Ein wenig absurd ist es ja schon: erst feiern rund um den Globus Millionen Menschen mit Blick auf die Uhr das Ende des alten Jahres, um dann den Beginn des neuen solchen mit Feuerwerk zu feiern. Alles starrt in den Himmel – okay, alle bis auf diejenigen, die Raketen & Co. in die Höhe schießen. Was derweil unten auf Erden, also auf den Straßen und Plätzen geschieht, findet dagegen wenig Beachtung. Man feiert und feuert, trinkt und tanzt. Oder man schaut vom Fenster aus dem Treiben zu, so wie wir Dachbewohner, und stößt auf dem Balkon miteinander an. Dann ein letztes Bleigießen (jedenfalls wenn es nach den neuen Gesetzen in der EU geht), und irgendwann endet auch so eine Silvesternacht im Bett.
Doch wenn man am nächsten Tag hinaustritt auf die Straße, sind vom Sekt nur noch Plastikbecher und Glassplitter übrig und von der bunten Pracht des Feuerwerks ist nur noch Müll und Dreck geblieben. Und allzu viele von denen, die in der Nacht zuvor ausgelassen und für alle weithin sicht- und hörbar feierten, geben nun vor, nie dagewesen zu sein. Oder wie sonst soll man es deuten, wenn jemand das Neue Jahr damit beginnt, den Dreck, den er im alten Jahr vor der Tür seiner Nachbarn erzeugte, einfach liegen lässt? Verantwortungsvergesslichkeit? Partyamnesie? Oder schlicht und ergreifend allgemeine Arschigkeit?
Was immer es auch ist – ich wünsche allen, die hier lesen, einen saubern Start ins Neue Jahr gehabt zu haben und alles erdenklich Gute für die kommenden 12 Monate. 🙂