Lektürenotiz: „There There“

„There is no there there“ lautet ein berühmtes Zitat von Gertrude Stein über den Ort ihrer Kindheit in Oakland, der einem Industriepark hatte weichen müssen. Tommy Oranges Debütroman „There There„, der in Oakland angesiedelt ist, spielt auf diese besondere Art der Ortlosigkeit, des Heimats- und Geschichtsverlustes an und vertieft dieses Gefühl, diesen Zustand ins beinahe Unerträgliche. Kein Wunder, geht es bei ihm doch darum, wie es sich anfühlt, heutzutage als Native American in einer amerikanischen Großstadt wie Oakland zu leben.

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Im Verborgenen

Manchmal muss man zwei Mal hinschauen, um

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Geschäftig im Grugapark

Zu Essens schönsten Seiten gehört der Grugapark, erst recht, wenn man, wie wir, fußläufig zu ihm wohnt. Das ist wohl nur zu toppen, wenn man über Flügel verfügt dann kommt man praktisch überall hin –

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Doppelt und vielfach

Jetzt ist es draußen wieder ganz still. So still halt, wie es in einer Dachwohnung mitten in einer deutschen Großstadt in Corona-Zeiten sein kann – Verkehr rauscht mehr oder minder in der Ferne, und aus den Gärten im Innenhof sind die Vögel zu hören. Die Dachdecker haben längst Feierabend und wir haben unsere erste Woche mit ihnen hinter uns. Zwei Tage ohne sie auf unserem Dach liegen nun vor uns – Weiterlesen

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Wieder mal

Verlorengegangen zwischen den Tagen, weggetragen vom Fluss der Zeit und jeden Morgen gefangen im Nebel des Doppeltsehens dank akuten Schubs der endokrinen Orbitopathie

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Zweite Online Schreibsprechstunde

Schreiben ist einsam? Vielleicht. Aber das muss nicht einmal in Zeiten von Corona sein, wo alles auf den Kopf gestellt wird und weite Teile der Gesellschaft plötzlich im Home Office ganz ähnlich allein arbeiten, wie wir Schriftstellerinnen es eh meist schon tun. Denn  kreativer Austausch gehört zu kreativer Arbeit – und deshalb gibt es am Freitag, den 24.4.2020, die zweite Online Schreibsprechstunde mit Klaudia Zotzmann-Koch und Mischa Bach. Weiterlesen

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Dieses Jahr ist alles anders

Den Gedanken hatte ich bereits zum Jahreswechsel: Dieses Jahr ist vieles eben anders. Weil etwa im Mai unser Dach erneuert wird, was notwendig und gut ist, aber für mich, deren Schreibtisch direkt unter eben jenem steht, den kompletten Alltag auf den Kopf stellen wird.

Der steht aber ohnehin längst dank Corona auf dem Kopf – und das Virus bzw. die Maßnahmen gegen seine (weitere, allzu rasch) Ausbreitung haben meinen Plan B gekillt. Ich hatte mir nämlich den ganzen Monat frei von  Außen- und Abgabe-Terminen gehalten und geplant, wo immer nötig, Co-Working im Viertel zu betreiben. Lass dich drauf ein, habe ich mir gesagt, wenn die Sorge aufkam, wie das alles gehen würde, lass dich mit der Entwicklung treiben, das ergibt einfach vorübergehend einen anderen Rhythmus, ein anderes Arbeiten. Das ist nicht schlimm, bloß anders.

Tja, anders sicher, ansonsten: Pustekuchen. Co-Working-Spaces (blödes Wort) gibt’s keine mehr, und dank digitalen Lernformen werde ich im Mai einen Großteil meines Uniseminares von Zuhause dirigieren müssen. Spätnachmittags und abends vermutlich, und am Wochenende, denn da werden ja wohl keine Dachdecker hämmern, sägen und dergleichen mehr.

Und obendrein bin ich mir selbst grad ein Stück weit fremd und muss mich und den Körper neu kennen- und einschätzenlernen. Eine Schilddrüse zu verlieren ist was anderes, als sich des Blinddarms zu entledigen – und sei es erstmal nur, weil die Nebenschilddrüsen, die kleinen Diven, zwischendrin zicken und keine Lust haben, sich so richtig um die Kalziumversorgung zu kümmern … ist nicht wild, wird auch nicht so bleiben, aber erstmal ist es – genau: anders.

Also: dieses Jahr ist wohl in der Tat alles anders und das nicht nur für mich, sondern für uns alle. Ergo: lasst uns versuchen, uns so weit und so gut als möglich auf die Veränderungen einzulassen, mit diesen umzugehen und das Beste draus zu machen.

Ich freue mich jedenfalls nach dem Krankenhausaufenthalt gerade über mein Stück Alltag, selbst wenn ich da so Ungewohntes  unternehme, wie meinen Unikurs für Moodle umzustricken … 🙂

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Den Schmetterling freilassen

Letzte Woche wurde es etwas, nun, sagen wir: hektisch und aufregend für mich. Jetzt ist es gerade sehr ruhig und ich komme endlich wieder zum Schreiben. Ausgerechnet im Krankenhaus und vermutlich ziemlich genau 24 Stunden nach meiner OP, die „meinen Schmetterling befreite“.

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Tagessplitter

Der Tag fing schon ziemlich bescheiden an: Ich war noch mitten in meinem üblichen Frühstücksgebastel, als das Telefon klingelte. Die professionell freundliche Rezeptionistin der Physiotherapiepraxis teilte mir mit, Frau K., bei der ich außerhalb von Corona-Krisen zur Lymphdrainage gehe, arbeite dort ab sofort nicht mehr. Weiterlesen

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Mit Sicherheit

„Danke, dass Sie hier stehen und so gut auf uns alle aufpassen“, sagte die ältere Frau mit der Atemschutzmaske, und der Türsteher vom Drogeriemarkt, gut zwei Köpfe größer als sie, errötete. Weiterlesen

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