Auf- und Ausgelesenes

Geht ja nicht an, dass ich mich hier nur noch über philosophische Fragen verbreite und darüber die Bücher vergesse. Vor allem, wo ich den Sommer über so manches Buch gelesen habe – wenngleich nicht jedes davon wirklich und wahrhaftig bis zur letzten Seite: Feuertaufe von Markus Stromiedel, Eine verlässliche Frau von Robert Goolrick, Aevar Örn Jósepssons Dunkle Seelen, Kathryn Fox‘ Skin and Bone, Edward St Aubyns On the Edge sowie Patricia Cornwells Book of the Dead und Louise Pennys Und die Furcht gebiert den Zorn. Ach ja, und dann war da noch Jon Ronsons The Psychopath Test

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Und die Moral …?

Was ist richtig, was falsch? Kann man das wirklich zweifelfsfrei unterscheiden – und auch noch danach handeln? Was ist mit der Vergangenheit, mit den Entscheidungen, die wir längst gefällt haben, und deren Konsequenzen, allesamt schon zu Erinnerungen geworden – ist das alles überhaupt wahr? Und wenn es das nicht ist, wie kann man dann wissen, was richtig und falsch, eben moralisch oder ethisch war oder auch nur gewesen wäre? Julian Barnes hat sich in seinem Roman The Sense of an Ending mit letzterem, Eric-Emmanuel Schmitt mit seinem Freigeist mit ersterem beschäftigt. Und ich steh mittendrin und weiß nicht wie noch was …

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Reisebegleiter

Nicht jedes Buch muss wie ein guter Freund sein – oft reicht eine einmalige, schöne oder spannende Begegnung aus. Genau das suche ich bei Reisebegleitern in Buchform: gut geschriebene Geschichten, die mich gut unterhalten, zum Nachdenken anregen, spannend sind, etc., bei denen ich aber auch weiß, ich werde sie kein zweites Mal lesen wollen. Insofern eignen sich Krimis und Thriller sehr gut als Urlaubslektüre. Zumindest theoretisch. Gestern abend sortierten sich gleich drei beim An- bis Querlesen gewissermaßen selbst aus: denn ewig grüßt der Serienkiller … und macht mich gähnen.

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Geschwister und andere Verwandte

Bücher können durchaus etwas von guten Freunden haben. Doch zu was macht das die Menschen, die einen mit diesen bekannt machen? Und was wären Geschwister in diesem Kontext? Um ersteres geht es in Das Labyrinth der Wörter von Marie-Sabine Roger. Vier Geschwister stehen dagegen im Zentrum von Anna Gavaldas Ein geschenkter Tag.

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Finito Finale :-)

Endlich – ich bin fertig. Zwar "nur" mit der ganz rohen Rohfassung, was den Schluss des neuen Romans angeht, aber immerhin. Ich hab das Finale von No. 4 erreicht. Und das fühlt sich richtig gut an, auch wenn es zugleich heißt: Jetzt geht’s erst recht ans Eingemachte, nämlich beim Überarbeiten. 🙂
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Absurdistan formvollendet

Kann man ein Werk von Büchner, der beinahe so wortgewaltig wie Kleist und obendrein zumeist noch gedankenlastiger ist, tanzen? Oder: Wie lässt sich absurdes Theater choreographisch-musikalisch umsetzen? Christian Spuck hat sich nicht lang mit Fragen aufgehalten sondern losgelegt und kleine Wunder bewirkt. Wie schön, dass das Aalto sein Ballett Leonce & Lena wiederaufgenommen hat.
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Kurzweiliges vor und nach dem Tod

Die Nachlesen mögen längst überfällig sein, aber mit meinem bräsigen Erkältungshirn (super, das ist schon der dritte Schnupfenvirenüberfall auf mein Körperteil in diesem Jahr) wird das nichts. Da halte ich mich doch lieber an die beiden im besten Sinne kurzweiligen Bücher, die ich zuletzt las: Heidegger and a Hippo Walk Through Those Pearly Gates von Thomas Cathcart & Daniel Klein sowie Arnd Federspiels Lotz und das Wasser des Todes.
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Paul Austers Schatten

Tut mir ja leid fürs Blogg, aber in den letzten Wochen und Monaten hatte ich wörtlich wie metaphorisch alle Händen voll zu tun mit meinem neuen Roman, zwei Stückentwürfen und dem Rest des Lebens. Und leider, leider wird sich da bis zum Urlaub nicht wirklich grundlegendes dran ändern, denn nun bin ich mit meiner No. 4 im Showdown angelangt, und wer würde da aufhören wollen? Ebent.
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Oooops

Kreisch. Da schaffe ich es nach fast einem Monat Funkstille im Blogg endlich mal wieder, etwas zu schreiben, und dann verschwindet der ganze Eintrag einfach wegen irgendeines technischen Defekts im Orkus! Hat da jemand was gegen meine dank Gebärdendolmetschern revidierte Ansichten zur Essener Inszenierung von Ingrid Lausunds Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner?
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1:3

Nein, das ist nicht das Ergebnis des diesjährigen Spiels des FC Criminale (der verlor im Hochsauerlandkreis mit respektablen 2:4). Das ist vielmehr die Wertung meiner Reiselektüre: Andreas Altmann, Simone Buchholz, Jeffery Deaver und Reginald Hill begleiteten mich ins Vogtland und ins Hochsauerland, doch während ein Buch in der Pension und ein weiteres auf der Zugstrecke blieb, gab ich das dritte erleichtert seiner eigentlichen Besitzerin zurück und behielt gerade mal eines.
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