Schlagwort-Archiv: literaturkritik
Verschwurbelt
Es fing so gut an, überraschend gut, denn eigentlich kann ich Thomas Mann weder lesen noch leiden, aber Hans Pleschinskis „Königsallee“, das mir eine liebe Nachbarin geliehen hatte (wohlwissend um meine Neigung), zog mich gleich in seinen Bann:
Lektürenotiz: Spiel auf vielen Trommeln
„Spiel auf vielen Trommeln“ von Olga Tokarczuk ist ein schmaler Erzählband, der sich spröde zurückhalten gibt mit seinem weiß-grauen Einband, der Tore öffnet in geheimnisvolle Welten und zu fremden Ansichten. Für mich war er überdies die erste Begegnung mit dem … Weiterlesen
Lektürenotiz: The Lady in the Lake
Dem 1943 erschienenen Roman „The Lady in the Lake“ von Raymond Chandler begegnete ich Filmwissenschaftlerin zuerst in Form seiner Serie-Noir-Verfilmung aus dem Jahr 1947. Das Werk von Robert Montgomery gilt zumeist als missglücktes Experiment: die Kamera filmt nämlich ausschließlich aus … Weiterlesen
Erinnerungsschnipsel III: The Tenancy
Wer noch recht jung ist, mag glauben, die Probleme mit den hohen Mieten, die das Leben in den Innenstädten vielerorts für viele unbezahlbar machen, sei ein neues. Wer alt genug ist, sich an die 70er und 80er samt Hausbesetzern zu … Weiterlesen
Erinnerungsschnipsel II
Nicht schreiben zu können, wie ich will, nervt – aber mir scheint, mein Tennisarm sitzt da eindeutig am längeren Hebel. In „Qualityland“ dürfte der mit dem längeren Hebel der Algorithmus des fiktionalen Gegenstücks von Amazon & Google sein. Was mir … Weiterlesen
Patti Smith: M Train
Schwer zu sagen, was mich gerade mit mehr Melancholie erfüllt: dass unser Urlaub in den Niederlanden nun zu Ende ist oder dass ich gestern Abend am Oude Rijn Patti Smith‘ „M Train“ auslas.
Nell Zink: Mislaid
Das beste am Sommer ist die Zeit zum Lesen, die er bietet – erst recht, wenn man dabei so amüsant-absurden, zugleich haarscharf beobachteten wie unglaublich überzeichneten Büchern wie Nell Zinks zweitem Roman „Mislaid“ begegnet.
Marion Poschmann: Die Sonnenposition
Voluminös, barock, verspielt, sprachlich durchaus so kunst- wie anspruchsvoll, so kommt Marion Poschmanns Roman „Die Sonnenposition“ daher.
Traurigschön
Schon lange wollte ich mal wieder etwas von Erika Pluhar lesen, nun habe ich es endlich getan: „Reich der Verluste“ ist ein wunderschön, wenngleich oftmals trauriger Briefroman aus dem Jahr 2005.