Gar nicht blauäugig

… ist Brigitte Pons an ihren Kriminalroman Celeste bedeutet Himmelblau herangegangen: ein attraktiver, neuer Ermittler, die Idylle des Odenwalds samt (zunächst) engstirniger Dorfbewohner und ein Handlungsbogen, der sich von einem Einsiedelhof am Waldrand bis zur Colonia Dignidad am andern Welt spannt. Sekten, Indoktrination, Mord- und Totschlag, dazu Nachrichtendienste und die Politik, all das hat bei ihr Platz auf 340 Seiten.

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Eigenartig …

… auch, wenn es ja immer wieder heißt, man solle nichts auf Statistiken geben, die man nicht selbst gefälscht hat: Es fühlt sich eigenartig an, dass ausgerechnet am Tag nach dem „Dunklen Fundstück“ so gar keiner den Weg ins Stimmengewirr findet. 🙁 Weiterlesen

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Dunkles Fundstück

Manchmal findet man Dinge wieder, die man gar nicht suchte, während andere gesuchte Sachen verborgen bleiben. Das Gedicht – wenn es denn eins ist – ist ein dunkles, nicht für jedermann, und sicher nichts, was ich erklären werde. Aber irgendeinen Ort braucht es wohl, damit es nicht wieder verloren geht … Weiterlesen

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Erster :-)

Fast hätte ich sie übersehen   obwohl sie einen doch förmlich anspringt. Weiterlesen

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Ted Chiang: Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

Als Mensch, der die Literatur als Sprachkunst liebt und Science Fiction zu schätzen weiß, ist man Enttäuschungen gewohnt. Wie oft schon las ich hochgelobte SF-Literatur und dachte enttäuscht, „was für eine schöne Idee – aber warum hat der Autor sie niemand erzählt, der tatsächlich schreiben kann?!“ Vielleicht verderben die Klassiker wie Asimov, Lem, LeGuin & Doris Lessing & Co. den Lesergeschmack, vielleicht haben sie auch die Latte zu hochgelegt, das Feld zu weit gesteckt? Solche Fragen stellte ich mir bisher. Bis ich endlich Ted Chiang begegnete und seinen bei Golkonda erschienen, nur allzu schmalen Erzählband Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes las. Weiterlesen

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Der Winterbaum

Wie schön, dass manches auch in dieser Zeit, wo ‚alles‘ nur einen Klick entfernt zu sein scheint, nicht immer zur Verfügung steht. Schuberts Liederzyklus „Die Winterreise“ kann man jedenfalls live nur zwischen November und Februar genießen. Meine 2002 dazu entstandene Kurzgeschichte „Der Lindenbaum“  dagegen … nun, den Anfang derselben können Sie hier jederzeit nachlesen: Weiterlesen

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Ohne Strom

Es ist grau und wattig im Kopf, seltsame Dinge geschehen, und im Hintergrund läuft die Titelmusik von House of Cards. Ziemlich nervig – bis dieses Geklingel mitten hinein fährt, die Traumschleier zerreißt und ich, die Augen aufsperrend begreife: Das ist die Türklingel und ich liege im Bett. Noch, denn das Geklingel hört nicht auf. Ich springe auf, nehme die Ohrstöpsel raus (was soll man machen, wenn die Liebe des Lebens nun mal schnarcht …), stürze zur Tür. Auf dem kurzen Weg dorthin ein Blick auf die Uhr – es ist nicht mal neun Uhr, so früh kam der Paketbote schon lange nicht mehr. Überhaupt – wir hatten doch gar nichts bestellt und für neue Jury-Bücher ist es noch viel zu früh im Jahr. Weiterlesen

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Galgenhumor und Freiheit

Das klingt vielleicht pathetisch. Oder komisch. Was der Sache näher käme … also, wie komme ich darauf, dass Galgenhumor überlebenswichtig ist und was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun? Weiterlesen

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Wir sind Charlie!

Weil Humor überlebenswichtig ist. Und die Meinungsfreiheit sowieso.

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Die Achtziger und der Krimi

Vor einigen Tagen beendete ich mal wieder einen Ian RankinSaints of the Shadow Bible. Er vereint die Rebus- und die Fox-Reihe auf gekonnte Weise, hat einen gewohnt gut konstruierten, spannend erzählten Plot und bringt viel von dem mit, was ich Rankins spezifisch schottische Atmosphäre nennen würde. Kurzum, er las sich gut und gefiel mir. Auffällig fand ich jedoch, wie sehr darin immer wieder betont wurde, wie viel sich bei der Polizei seit den Achtziger Jahren verändert habe, und prompt fragte ich mich, ist John Rebus so etwas wie der Letzte Bulle Edinburghs? Weiterlesen

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