Reise- und andere Lektüren

Reisen bildet. Lesen auch. Und wo für mich Bücher Reisen in fremde Welten bedeuten, ich aber niemals ohne ein Buch (oder zwei oder drei oder …) zu einer Reise aufbrechen würde, wird es Zeit, den Kanada-Bericht für einen Kanada-Lesebericht plus meinen Eindruck von Mariella Mehrs Steinzeit zu unterbrechen.
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Schafe und andere Wolljackenträger

Böse Schafe also. Der Titel hat ja durchaus was, obwohl ich zugeben muss, stünde in meinem Pass "Katja Lange-Müller", dann würde ich mir ein Pseudonym zulegen. Während das reine Geschmackssache ist, bin ich mir bei dem Buch der vielfach preisgekrönten Autorin nicht so sicher …
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Traum und Umnachtung

Altern als Romanthema, das hab ich so noch nie gelesen. Bruchstückhaft, wie herumflatternde Erinnerungsfetzen, wie Inseln im Vergessen, zusammenhanglos und doch Teil eines Ganzen – so schildert Unai Elorriaga Alter und Tod in seinem Roman Der Traum vom Himmel über Nepal.
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Das nächste Level?

Manche Menschen tun alles mögliche, um sich selbst zu entfalten. Ich find’s grad umgekehrt sehr spannend zu sehen, wie sich die Dinge in meinem Leben plötzlich und unerwartet zusammenfügen. Z.B. Theorie und Praxis, Lehre und, nein, nicht Forschung, sondern, nun ja, das Schreiben, die Kunst. 
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Kurz und knapp II

Mit gerade mal 96 Seiten bleibt Carlos Maria Dominguez‘ Das Papierhaus sogar noch unter dem Umfang meiner Kriminalnovelle. Aber ob diese Lektüre kurz beziehungsweise kurzweilig ausfällt, dürfte stark von der Neigung des Lesers abhängen: Knapp auf dem Punkt gebracht – für Gelegenheitsleser leichter Buchkost ist das Werk nichts.
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Kurz und knapp I

Buchführung ist nicht mein Ding, von Wirtschaftskriminalität versteh ich so viel wie vom Schafescheren und eigentlich, naja also eigentlich hab ich gern mal ein Problem mit allem, was ausgesprochener Regionalkrimi ist. Insolvenzgeld von Ursula Sternberg hat mir trotzdem oder gerade deshalb gefallen.
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Einfach spannend

Es gibt Menschen, deren Anziehungskraft ist durch nichts zu erklären – sie sind weder besonders freundlich noch gut aussehend noch scheinen sie’s drauf anzulegen. Manche dieser Menschen sind, ganz im Gegenteil, eher abweisend und drauf bedacht, möglichst fies und gemein rüberzukommen. So ein Typ ist der Privatdetektiv Danner in Lucie Klassens Der 13. Brief. Und ganz ähnliches könnte man über diesen durch und durch spannenden Debütroman auch sagen.
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Demnächst im Bücherregal

Manchmal bin ich ganz schön daneben – da schreib ich schon dies und das über Lesungen mit Rattes Gift, dem neuen Roman, der im Herbst bei Leda erscheint, aber worum’s da geht, das lass ich unerwähnt. Aussehen wird das Ganze jedenfalls so:
 Und darum geht’s:
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Altersfragen?

Lag mein Problem mit Frank Göhres "St. Pauli Trilogie" am Alter der drei Romane? Und machte umgekehrt das angepeilte, jugendliche Lese(r)alter von Monika Feths "Der Scherbensammler" einen Teil des Lesevergnügens aus? Oder ging’s hier gar um Genre- oder Geschlechterfragen?
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Nebenbei bemerkt

"Der Mann hatte ihr isländische Inflationskronen angedreht", heißt es in Frank Göhres Der Schrei des Schmetterlings – aber, nein, dieses Buch ist nicht soeben druckfrisch erschienen (und müsste mit heißer Nadel gestrickt sein …), es stammt aus dem Jahr 1986. Alles kommt anscheinend wieder, Bankenzusammenbrüche, Wirtschaftskrisen, Grippewellen bis -pandemien. Und ich lese Göhre, etwas angestrengt, aber mit viel Interesse.
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