Bildungsbürgerabstiegskarussel

Bis auf den allerletzten Platz ausverkauft war’s gestern in der Premiere von Buddenbrooks im Essener Grillo-Theater. Applaus gab’s auch. Doch was passiert eigentlich in den knapp 3 Stunden (inkl. Pause), die John von Düffels Bühnenfassung von Thomas Manns Nobelpreisroman in der Inszenierung von Christoph Roos dauert? Für mein Empfinden viel zu wenig.
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Wild Horses

Es gibt manchmal seltsame Zufälle: Vor einer ganze Weile schenkte eine Freundin mir den britischen Kinderbuchklassiker The Little White Horse von Elizabeth Goudge. Erst als die Jurylesestapel abgebaut waren und mir überdies eine Nachbarin Das Zauberpferd von Magdalen Nabb lieh, fiel es mir wieder in die Hände. Und dann haben mich beide Bücher nacheinander verzaubert …
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Herzlichen Glückwunsch :-)

Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2011 für den besten Roman, das beste Debüt und den besten Kurzkrimi sowie für den Hans-Jörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und/oder Jugendkrimi stehen fest – und weil ich nicht so recht weiß, wie man als Mitglied einer dieser Jurys "schicklich gratuliert", tu ich’s nun einfach hier: Liebe Ehrenwerte, ich freu mich mit Euch!
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Mit dem Kopf vor die Wand …

Was ein Glück, dass ich heute "nur" an bestehenden Texten herumbastelte und mich überhaupt mit jeder Menge Klein- und Detailkram beschäftigte.Hätte ich ausgerechnet heute den Wiedereinstieg ins Manuskript meines neuen Romans versucht und geschafft, ich wäre geschafft. Alle naslang stürzte mein OpenOffice ab – ob ich nun speichern oder ein Dokument laden wollte – wieder und wieder und wieder. Wirklich, wäre es um mehr gegangen als um relativ leicht rekonstruierbare Details, hätte ich entweder meinen neuen Rechner aus dem Fenster geworfen oder mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen. Wobei – das ist ein gutes Stichwort: Kennt hier jemand Marlen Haushofers Roman Die Wand?
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Unzuverlässiges

Es wiegt mit seinen 123 Seiten kaum mehr als ein dickerer Brief, aber Sébastien Japrisots Falle für Aschenbrödel hat es in sich: Klassischer Krimi trifft auf prototypischen Thriller, und am Ende bleibt man als Leser atemlos bis tief verunsichert zurück.
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Der perfekte Bruch

Im Ballett dreht sich alles um Perfektion, könnte man meinen. Dass das höchstens die halbe Miete ist, weil jede Kunst mehr als Kontrolle ihres Materials braucht, weiß (fast) jeder Tänzer. Doch was tut man mit dem schöpferischen Funken, mit dem unberechenbaren Element der Kreativität? Und was tut es mit einem Kontrollfreak aus Notwendigkeit, wenn man ihm (oder ihr) sagt: Lass dich fallen? Das ist eine Kürzestzusammenfassung des Themas von Darren Aronofskys grandiosem Kunstpsychothriller Black Swan.
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Strukturschwache Schönheit

Es ist gar nicht so, dass ich zur Zeit nur lesen würde. Aber über alles andere kann ich gerade schlecht schreiben – was auf Jurysitzungen passiert gehört genauso wenig hierher wie Beerdigungsberichte. Heute beendete ich Anne Chaplets Schrei nach Stille. Über weite Strecken hatte mich das Buch verzaubert, aber das Ende lässt mich mehr oder minder ratlos zurück: Kann es sein, dass Kriminalromanen eine Art Geburtsfehler eigen ist? 
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Nicht überzeugend

Nach all den deutschsprachigen Debüts in Sachen Kriminalroman bin ich nun lesetechnisch sozusagen im Reich zwischen den Jurys angekommen, in dem ich mir meine Lektüre vorübergehend zweckfrei wählen kann. Papierne Reisebegleitung nach Wiesbaden, wo am Wochenende die Debüt-Jury tagte, war Veronica Stallwoods Oxford Shift. 
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Sommerbuch im Winter

Normalerweise lese ich weder Spiegel- noch andere Bestseller. Das ist eine meiner Macken – wenn’s alle andern lesen, kann ich mich doch um die Bücher kümmern, die eher unentdeckt bis leicht vernachlässigt vor sich hin dümpeln. Dass ich Katharina Hagenas Der Geschmack von Apfelkernen dennoch gelesen habe, verdanke ich meiner Mutter, die sich in dieses "Sommerbuch", wie sie es nennt, regelrecht verliebt hat.
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Ohrwurm halb rosa

Dass Coppélia ein klassisches Ballett sein würde, liegt angesichts der Tatsache, dass es sich um Musik von Tschaikowsky und eine Choreografie von Roland Petit handelt, auf der Hand. Dass ich dennoch davon so manches wiedererkennen würde, hätte ich nicht gedacht. Woran man mal wieder sieht, was für eine Banause in Sachen Klassik eine Ex-Praktizierende des modernen Balletts sein kann …
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