Wuschig

Zurück von Lesung No. 3 stell ich als erstes fest: Ich bin wuschig und Lampenfiebernebenwirkungen sind ein Grund, erstmal kein Blut spenden zu dürfen. Ein bisschen absurd ist das schon, denn wäre ich wegen der Reiserei und eben dem Lampenfieber nicht wuschig gewesen, wäre ich heute kaum vor der Blutspendestation gelandet … weniger zufällig erscheint es mir, dass ich mich in den letzten Tagen immer mal wieder mit Drogenpolitik (oder was man so nennt) und verwandten Themen beschäftigt hab. Kennen Sie JES?
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Schauspiel mit Schnitzel

Ein Schnitzel, genauer: ein Schnitzel Wiener Art, ist ein Standard der österreichischen Küche, der in keinem Wirtshaus gleich welcher Güte fehlen darf. Ein Schnitzel, das kann eine panierte Schuhsohle, ein gigantomaner Fleischlappen oder auch eine Delikatesse sein. Ähnliches gilt für die Schauspielkunst. Die kann auch so ziemlich alles sein. Was gestern abend die Premiere von Indien (Dorfer/Hader) zu einer Gourmetveranstaltung der Extraklasse macht.
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Oh.

Zeitgleich zu meinem gestrigen (Nichtmehr)Warten im Blogg kam mit Silkes Kommentar die ersehnte erste Rückmeldung zu Rattes Gift (danke dafür!). Jetzt, am Abende eines Tages, der montagstypisch ganz anders als geplant verlief, finde ich eine wunderbare Mail zu Der Tod ist ein langer. trüber Fluss vor, die mich beinahe sprachlos macht vor Freude. Wie gut, dass ich mir bereits zuvor vorgenommen hatte, etwas zu Alan Bennetts Die souveräne Leserin zu schreiben. 😉
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Welten erzählen

Die letzten Tage habe ich viel zu viel Zeit mit Warten verbracht – hauptsächlich darauf, dass der nervtötende und weitgehend behandlungsresistente Spannungskopfschmerz verschwindet, aber auch darauf, ob nicht vielleicht doch irgendwo irgendwie viel zu früh aber dennoch aus meiner Sicht endlich mal was zu Rattes Gift zu lesen sein wird. Jetzt reicht’s – der Kopf ist wieder halbwegs klar, da kann ich dann auch mal wieder was vernünftiges schreiben oder doch wenigstens meine Ansichten zu Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt in den Computer hacken.
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Wiedererkennungseffekte

Lesungen mit Ausstellungen zu verbinden, hat aus meiner Sicht diverse Vorteile. Neben dem beschäftigungstherapeutischen Ansatz – wer eine Ausstellung hängt, hat keine Zeit für Lampenfieber – und dem ästhetischen Aspekt (nicht jeder Lesungsort ist an sich schön … oder nur passend) ergibt sich aus den Bildern obendrein noch zusätzlicher Gesprächsstoff für die Frage- und Diskussionsrunde nach der Lesung selbst.

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Auf die letzte Sekunde

So solle ich eines Tages meine Autobiographie nennen, wenn ich sie denn schriebe, meinte mein Herzallerliebster, als am vorgestrigen Freitag der Postmann einmal klingelte – und eine knappe Stunde vor Abfahrt zur Premierenlesung in Westrhauderfehn meinen neuen Roman Rattes Gift brachte.
  Und da hatte ich mich längst drauf eingerichtet, ich müsse aus den Druckfahnen lesen…
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Mloggen

Man könnte fast meinen, ich wäre dabei zum "Mlogger" zu werden … aber mein seltsames nurmehr-mittwochs-bloggen wird sich auch wieder ändern. Sofern ich das Lampenfieber angesichts der Premierenlesung von Rattes Gift in Westrhauderfehn überlebe und mich nicht völlig unmöglich mache, wenn ich dann in aller Öffentlichkeit zum ersten Mal das neue Buch in Händen halten werde …
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Papierkram oder Nomen est Omen

Elizabeth und ihr Garten von Elizabeth von Arnim – les ich so etwas auf einem Buchcover, dann weckt das gewisse Assoziationen, dann erwarte ich unspektakuläre, womöglich leicht nostalgische, aber genaue Beobachtungen einer ironiebegabten Frau Anfang des 20. Jahrhunderts. Was aber sollen mir Titel wie Sebastian Fitzeks Der Seelenbrecher und Alcia Gimènez-Bartletts Tote aus Papier sagen? Man sollte aufpassen, was auf dem Cover landet, denn ein Titel, und sei es nur der der deutschen Übersetzung, könnte sich als böses Omen erweisen …
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Nachrichten aus dem Zwischenreich

Während Rattes Gift in der Druckerei und damit für mich im unglaublichen Reich des Dazwischen ist, taste ich mich durch eine Geschichte im Werden: Ob es ein gutes Omen ist, dass ich am Montag auf der Suche nach den realen Orten hinter der Anfangsszene in meinem Hinterkopf so intensiv durch die sonnenbeschienenen Weinberge zwischen Niederwalddenkmal und Rüdesheim lief, dass mich anschließend prompt eine Migräne aus der Bahn warf?
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Zeitreisen und Zeitfresser

Dass schon wieder (fast) eineWoche ohne Blogg-Aktivitäten meinerseits verging, ist zum allergrößten Teil den Vorbereitungen für mein Uni-Seminar geschuldet. Und dass all die Mühe heute nur bedingt Früchte trugen, weil der Referent des ersten Vortrags nicht erschien, steht auf einem anderen Blatt. Zeitfresser gibt es nur allzu viele. Zeitreisen à la Rebecca Gablés Der König der purpurnen Stadt dagegen nur sehr wenige.
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