K-Fragen

Nein, es geht nicht um Kanzlerfragen und ganz sicher nicht um Kurt Beck. Es geht um Kunst und Kultur, Kommunikation und Körper – kurz: um 7xK die aktuelle Produktion der Tanzfabrik Wien. Was gestern in Dortmund und heute in Bonn zu sehen war, gibt’s Ende August bei den 4. Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen in Köln. 
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Schreibzeichen

Okay, anscheinend zieren sich die mitlesenden Marburger noch etwas oder es gibt sie vielleicht nicht. Weiß man ja nie. Und ich komm im Moment zu gar nix – denn seitdem ich die Rohfassung meines Beringen-Kurzkrimis zum Abhängen in den Hinterkopf verbannt hab, sitze ich wieder an meinem Romanmanuskript. Und bin überraschend glücklich.
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Noch ein Wien-Nachtrag

… hab ich glatt vergessen: Ich war in der Burg, also im Burgtheater: Yasmina Rezas Gott des Gemetzels vor ausverkauftem Saal. Dazu nun, während ich drauf warte, dass sich die Regenwolke verzieht, ein paar unsortierte Gedanken.
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Opernnachtgesang

Gestern war Oper. In Essen – aber weder in der Philharmonie noch im Aalto-Theater, nein im Schauspielhaus musste es sein. Ursprünglich war Christian Josts Arabische Nacht ein Theaterstück von Roland Schimmelpfennig. Nur: Der Text ist grauenhaft schlecht, banal wie Reality TV auf RTL II.
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Alte Neuigkeiten

Ich komm zu nix. So viele Ideen, so viel zu tun und dann der spannende Übersetzungsauftrag … heute komm ich auf keinen Fall dazu, meinen Criminale-Bericht fortzusetzen. Statt dessen gibt’s ’ne alte Kritik meiner letzten Lesung mit Claus Boysen, dem großen Vorleser und nicht minder beieindruckenden Schauspieler, der letztes Jahr starb und mir vor allem als Freund fehlt … also, in Memoriam Claus Boysen, das schrieb das Wiesbadener Tagblatt 2003 über uns (und ich hab’s erst vor ein paar Tagen gefunden):
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Wien II: Aurora Borealis

Zwischen Landung und kleinem Hotelschock einerseits und Lesung, Diskussion und anschließendem Beisl-Besuch (genauere Angaben zur Lokalität behalt ich für mich ätsch ;-)) andererseits stand noch was ganz anderes auf meinem Wien-Programm vom letzten Donnerstag: Ein Treffen mit meiner jungen Kollegin Cornelia Travnicek. Und weil das privat ist (nochmals ätsch ;-), schreib ich jetzt lieber über ihr neues Buch Aurora Borealis.
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Personalfragen

Schon merkwürdig: Angeblich ist personales Erzählen – also das Erzählen aus Sicht einer oder mehrere Figuren der Geschichte in der 3. Person – die am häufigsten gewählte Erzählperspektive. Angeblich, weil sie einfacher ist als Ich-Erzählungen und glaubwürdiger als auktoriales Erzählen. Seh ich anders …
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Hätte schlimmer kommen können

Ach ja. Als Anatomie Titus Fall of Rome hier in Essen im Februar Premiere hatte, musste ich passen. Gestern hab ich’s nachgeholt und nun sitz ich hier mit meinen Gedanken und Eindrücken. Fang ich doch mit dem besten an, was die Inszenierung zu bieten hat: Nadja Robinè als Lavinia hat mich zutiefst beeindruckt.
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JugendTheater

Bin ich zu jung, zu alt, zu kinderlos oder warum berührte mich so wenig an Nuran Calis‘ Bearbeitung von Frank Wedekinds Frühlings Erwachen? Über weite Strecken war’s schlichtes Jugendtheater – Theater von (Berufs)Jugendlichen für eben solche. Nun ist es wichtig und verdienstvoll, Kinder und Jugendliche ans Theater ranzuführen, keine Frage. Nur: Muss das auf die große Bühne und wenn ja, darf’s nicht ein bisschen mehr – mehr Kunst, mehr Komplexität z.B. – sein?
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Sperrholzig

Bislang hat mir noch niemand erklären können, warum man in Essen den seltsamen Ritus von zwei Premieren an einem einzigen Wochenende pflegt. Gestern kam mir der Verdacht, dass man womöglich so die zweite Premiere, die in diesem Fall auch noch eine Uraufführung war, verstecken wollte. Schmelzpunkt heißt das Werk von Jan Neumann, und das ist noch das heißeste, was man darüber sagen kann.
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