Drei Lektürenotizen

Wenn ich gerade nicht im Blog schreibe, was zugegebenermaßen sehr häufig der Fall ist, verreise ich nicht nur oder bin in meiner Arbeit versunken, ich lese auch. Diese drei Bücher waren es zuletzt: Colm TóibínNora Webster“, Carmen Maria MachadoHer Body and Other Parties“ und Zadie SmithIntimations„.

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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (5 1/2)

Ausgerechnet den letzten Tag unserer Reise als halben solchen zu bezeichnen, ist zugleich treffend wie vollkommen daneben. Einerseits verbrachten wir tatsächlich ziemlich genau einen halben Tag in Tallinn, andererseits war es später Abend, als wir endlich wieder zuhause waren. Aber der Reihe nach …

Blick aus dem Flugzeugfenster bei Nacht. Hell funkeln die Lichter Kopenhagens im Dunkel.
Eigentlich ein ganz schönes Ende für eine Reise voller Eindrücke: Der Blick aus dem Flugzeug runter auf Kopenhagen auf der Rückreise …
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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (5)

An unserem fünften Tag ließen wir uns zu Fuß durch die Stadt treiben:

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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (4)

An unserem vierten Tag in Tallinn drehte sich alles ums Meer und die Seefahrt. Doch um raus nach Kalamaja zu kommen, wie der nördliche Stadtteil am Meer heißt, wo sich das estnische Meeresmuseum in einem historischen Wasserflugzeughangar befindet, muss man erstmal in den Bus steigen …

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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (3)

Den Dienstag hatten wir auserkoren, um in die Geschichte Tallinns, seiner Stadtmauer und deren Festungen einzutauchen und dabei hoffentlich unseren Wechsel von Stadtspaziergang und Museumsbesuch(en) auf dem Domberg und in der Altstadt mit den trockeneren und nasseren Phasen des Tages zu synchronisieren. Dass wir obendrein eine Reihe zauberhafter Wesen entdecken würden, war das Sahnehäubchen des Tages. Aber der Reihe nach.

Der Freiheitsplatz vom Harjumägi aus betrachtet: Der Blick geht über ein Rasenstück hinunter auf das Unabhängigkeitsdenkmal - eine große, hellgraue Steinsäule, die von einem Kreuz mit gleichlangen Armen gekrönt wird. Dahinter liegt der regennasse Platz im Sonnenlicht. Links weht eine Reihe estnicher Fahnen, direkt gegenüber, am anderen Ende des Platzes, steht die gelbe Johanniskirche mit ihrem schlanken Turm. In der Ferne sind Hochhäuser zu erkennen. Der Himmel darüber ist teils wolkig, teils strahlend blau.
Los ging es am Freiheitsplatz mit Unabhängigkeitsdenkmal und Johanniskirche am Fuße des Harjumägi …
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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (2)

Da für den Montag das ‚trockenste‘ Wetter vorhergesagt war, brachen wir nach dem späten Frühstück mit Regenschirmen bewaffnet zur Bushaltestelle auf, um mit dem Bus hinaus nach Kadriorg zu fahren – um dort den großen, gleichnamigen Park und das Schloss Katharinental (so der deutsche Name) samt historischer Kunstsammlung zu besuchen.

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Tallinn in fünf Tagen und einem halben (1)

Wie die Zeit rast. Nicht nur im Urlaub, sondern auch danach – denn seit wir in Tallinn waren, sind bereits drei Wochen vergangen. Also nichts wie ran an die Tasten und das Fotoalbum, um wenigstens einen Teil der vielfältigen Eindrücke, die wir aus Estlands Hauptstadt mitbrachten, hier zu „verewigen“. Los ging’s bei schönstem Sonnenschein:

Über den Flügel "unserer" SAS-Maschine hinweg geht der Blick zum nächsten Gate, an dem eine kleine Eurowingsmaschine wartet. Darüber ist der Himmel einfach nur strahlend blau.
Wenn doch nur alles an Flughäfen und Flugreisen so wunderbar weit und schön wäre wie dieser Blick aus unserem Flieger ….
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Ausgelesen: How to Lose Your Mother

A Daughter’s Memoir lautet Untertitel und Gattungsbezeichnung von Molly Jong-Fasts Buch, in dem sie sich an ihre Mutter Erica Jong, Autorin des Welterfolgs Fear of Flying (Angst vorm Fliegen) erinnert, während diese immer mehr im (Selbst)Vergessen der Demenz verschwindet. Kein Wunder, dass eine liebe Freundin mir das Buch empfahl, wo das zunehmende Vergessen meiner Mutter mich im Schreiben meines memoirartigen Projekts stocken und stolpern lässt …

How to Lose Your Mother steht in lechtend gelb ganz oben auf dem Cover von Molly Jong-Fasts Buch, in dessen Mitte ein schwarz-weiß Foto von ihr als Kleinkind auf dem Schoß ihrer jungen Mutter Erica Jong, die in die Kamera strahlt, als Blickfang ziert. "A Daughter's Memoir" steht in weißen Lettern unter dem Bild. Ganz unten auf dem Cover dann schließlich der Name der Autorin, wieder in gelb, wie ein Gegengewicht zum Titel oben.
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Sommerlektüre: „22 Bahnen“

Die Geschichte zweier Schwestern mit einem ‚Mutter-Monster‘, denen ein Freibad und eine Waldlichtung als Zufluchtsorte dienen, erzählt an der Entwicklung eines Sommers, gelesen in derselben Jahreszeit – macht das aus Caroline Wahls „22 Bahnen“ eine Sommerlektüre? Ich finde schon, jedenfalls solange man damit nicht bloß zuckerwattegleiche Belanglosigkeiten meint, sondern darunter auch die Kunst, Schweres leicht zu erzählen, versteht.

Das Cover von Caroline Wahls "22 Bahnen" ist das Gemälde einer Frau in einem roten Badeanzug, die soeben ins Becken gesprungen ist und von weißsprudelndem Wasser umgeben scheint. Das Buch liegt auf einem blauen Teppich und mutet hell leuchtend an wie der Sommer.
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Ausgelesen: „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“

Letztes Jahr bekam Martina Hefter den Deutschen Buchpreis, ich sah und hörte sie aus ihrem preisgekrönten Roman zur Neueröffnung von Proust im Januar lesen, bevor ich prompt im Frühling das Buch zum Geburtstag geschenkt bekam. Letzte Woche fand ich endlich die Zeit „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ zu lesen und nun folgt also mein Versuch zu beschreiben, wie ging’s mir mit Hefters Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte?

Das Cover von Martina Hefters Romam "Hey Guten Morgen, Wie Geht es Dir?" zeigt zwei klassische Figuren, vermutlich Juno und Jupiter, in barocker Umarmung. Das Buck liegt auf einem dunklen Holzregal, was das Bild auf dem Cover um so stärker leuchten lässt.
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