Nicht überzeugend

Nach all den deutschsprachigen Debüts in Sachen Kriminalroman bin ich nun lesetechnisch sozusagen im Reich zwischen den Jurys angekommen, in dem ich mir meine Lektüre vorübergehend zweckfrei wählen kann. Papierne Reisebegleitung nach Wiesbaden, wo am Wochenende die Debüt-Jury tagte, war Veronica Stallwoods Oxford Shift
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Sommerbuch im Winter

Normalerweise lese ich weder Spiegel- noch andere Bestseller. Das ist eine meiner Macken – wenn’s alle andern lesen, kann ich mich doch um die Bücher kümmern, die eher unentdeckt bis leicht vernachlässigt vor sich hin dümpeln. Dass ich Katharina Hagenas Der Geschmack von Apfelkernen dennoch gelesen habe, verdanke ich meiner Mutter, die sich in dieses "Sommerbuch", wie sie es nennt, regelrecht verliebt hat.
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Ohrwurm halb rosa

Dass Coppélia ein klassisches Ballett sein würde, liegt angesichts der Tatsache, dass es sich um Musik von Tschaikowsky und eine Choreografie von Roland Petit handelt, auf der Hand. Dass ich dennoch davon so manches wiedererkennen würde, hätte ich nicht gedacht. Woran man mal wieder sieht, was für eine Banause in Sachen Klassik eine Ex-Praktizierende des modernen Balletts sein kann …
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Schmalrückig

Mag ja sein, dass es das Wort nicht gibt. Bloß – schmalbrüstig passt ja wohl kaum zu Büchern, deren einziges "anatomisches Teil" nun mal der Rücken ist. Und die Tatsache, dass dieser schmal ausfällt, ist wiederum so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit zwischen den drei Büchern, die ich in den letzten Tagen gelesen habe. Verrückterweise ist das dünnste Bändchen – Volker Brauns Tumulus – zugleich das geschwätzigste …
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Kleines Fundstück

Schon komisch, wenn man im Netz etwas sucht, und dann quasi über sich selber stolpert. Aber diese Onlinerezension zu Stimmengewirr vom August diesen Jahres ist mir völlig entgangen. Und die Webseite Traumazone kannte ich bislang auch noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ….

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Vorbei statt zuende

Freitag hab ich’s endlich mal wieder in eine Produktion in der Casa geschafft: Dort feierte Henner Kallmeyers Inszenierung von Die fetten Jahre sind vorbei nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner Premiere. Die erste Stunde macht als Komödie zwischen Klamauk und Realsatire mehr als nur Spaß. Doch der letzte Akt verläppert sich, statt ins Abgründige zu kippen. Und dann ist die Geschichte plötzlich vorbei. Einfach so, mittendrin, als sei sie ihrer selbst überdrüssig. Schade. Da wäre noch viel mehr drin gewesen. 
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Bad Hair, Good Music

Das wäre eine Formel, auf die man die Essener Inszenierung (die wenigstens teilweise aus Krefeld übernommen wurde) von "Shockheaded Peter" bringen kann. Was ja generell zum Genre ‚Junk Opera‘ passt … aber, mal ehrlich, welcher Theaterzuschauer, der Willi Haselbek & Band kennt, hätte das bezweifelt?
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Multiple Migränen

Ich denk immer wieder über neue Kategorien fürs Blogg nach: Migräne wäre ein (leidiges, unvermeidliches) Dauerthema, das eine eigene Schublade haben könnte, und für alles Multiple, also alles rund ums Thema Multiple Persönlichkeiten auch und insbesondere über den Roman „Stimmengewirr“ hinaus, könnte ich gelegentlich ebenfalls mehr Raum gebrauchen. Noch schöner (und passender) wär’s natürlich, Artikel gleich mit mehreren Schlagwörtern versehen, zu verschiedenen Kategorien zuordnen zu können. Doch das geht, wie so vieles, leider gar nicht bei blogg.de. Also gibt’s hiermit mal wieder einen Versuch, die Kategorie „Stimmengewirr“ wiederzubeleben … also benenn ich das Ding in einem ersten Schritt um:
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Von Agatha bis Zoe

Endlich. Endlich hat mir mal wer erklärt, warum ich ewig diese elenden Probleme mit der Kriminalliteratur hatte und teils noch habe: Agatha Christie ist schuld. Und Zoe Beck hat’s erklärt. Schade nur, dass das entsprechende Zeit-Spezial (ja, ich weiß auch, das ist schon letzte Woche erschienen, aber ich hab grad auch so genug Krimis zu lesen ;-)) nicht online ist …
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Spät dran

… bin nicht nur ich mit meinen Gedanken zur Premiere von „Die kleine Meerjungfrau“, denn die fand bereits am Sonntagnachmittag im Essener Grillo-Theater statt. Spät dran ist in mancher Hinsicht auch die Inszenierung, die vom teils hübschen, hauptsächlich aber extrem unpraktischen Bühnenbild (Jan Steigert) ausgebremst wird. Ewig lange Umbauten klauen dem ersten Teil so die Spannung, und ob die Kinder, für die das Stück gedacht ist, mit den teils höchst poetischen „Zwangspausenchoreografien“ etwas anfangen können, vermag ich nicht zu beurteilen …
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