Kategoriearchiv: Schreibkram
Blutiger Ernst
Blutfunde hat Jutta Motz ihren 2013 bei Elster erschienen Roman genannt, der bei aller Spannung ernster und realistischer ist, als man das im Thriller oder Krimi gern haben kann. Nicht, weil dieses Genre per se unrealistisch wäre (das ist es … Weiterlesen
Gar nicht blauäugig
… ist Brigitte Pons an ihren Kriminalroman Celeste bedeutet Himmelblau herangegangen: ein attraktiver, neuer Ermittler, die Idylle des Odenwalds samt (zunächst) engstirniger Dorfbewohner und ein Handlungsbogen, der sich von einem Einsiedelhof am Waldrand bis zur Colonia Dignidad am andern Welt … Weiterlesen
Ted Chiang: Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes
Als Mensch, der die Literatur als Sprachkunst liebt und Science Fiction zu schätzen weiß, ist man Enttäuschungen gewohnt. Wie oft schon las ich hochgelobte SF-Literatur und dachte enttäuscht, „was für eine schöne Idee – aber warum hat der Autor sie … Weiterlesen
Die Achtziger und der Krimi
Vor einigen Tagen beendete ich mal wieder einen Ian Rankin – Saints of the Shadow Bible. Er vereint die Rebus- und die Fox-Reihe auf gekonnte Weise, hat einen gewohnt gut konstruierten, spannend erzählten Plot und bringt viel von dem mit, … Weiterlesen
Adam und Eva
Laut Bibel sind diese beiden der Ursprung alles Menschlichen auf Erden. Allerdings verrät das Buch der Bücher sehr wenig über das, was in diesen beiden vor sich ging. Abhilfe schafft Mark Twains schmales Bändchen Die Tagebücher von Adam und Eva.
Depression als Abenteuer
Die ganze Bandbreite menschlichen Erlebens, von tiefster Verzweiflung bis zum zarten Glück der ersten Liebe und das auch noch sehr viel weniger kitschig, als es gerade bei mir anklingt – all das und noch viel mehr fand ich in All … Weiterlesen
Verquast
Es beginnt sehr spannend – nach Jahrzehnten treffen drei Freunde, zwei Männer und eine Frau, wieder aufeinander. Und dann beerdigen sie den einen, während der andere sich erinnert. Carla Guelfenbein hätte mit Die Frau unseres Lebens eine Geschichte von Freundschaft … Weiterlesen
Wiedergelesen: Jacob’s Room
Wer an Virginia Woolf denkt, wird womöglich To the Lighthouse, Mrs. Dalloway oder auch Orlando im Kopf haben. Sehr belesene oder akademisch gebildete Menschen mögen sich darüber hinaus an The Years und The Waves erinnert fühlen, während feministisch orientierten Schriftstellerinnen … Weiterlesen
Zwiespältig, mehrdeutig
Es kommt selten vor, dass ich ein Buch auslese, und nichts darüber schreibe. Auf Toward a Recognition of Androgyny von Carolyn G. Heilbrun habe ich Monate gewartet – es ist vergriffen und nicht leicht aufzutreiben -, dann lag es ewig … Weiterlesen