Kategoriearchiv: Theater
Pudelunwohl
Gestern hab ich’s endlich geschafft, mir Christoph Roos‚ Inszenierung von Faust I + II anzuschauen, bevor diese nach der nächsten Vorstellung am 21. März abgespielt haben wird. Nicht ärgern müssen sich darüber alle Schüler und Studenten, die sich durch einen … Weiterlesen
Gegenwärtig und lebendig
Bevor ich mich zur Essener Inszenierung von Eugen Onegin äußere, weise ich lieber sicherheitshalber darauf hin, dass ich eigentlich nichts von Opern und nur sehr wenig von klassischer Musik verstehe. Eugen Onegin habe ich als kleines Mädchen als Film gesehen; … Weiterlesen
Das Gesetz der Serie
Viele Autoren könnten ein Lied vom Gesetz der Serie singen – wenn nämlich die eigene Schöpfung sich derart verselbständigt, dass Leser und Verlagsmenschen unisono „mehr davon!“ rufen, während ihr Schöpfer längst genug hat. Und wo sich die zarte Künstlerseele eingesperrt … Weiterlesen
Schatzsucher, klassisch
Dass Shakespeare bis heute auf allen Bühnen der Welt zuhause ist, dürfte auch damit zu tun haben, dass seine Figuren so menschlich sind, dass sie über Zeit- und Kulturschranken hinweg zu berühren vermögen. Molière ist dagegen eine ganz andere Art … Weiterlesen
Katzenmusik
Die Bühne sieht auf den ersten Blick vielversprechend aus, gewährt sie doch einen ungewohnten Ein- äh Unterblick: nämlich unter Oma Hoffmanns Sofa. Dort leben die Mäusebrüder Franz, Willi und Anton sowie die Spinne und irgendwie auch die drei Heupferdchen, die … Weiterlesen
Sinnfreie Ordnung
Franz Kafka, der Meister des geschlossenen Textes, der sich der Interpretation verweigert wie Eschers in sich verdrehte Treppen. Einen Text von ihm die Bühne zu bringen, muss so reizvoll wie schwierig sein. Die Essener Inszenierung (Regie: Moritz Peters) seines Romanfragments … Weiterlesen
Kapitalismuskritik für Anfänger
Wenn Banken gerettet werden, während Flüchtlinge auf dem Mittelmeer den Tod finden, und sich kaum einer mehr darüber länger als ein bis zwei Tweats lang aufregt, dann könnte man meinen, die Zeit für Kapitalismuskritik auf der Bühne sei gekommen. Das … Weiterlesen
Angegraut
Macbeth gilt als eine der blutigsten, düstersten Tragödien aus Shakespeares Feder und zugleich als ein, vielleicht das Lehrstück in Sachen Macht (und Moral). Gestern eröffnete die Inszenierung von Wolfgang Engel im Essener Grillo-Theater die Saison und blieb, trotz durchaus beachtlicher … Weiterlesen
Das Leben in schönem Licht
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal auf einem Openair-Konzert war. Bis gestern galt dieser Satz, denn gestern habe ich mir Amy MacDonalds Life in a Beautiful Light in Köln am Tanzbrunnen angesehen.
Schöne Scheiße
Nicht ohne Grund gehören Die Präsidentinnen zu Werner Schwabs „Fäkaliendramen“, ist es doch des Mariedls liebst Beschäftigung, Verstopfungen im Abort mit der Hand zu beseitigen – „Das Mariedl macht’s auch ohne!“ lautet der Schlachtruf. Die Essener Inszenierung von Jasper Brandis … Weiterlesen