das und noch mehr sagt Bettina Papenfuß über Ratte & mich, und zu hören war das heute nachmittag auf WDR 2 bzw. ist es noch hier.
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Ich und sonst niemand

Ich geb’s ja zu: Besonders hoch waren meine Erwartungen an die gestrige Premiere von Henrik Ibsens Peer Gynt am Schauspiel Essen wahrlich nicht. Der Stoff gehört zu den verworrensten Geschichten, die ich kenne; Edward Griegs Musik ist dagegen melancholischer Pathos pur – ich konnte noch nie so recht verstehen, was Ibsen mir mit seiner Bearbeitung norwegischer Feenmärchen eigentlich sagen wollte. All das hat jedoch Regisseur Roger Vontobel glücklicherweise nicht tangiert. Chapeau, das muss gleich zu Anfang gesagt werden.
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Erfreulicher Presseschnipsel

Kurzkrimis sind nicht oft Gegenstand von Rezensionen, aber manchmal passiert’s eben doch: "Es muss ja auch nicht immer nur Prominenz in einer Anthologie vertreten sein. Bisweilen gibt es gerade bei den nicht so bekannten Namen erstaunliche Ergebnisse wie in "Hängen im Schacht" z.B. der äußerst subtile Kurzkrimi "Asphaltgeflüster" von Mischa Bach, der sich durch ein beeindruckendes Thema und eine große atmosphärische Dichte auszeichnet. Mehr davon wären ein ausgezeichnetes Krimi-Aushängeschild für die Europäische Kulturhauptstadt 2010 gewesen." Das schreibt Marianne Possmann in ihrer EKZ-Kritik und zaubert damit ein Katzengrinsen in mein Schnupfengesicht. 🙂
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Druckerschwarzes Glück

… und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen scheint Bloggen manchmal wie ein Stoßgebet zu wirken, denn mein Ruf "schenkt (mir) mehr Bücher" wurde prompt erhört. Zum anderen habe ich heute früh Martin Suters Der letzte Weynfeldt beendet – und dieses Buch zu lesen, das könnte glatt als eine druckerschwarze Definition vom Glück durchgehen.
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Lesefest

Ich bin kein Weihnachtsmensch. Ich mag zwar Weihnachtsbäume, die Kinder lieben – bunt, strahlend, gut riechend, aber Weihnachtslieder und alles andere, sei’s Kirche oder Konsum, Geselligkeit oder Besinnung, brauch ich nicht. Es sei denn, wir reden über Bücher unterm Weihnachtsbaum … denn in den Lieblingsweihnachtserinnerungen meiner Kindheit schleich ich morgens zum Baum, um mich drunter zu legen und zu lesen.
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Sammelsurium

Siebenundzwanzig Seiten Text, ein vielfaches davon an Notizen, und jede Menge Gedanken, die in meinem Hirn herumschwirren, vor sich hinsummen: Das ist derzeit der quantitative Stand der Dinge  bei Roman No. 4. Was nicht viel erscheinen mag und wenig sagt, denn das wesentliche scheint mir etwas ganz anderes –
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