Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Susanne Kliems Thriller Die Beschützerin entwickelt beim Lesen durchaus einen starken Sog. Was ich jedoch sehr viel schwieriger zu beantworten finde, ist die Frage, was genau an diesem Buch die Spannung ausmacht. Weiterlesen
Spannender Sog
Frühlingsanfang
Pünktlich zum Frühlingsanfang und der Sonnenfinsternis versank die Stadt im Nebel. Wie gut, dass wir noch vom Wochenanfang ein paar Frühlingsfotos in petto haben.
Weiterlesen
Auktoriale Langeweile
Rumms, krach. Mein Mann blickte erschrocken hinter seinem Schreibtisch auf und sah mich fragend an.
„Nichts weiter“, sagte ich. „Nur ein wirklich beschissenes Buch.“ Das einzig spannende daran war die Frage, wieso um alles in der Welt ich es auf mich genommen hatte, den über 500seitigen Schinken bis zur Mitte immerhin querzulesen. Allein mit der Tatsache, dass sich der Titel Der dritte Zwilling verdammt danach anhörte, als könnte ich es für mein geplantes Zwillingsseminar gebrauchen, war das kaum zu begründen. Vielmehr dämmerte mir jetzt, warum ich nach Ken Folletts Die Nadel nur noch Die Säulen der Erde gelesen hatte. Diese hatte ich als mitreißend und spannend in Erinnerung. Die Zwillingsstory dagegen war nichts als langweilig. Weiterlesen
Im Nebel der Zeit
Wenn ich hier schon auf das Erscheinen von Arnds und meinem ersten gemeinsamen Kurzkrimi hinweise, ist es nur angemessen, sogleich eine Leseprobe aus selbiger hinterher zu schieben … voilà:
Der Unhold von Rungholt Weiterlesen
Nicht nur für Nordlichter
Endlich ist es soweit und es ist gleich eine doppelte Premiere: „Wellengang und Wattenmorde“ erschien soeben und enthält den ersten Kurzkrimi, den Arnd Federspiel und ich gemeinsam verfassten. Damit nicht genug, ist es doch zugleich unser erster gleich doppelt historischer Krimi – „Der Unhold von Rungholt“ erzählt die Geschichte eines britischen Piloten, der im zweiten Weltkrieg über der Nordsee abstürzt und eine unvermutete Begegnung mit dem Mittelalter hat …
Migränenebenwirkungen
Nein, ich meine damit weder die Übelkeit noch die Lichtempfindlichkeit, die so viele Menschen (auch solche ohne eigene Migränerfahrungen) damit verbinden mögen. Sondern ein angeschlagenes Ellbogengelenk und, ganz akut, einen knöchernen Kapselabriss am linken Sprunggelenk. Denn wenn man eine Migräne mit sogenannter „komplexer Aura“ hat, dann erlebt man immer mal wieder unliebsame Überraschungen. Weiterlesen
Zwei mal Zwei
Sind Zwillinge unheimlich – vor allem für jene, die kein solches, menschliches Spiegelbild haben? Ein äußerst beliebtes Motiv in der „Zwillingsliteratur“ scheint die Aufteilung in guter Zwilling/böser Zwilling zu sein. Ob das dem geheimen Wunsch geschuldet ist, dass Zwillinge sich doch nicht gleichen mögen wie ein Ei dem anderen oder mit dem zusammenhängt, was sich hinter den Spiegeln, den Doppelgängern und ähnlichen „Gruselmotiven“ verbirgt? Schade, dass ich Agatha Christie nicht mehr fragen kann, was sie sich bei der Konstruktion der Zwillingsschwestern in Elefanten vergessen nicht dachte. Weiterlesen
Vom Verstummen
Heraklit wird die Aussage zugeschrieben, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei. Georg Büchner lässt seinen Titelhelden in Dantons Tod feststellen, dass die Revolution ihre eigenen Kinder frisst. Betrachtet man Wajdi Mouawads Verbrennungen in der Essener Inszenierung von Martin Schulze, steht diesen Dreiklang ergänzend die Frage im Raum, ob die Gewalt sich selbst gebiert – bzw. ob es dennoch möglich ist, dass sie eines Tages Verzeihen aus sich heraus erschaffen kann. Weiterlesen
Zitat am Freitag: Jekyll über die Liebe zum Garten
Wo es doch wirklich langsam Zeit wird, dass der Frühling wieder Einzug hält …
Drei Mal Zwei
Was haben Nicci Frenchs Tuesday’s Gone, Jean-Christophe Grangés Die purpurnen Flüsse und Camarin Graes Seelenraub gemeinsam – und zwar über die Tatsache hinaus, dass es sich bei allen drei Werken um Krimis bzw. Thriller handelt? Etwas doppeltes: in jedem dieser Bücher geht es um Zwillinge … Weiterlesen