Verflixte Logik

Gewiss ist das hier auch ein Stück weit Ablenkung von meinen eigenen Schreiben, das derzeit aus einem seltsamen Wechsel von Schreibanfall und Schrreibtischumschleichen oder eben anderen Ablenkungsmanövern besteht. Aber da mich meine Krimilektüre gerade doppelt überrascht hat,  muss ich eben doch zwei, drei Gedanken zu Edgar Allan Poes Monsieur Dupin und Jeffery Deavers Praying for Sleep loswerden.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Näglein, Näglein an der Wand

… wer ist der Ätzendste im Land? Das könnte ein Leitfrage für Eric Bogosians Pounding Nails in the Floor with my Forehead sein. Vielleicht ist es auch ein Leidfrage, das weiß man bei bissiger Komödie der übersetzten Art ja nicht immer auf Anhieb. Tom Gerber in der Inszenierung von Donald Berkenhoff ist auf der Minibühne der Box jedenfalls in nahezu all sein Rollen, die aus den Rollen fallen, ziemlich sehenswert.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Mentalisieren

„Psychische, körperliche und soziale Folgen sexueller Gewalt – Was brauchen die Überlebenden?“- darum ging’s im heutigen Vortrag von Michaela Huber, der zugleich so etwas wie die Feier des 20. Jubiläums von Wildwasser Duisburg war. Und weil Michaela Huber einerseits ja eine der Koryphäen der Traumafolgenforschung und vor allem in Sachen von Dissoziation, MPS/DIS & Therapie ist, ich/wir jedoch im Detail oftmals konträre Ansichtenm vertreten, haben wir uns die Gelegenheit zur „Live-Betrachtung“ nicht entgehen lassen können.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Stimmengewirr | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Vielfältige Arbeitsfragen

Man sollte meinen, nach all den Jahren sollte mir, sollte uns nichts fremd sein, wenn es um Multiple Persönlichkeiten geht. Erst recht in Alltagsfragen müssten wir erfahren sein. Sollte man meinen. Aber eins bleibt unverständlich: Woher kommt es, dass viel zu viele Multiple nicht nur krankgeschrieben sind bzw. eine Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen, sondern obendrein für sich auch keine Perspektive sehen, je wieder auf eigenen Füßen zu stehen und zu arbeiten?
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Stimmengewirr | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Abgesagt

Ist es schlau, eine "musikalische Leerstellenkompensation" (so der Untertitel), also den Ersatz für eine entfallene Produktion mit Namen "Winterreise" ausgerechnet Abgesagt zu nennen? Nach den Publikumsreaktionen bzw. dem spärlichen solchen bezweifel ich das. Dabei, so überzeugte ich mich gestern abend, kann man Lisa Jopt, Laura Kiehne, Tom Gerber und Jannik Novack sowie ihren musikalischen Begleitern wirklich gut zuhören. Schade bloß, dass es so wenige tun.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Gerenne und Geschrei

Was passiert mit einer Stadt, wenn ihr einziger, großer Arbeitgeber wegfällt? Was passiert mit den Menschen einer solchen Stadt, wenn anschließend eben nichts mehr passiert? Diese und andere Fragen stellte sich der polnische Dramatiker Michal Walczak. Gestern brachte Tilman Gersch dessen Stück Das Bergwerk als deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne des Essener Grillotheaters.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Wahn und Langeweile

Bevor ich’s ganz vergesse oder verdränge: Ich hab’s gewagt, das Experiment einer Erstbegegnung mit Wagner. Walküre in der hochgelobten Hilstorf-Inszenierung in Essen im Aalto schien naheliegend. Ob ich allerdings auch ohne die Theaternebelallergie meiner an sich wagnerbegeisterten Begleitung nicht schon nach dem ersten Akt gegangen wäre, sei dahingestellt. Obwohl das Bühnenbild grandios war und ich immer wieder gerne den Musikern des Aalto-Theaters lausche. Erstaunliche Erkenntnis des einaktigen Versuchs: Wagner langweilt mich. Und ich hatte gedacht, er würde mit Pathos und überkitschiger Dynamik meinen Widerwillen erregen …
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theater | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Erster, letzter und so manch anderes

Was haben Pearl S. Buck, Jan Weiler, Andrew Vachss, Per Petterson sowie Sabine Walther und Hermann Cölfen gemeinsam? Logisch – ich hab grad Bücher von ihnen beendet. Wobei das nicht so ganz stimmt, denn bei Weilers Drachensaat war und bin ich weit entfernt davon, die letzte Seite lesend zu erreichen.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Ein Satz

Manchmal ist es ganz einfach ein Satz – ein einziger, gelegentlich sogar ein ganz einfacher Satz. Unscheinbar, versteckt zwischen vielen anderen steht er, gemeinsam formen sie eine Geschichte, groß, klein, komplex, sperrig, leicht oder schwer zu lesen. Man erwartet ihn nicht, es ist ja "nur" ein Buch, "bloß" ein Roman, eine Geschichte eben. Bis man auf den Satz stößt, und plötzlich alles anders ist und alles passt. In Ursula K. Le Guins Earthsea Quartet steht "mein" Satz auf Seite 580:
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Stimmen lesen

Zweiter Anlauf – denn inzwischen ist es nicht nur eine ganze Weile her, dass ich totgepflegt von Minck & Minck sowie Jan Costin Wagners Das Schweigen ausgelesen habe. Es dürfte auch mindestens eine Woche vergangen sein seit dem ersten Versuch, darüber zu schreiben. Wenn man an eigenen Manuskripten sitzt, bleibt leider kaum mehr Zeit für Fremdlektüren — und das Blogg. Jetzt aber ...
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Schreibkram | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen