Lektürenotiz: Tschudi

Ein Buch wie eine Ausstellung französischer Impressionisten, so liest sich Mariam Kühsel-Hussainis „Tschudi“ – die Sprache fein, eigen, musikalisch wie der Rhythmus sichtbarer Pinselstriche und die Erzählung selbst wie ein Reigen beinahe zufälliger Szenen, die lose aufeinander zu folgen scheinen, um am Ende doch ein Ganzes zu ergeben.

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Abschied vom Sommer

Meteorologisch gesehen ist der heutige 31. August der letzte Tag des Sommers. Doch von meinem subjektiven Erleben her ist er nicht der erste, an dem sich der Herbst leise bemerkbar macht:

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Unter Menschen

Mit gemischten Gefühlen brach ich heute früh auf, und das nicht nur, weil um 7.15 Uhr das Haus zu verlassen, für mich eigentlich viel zu früh ist. Aber aufbrechen, um mit der Bahn an einen anderen Ort zu reisen und dort einen Schulworkshop zusammen mit der besten Eva der Welt anzuleiten — das erschien mir in Zeiten von Corona abenteuerlich, exotisch und auch ein wenig verwegen.

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Memories of the Future

1978. Die 23jährige S.H. geht von Minnesota nach New York City, um sich ein Jahr Zeit zu nehmen, ihren ersten Roman zu schreiben. 2017 findet sie als reife Frau und Schriftstellerin das Tagebuch samt Romanfragmenten wieder und beginnt eine doppelte Reise in und durch die Zeit. Und Siri Hustvedt macht aus all dem ein atemberaubendes Buch über Erinnerungen und Zukunftsträume, über Zeit und Bewusstsein, das Schreiben und das Leben an sich – das ist die kürzeste Formel, auf die ich ihr Memories of the Future bringen kann.

Das Cover von Siri Hustvedts "Memories of the Future"
Ein kluges Buch, das mit Tiefgang unterhält: „Memories of the Future“
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Sommermontag

„Lazy Monday Afternoon“, möchte ich singen, in Abwandlung des Sonntagssongs der Small Faces, allein, ich bin zu entspannt, zu faul und außerdem singen die Vögel und Grillen viel schöner als ich. Also zücke ich stattdessen die Kamera und versuche das Sommergefühl im Bild festzuhalten –

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Kleines ganz groß

Ob auf gelben Blüten oder vielmehr unter den dazugehörigen Blättern ,

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The Blindfold

Iris Vegan, Literaturstudentin mit Migräne aber ohne Geld, erlebt in New York 1979/1980 in Siri Hustvedts Debütroman The Blindfold, der 1993 erschien, teils erotische, teils beängstigende, oft jedenfalls verstörende Abenteuer. Was daran jeweils wirklich geschieht, was eingebildet ist, unvollständig erinnert oder durch neurologische Nebeneffekte der Migräne verzerrt wird, bleibt bis zum Ende offen.

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Unterwegssein II

Manchmal sammelt man unterwegs jede Menge Eindrücke und Bilder über Bilder wie eine Biene Nektar und Pollen.

Das Foto mag von gestern sein, das Bild ist eher zeitlos — und die Biene fleißig im ewigen Hier & Jetzt 🙂

Blöd nur, wenn man dann abends feststellt, die Speicherkarte im Fotoapparat hat sich verabschiedet.

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Unterwegssein I

Noch so ein seltsamer Gedanke: nur, weil man gerade von A nach B unterwegs ist, heißt doch noch lange nicht, dass man nirgends ist.

Tiger unterwegs mit Ausblick auf die Autobahn :))
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Zaungäste

Auch graue, regnerische Tage haben ihren eigenen Reiz.

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