Wie war es denn nun, das erste Mal Spoken Word am Wasserturm am letzten Donnerstag? Gestern in der Sauna kam ich nicht zum Schreiben (wäre ja auch seltsam, dort mit dem Tablet aufzuschlagen, und erlaubt ist es eh nicht ;-)) und befangen bin ich als Mitinitiatorin, -moderatorin und -lesende obendrein. Dennoch hoffe ich, ich kriege mit zwei Tagen Abstand etwas Vernünftiges dazu zusammen …
WeiterlesenAusgesprochen
Ver(b)lassen?
Als ich heute den Kalender umblätterte und van Goghs „Mandelblüten“ erblickte, dachte ich, dass Kunst und Demokratie mehr gemeinsam haben, als man denken mag: Es genügt nicht, sie einmal zu erschaffen, man muss sich um sie kümmern, wenn man sie erhalten will.

Informiert Euch. Engagiert Euch. Geht auf alle Fälle am 23. Februar 2025 wählen – und gebt Eure Stimme einer Partei, die für die Demokratie einsteht und nicht mit Antidemokraten zusammenarbeitet.
Die Poesie der Stadt
So lautet das Motto beim „Spoken Word am Wasserturm“ übermorgen, Donnerstag, 30. Januar 2025. Ab 18:30 ist Einlass im Stadtteilladen in der Wörthstr. 21 im Essener Südviertel , die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Euch (und, ja, ich moderiere nicht nur zusammen mit Christina Czeschik, wir lesen beide auch) – und wer beim nächsten Mal mitlesen will, meldet sich unter spoken.word.wasserturm@posteo.de

Frühlingserwarten
Ja, ich weiß, es ist gerade mal Ende Januar, und wir befinden uns erst eben so an dem Punkt, wo nach Weihnachtszeit und Jahreswechsel nicht mehr jedem Gruß Neujahswünsche beigefügt werden. Doch wo die Vögel draußen mit ihrem Gesang den Eindruck erwecken, sie wollten den Frühling herbeilocken, konnte ich nach unserem Spaziergang gar nicht anders, als mich daran zu machen, die ersten Tomaten & Co. auszusäen:


Kunstfundstück
Wenn Impressionismus auf Realismus trifft, dabei das Licht den Raum öffnet und Farbe die Welt verwandelt, kann selbst Alltägliches zu großer, berührender Kunst werden – wie auf dem Gemälde „Nähende Frau“ (1890) der norwegischen Malerin Harriet Backer ( 1845-1932):

Lesungsnotiz: Hefter bei Proust
Dass ich Martina Hefters „Hey, guten Morgen, wie geht es dir?“ lesen will, weiß ich, seit ich letzten Herbst einen Auszug daraus im Börsenvereinbüchlein mit den Nominierten für den Deutschen Buchpreis las, den sie kurz darauf bekam. Am Samstag war ihre Lesung die Eröffnungsveranstaltung im neuen Proust hier in Essen und ich war dabei.
WeiterlesenNebelspaziergang
Sonne sahen wir an diesem Sonntag nicht, dafür begegneten wir im frostigen Nebel eigentümlichen Wesen und entdeckten verborgene Schönheiten, wie diese weiß-schwarzen Objekten zwischen Stauden in der Gruga.

Einmal gelesen: A Book of Days
Es gibt Bücher, bei denen man beim ersten Lesen schon weiß, man wird sie ein zweites Mal lesen, um noch tiefer in sie einzutauchen. Und es gibt „A Book of Days“ von Patti Smith (2022 bei Bloomsbury erschienen), das man im Bewusstsein liest, dass das erste Mal hier nichts als die Vorbereitung auf ein sehr viel längeres Lesen, ja womöglich so etwas wie ein Leben mit diesem Buch sein wird. Doch der Reihe nach …

Proust: Notizen zum Fest
Zweiter Versuch: Wie war das Abschiedsfest von Proust denn nun? Wer von der langen, illustren Liste der Auftretenden ist mir besonders im Gedächtnis geblieben? Und wie fühlt sich das Ganze jetzt, zwei Tage danach und zwei Tage vor der Lesung zum Auftakt des neuen Proust nun an?
WeiterlesenAbschied von Proust
oder: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne
Gestern feierten über 1000 Bücherbegeisterte in der Essener Lichtburg das Ende einer Ära, denn Beate Scherzer und Peter Kolling verabschiedeten sich von ihrer wunderbaren Buchhandlung Proust Wörter + Töne nach langer, banger, aber letztlich erfolgreicher Nachfolgesuche in den bislang aufgeschobenen Ruhestand. Stimmt alles, aber so kann ich doch nicht über meine Lieblingsbuchhandlung schreiben und auch nicht über das Abschiedsfest.
