Archiv der Kategorie: Schreibkram
Hardboiledroutine
Eine Femme Fatale, eine Verführung, die mit einem Mord endet und einen Unschuldigen hinter Gittern bringt – klassische Hard-Boiled-Zutaten, routiniert geschrieben, aber ein ungewöhnlicher Kniff reicht nicht aus, damit aus Arnaldur Indridasons Tödliche Intrige mehr wird als leidlich spannende, aber letztlich belanglose … Weiterlesen
The Other Wind
Es fängt schon mit der Frage an, wie ich das Buch nennen soll: Ist The Other Wind von Ursula K. Le Guin so etwas wie ein Nachtrag zu ihrem Earthsea Quartett? Oder wird durch diesen letzten Roman daraus einfach ein Quintett? … Weiterlesen
Unbestechlich
Dance of the Happy Shades – was für ein poetischer, vielversprechender Titel! Und was für eine kluge Entscheidung, die gleichnamige Geschichte als letzte abzudrucken. So bleibt im doppelten Sinne die Spannung erhalten, wenn man sich auf die Reise durch Alice … Weiterlesen
Bedrückend konsequent
Thomas Glavinics Roman Die Arbeit der Nacht ist weder das erste noch einzige erzählerische Werk, das sich mit der Frage auseinandersetzt, was wäre, wenn man plötzlich der letzte Mensch auf Erden wäre? Auch in dem neuseeländischen Spielfilm Quiet Earth (1985) … Weiterlesen
Schreibsprechstunde
Weil ein Textbüro als Webseite gut und schön ist, sich manches aber im direkten Gespräch leichter und einfacher klären lässt, wird es demnächst in Essen im Unperfekthaus eine kostenlose Schreibsprechstunde geben – die erste gleich am Donnerstag, den 15.5. von … Weiterlesen
Als Gott schlief
Ich gebe zu: Ich bin parteiisch, was Jennifer Winds Debütroman Als Gott schlief betrifft. Immerhin habe ich die ersten Schritte seiner Entstehung als Mentorin begleitet. Um so mehr freue ich mich nun sagen zu können: Es ist ein spannendes Debüt … Weiterlesen
Der Chipstüteneffekt
Wer kennt es nicht: Hat man die Chipstüte einmal aufgerissen und losgelegt, kann man erst wieder aufhören, wenn die letzten Krümmel von den Fingerkuppen geleckt sind. So ähnlich erging es mir auch bei der Lektüre von Ria Klugs Kriminalroman Kleine … Weiterlesen
Rache in Serie
Gelegentlich stolpere ich lesend entgegen meiner Abneigung in die eine oder andere Serienkillergeschichte. Für gewöhnlich meide ich solche Thriller allein wegen ihres Hangs zur billigen Effekthascherei. Manchmal jedoch schreibt jemand so gekonnt, dass ich einem Serienkiller bis auf die letzte … Weiterlesen
Ein deutscher Cosy
Mit Plötzlicher Tod eines Vollzugsbeamten ist Gunnar Schwarting ein Krimidebüt mit wenig Blut und Gewalt, dafür einer ganz eigenen, lakonischen Erzählstimme gelungen – sozusagen ein deutscher Cosy. Das war für mich in vielerlei Hinsicht eine ausgesprochen angenehme Überraschung.
Leider banal
Ich stand in einer Bahnhofsbuchhandlung herum und stöberte in der Abteilung mit den englischsprachigen Büchern, um mir die Zeit bis zur Abfahrt zu vetreiben. An einem blauschwarzen Cover blieb ich hängen: The Hundred-Year-Old Man Who Climbed out of the Window … Weiterlesen