Kategoriearchiv: Theater
Statt einer Kritik
Vorgestern hatte Leb Dein Leben, ein Liederabend von und mit Rezo Chkhikvishvili in der Casa in Essen Premiere. Ausverkauft war’s, aber ausgereift für mich leider noch nicht. Abgesehen vom hörenswerten Titelsong ähnelten sich die meisten Lieder (überwiegend über die Liebe … Weiterlesen
Schrägschön
Es ist schon schräg, sich in der festen Meinung, Tschaikowski habe es komponiert, Cinderella im Aalto-Theater in Essen anzuschauen, um überrascht festzustellen, wie modern das 19. Jahrundert klingt. Kein Wunder, schließlich stammt Prokofjews Kompostion aus den 1930ern und 1940ern … ob … Weiterlesen
Projektionsflächen
Natürlich kann man Homers zweites Epos – die Odyssee – auf die Bühne bringen. Warum auch nicht, kaum ein Werk ist im Lauf der Jahrhunderte von so vielen Künstlern in so vielen verschiedenen Medien bearbeitet worden wie dieses. Und, ja, … Weiterlesen
Kurzweilig
Wie könnte ich als Fast-Ägyptologin und Beinahe-Tänzerin anders, als mir die Arbeiten der jungen Choreografen anzuschauen, die gestern zum dritten Mal im Namen des altägyptischen Gottes des Tanzes im Essener Grillo-Theater Premiere feierten? Ptah III heißt es folgerichtig, aber wenig … Weiterlesen
Was bleibt
Woran wird man sich in hundert Jahren erinnern – von meinem Leben, Ihrem, Deinem? Bleibt allein erhalten, was materiell fassbar ist, wie Andrews geschäftstüchtiger Bruder Martin suggeriert? Bleiben gar nur Schmerz und Verletzung, die wir einander zufügten? Oder, wenn doch … Weiterlesen
Opernohrwürmer
Für regelmäßige Operngänger und Menschen, die mit dieser Form der Sanges- und Bühnenkunst aufgewachsen sind, mag es trivial sein, für mich ist es eine Entdeckung: dass man das Opernhaus nicht nur beschwingt verlässt, sondern selbst noch zwei Tage später Melodien … Weiterlesen
Buntschwarzacht…
… nein nicht -sam auch nicht -tung Baby!, sondern -beinig: Erika Stuckys Black Widow gesehen und vor allem gehört im Essener Grillo-Theater. Ein Gesamtkunstwerk für fast alle Sinne und sogar für Arachnophobiker –
Kanistergesichter
Wenn Kunst gelingt, hat das immer etwas von einem kleinen Wunder oder wenigstens von Magie; denn etwas wird in etwas ganz anderes verwandelt. Bei Hermann Schmidt-Rahmers Theaterinszenierung von Lars von Triers Drehbuch Manderlay werden aus Plastikkanistern mit Kleiderbügeln Menschen, während … Weiterlesen
Tragischglücklich
So seltsam sich das Wort liest, so treffend scheint es mir für Ein Schaf fürs Leben, das Siegfried Hopp in der Box, der kleinsten Bühne des Essener Grillotheaters, inszenierte. Und was Wolf (Tom Gerber) und Schaf (Anne Schirmacher) dort in … Weiterlesen