Ausgelesen: Bordlektüre

Drei Bücher hatte ich mit nach Norwegen genommen, geschrieben habe ich bisher jedoch erst über „Heilung“ von Timon Karl Kaleyta, das ich an Bord der MS Richard With zurückließ. Wie aber war die Reise mit „Show Them a Good Time“ von Nicole Flattery und „Evening in Paradise“ von Lucia Berlin?

Die Taschenbuchausgaben von Nicole Flatterys "Show them a good time" und Lucia Berlins "Evening in Berlin"
Zwei von drei, die mit an Bord waren: Lucia Berlin „Evening in Paradise“ und Nicole Flattery „Show Them a Good Time“
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Workshoplesung „Nature Writing“

Wie, Workshoplesung? Macht man nicht sonst entweder einen Workshop oder eine Lesung? Mag sein, aber bei der Lesung am Montag, den 28.10.24 in der Stadtteilbibliothek in Essen-Frohnhausen geht es um Texte, die beim Nature Writing 3 in der Gruga entstanden oder davon inspiriert sind – und alle an Literatur & Natur interessierten Menschen sind herzlich eingeladen:

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Abschiedsmelancholie

Der letzte Tag unserer Reise beginnt sehr früh. Bereits um 6 Uhr 30 erreichen wir Trondheim, ungefähr um die Zeit, als wir aufstehen, uns fertig machen, die letzten Dinge einpacken – und feststellen, ein kleines, schnelles Frühstück geht sich noch aus.

Wer würden einen solchen Ausblick nicht vermissen?
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Der letzte ganze Tag auf See

An Tag 10 unserer Reise überqueren wir erneut den Polarkreis und verpassen die frühe Zeremonie auf Deck 7, weil wir derweil drinnen in Ruhe frühstücken. Anschließend steht das tägliche Treffen mit dem Küstenerlebnisteam zur Abwechslung mal am Vormittag statt am Nachmittag an.

Endlos weit scheint der Himmel überm Meer …
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Zwischen Vesteralen und Lofoten

Tag zehn unserer Reise mit den Hurtigruten ist womöglich der mit den meisten Höhepunkten. Er beginnt mit einem Interessenpunkt an Deck. Wir durchfahren Risøyrenn, die künstlich auf 6 Meter vertiefte Risøy-Rinne, dank der die Vesteralen seit 1922 auch von größeren Schiffen direkt angelaufen werden können. Rund 40 Jahre hatte sich Hurtigrutengründer Richard With dafür eingesetzt und es wird deutlich, dass die Postschiffe in gewisser Weise für Norwegen eine ähnliche Rolle spielten wie der Bau der Eisenbahn für das Zusammenwachsen Kanadas.

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Norwegische Energie

Norwegen ist nicht nur berühmt für seine Fjorde und Berge, es ist obendrein ein wichtiger Energieerzeuger in Europa. Und so ist der heutige Interessenpunkt keine Idylle und nichts Historisches, sondern die große LNG-Anlage vor Hammerfest – nicht schön, aber nützlich, so könnte man es vielleicht zusammenfassen, obwohl die orangefarbenen Tanker, mit denen das Flüssiggas zu seinen Abnehmern transportiert wird, mich an überdimensioniertes Spielzeug denken lassen.

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Grenzen und Winken

An Tag 7 erreichen wir mit Kirkenes den östlichsten Punkt der Seereise und zugleich den Wendepunkt. Von nun an heißt es „hinunter in den Süden“ für die MS Richard With. Aber wir steigen in Kirkenes erst einmal in einen Bus, um zur norwegisch-russischen Grenze zu fahren.

Die beiden Grenzpfosten, die allerdings in Kirkenes beim Grenzkommissariat und nicht an der eigentlichen Grenze stehen
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Am Nordkap

Nach dem Frühstück liefen wir in Honingsvåg ein, um von dort mit einem Reisebus zum Nordkap zu fahren. Unsere Reiseführerin, eine Thailänderin, die lange in Berlin gelebt hatte, bevor sie nach Norwegen auswanderte, war mit ihrem trockenen Humor dabei ebenso ein Hauptgewinn wie das Wetter: 18 Grad und Sonnenschein pur, dafür bräuchte man schon sechs Richtige mit Zusatzzahl, meinte sie.

So freundlich wird man in Honingsvåg am Hafen begrüßt
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Tromsø, Hauptstadt der Arktis

Tag fünf beginnt mit guten Aussichten – für uns, weil wir für den Vormittag einen Platz bei der Brückenbesichtigung ergattert haben und für unsere mitreisenden Kuschels. Diesmal hat das Housekeeping ihnen den besten Platz in unserer Kabine verschafft, und die vier scheinen das richtig zu genießen:

Tiger Max, Bärchen Fritz und die beiden Löwen Mini und Leonidas genießen die Aussicht
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Wikinger in der Arktis

Kurz vor acht Uhr überquerten wir am vierten Tag den Polarkreis, was uns eine entsprechende Durchsage und der Blick aus dem Fenster der Kabine verrieten. Sonst änderte sich erstmal wenig. Das Wetter blieb, wie es war. Morgens war es bewölkt und windig, aber weit weniger kühl als gedacht.

Die Weltkugel als Markierung des Polarkreises
Die Markierung des Polarkreises gesehen durchs Kabinenfenster
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