Blauäugig?

Ich hab’s angekündigt, sozusagen versprochen, also muss es sein: Hier kommen endlich meine Gedanken zu Monika Feths Jugendbuch Das Blaue Mädchen.
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Spätlese

Wunderbar, kein Kritiker zu sein. So kann ich Bücher dann lesen, wann ich möchte, und bin nicht drauf angewiesen, ständig den neuesten Neuerscheinungen hinterherzuchecheln. Ruth Rendells "The Keys to the Street" erschien bereits 1996.
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Einsames Schreiben im Block(ade)haus

Wissenschaftliche Bücher können es in sich haben. Gut, viele Texte dieser Sorte sind für mein Empfinden voller Redundanzen, dafür ohne Verve, ohne Sinn für Spannung (langweilen sollte Wissenschaft wohl kaum, oder?) und vor allem ohne klare Prioritäten. Da wird gern jedes noch so irrelevante, aber erforschte oder gerade mal angelesene Detail breitgewalzt und ich krieg einen Lesekrampf. Dass es auch anders geht, beweist in mehr als einer Hinsicht Gisbert Keselings "Die Einsamkeit des Schreibers".
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Weltenbummler

Zum schreiben begeben wir uns im Kopf eine andere Welt. So hat es eine Freundin und Kollegin beschrieben. Und wir wählen respektive erschaffen diese Welt nicht zuletzt nach unseren Bedürfnissen und Wünschen, aber auch nach Ängsten und Befürchtungen – und nach dem, was (zu) uns passt.
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Hinkend

Spanische Inquisition und modernen Überwachungsstaat in eins zu setzen, das kann man machen. Und wenn man das macht, mag die leere Bühne zu recht von der über ihr hängenden, riesigen, senkrechten Fläche, die mal Spiegel, mal durchsichtiger Schleier, meist aber Videoleinwand ist, beherrscht werden. Genauso, wie sowohl Alba (Siegfried Gressl) als auch (gegen Ende) König Philipp (Andreas Grothgar) und sein Großinquisitor (Werner Strenger) hinken dürfen. Aber – muss das wirklich sein? Und was bringt es?
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Wie eine Schneeflocke

So zart wie eine Schneeflocke, so zerbrechlich wie ein Eiskristall, so kleinteilig auch kommt Verena Liebers Roman Das Schattenmädchen über weite Strecken daher. Doch auch wirklich gekonnter Umgang mit Sprache ist nicht alles, was es für einen guten Roman braucht. Schon gar nicht, wenn’s um ein so heikles Thema wie Multiple Persönlichkeiten geht.
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Grauschleier

Es gibt Tage, da wünsch ich mir, ich hätt einen ganz normalen Job und ein ganz normales Leben dazu. Eins, wo man jeden Arbeitstag zur selben Zeit aufsteht, wo man weiß, wann Feierabend ist und was am Monatsende auf dem Konto ist. Tage, an denen sich ein Grauschleier aufs Dasein senkt, sind das …
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Sonntagsblues

Die erhoffte (Wieder)"Erleuchtung" für mein nächstes Exposé (für ein Theaterstück) stellte sich beim Spaziergang durch den herbstlichen Wald heute nicht ein. Also verbrachte ich den Rest des Sonntages mal auf dem Sofa, mal in der Wanne, aber allemal lesend mit Kate Atkinsons Liebesdienste … 
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MO

MO – so nannte Friedrich Glauser das Morphium, das ihn ein Leben lang nicht losließ, wie auch seine literarische Sucht-Beichte. MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser, so heißt das bei Frank Göhre. Was wiederum ein Buch geworden ist, dass mich zumindest nicht so schnell losließ …
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Argh! Grmpf!

Ich hasse Exposés. Nein, halt,das stimmt so nicht. Filmexposés kann ich im Schlaf schreiben, wenn’s denn sein muss, und im Wachzustand sind dann auch Entwürfe für die Bühne kein existenzielles Problem. Aber Romanexposés sind ein Graus. Ganz besonders solche, die man von mir haben will, bevor’s den Roman gibt ..
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