Archiv der Kategorie: Theater
Endlosschleife im Amt
Chronisch überlastet, so oder so mit Argusaugen von allen Seiten beobachtet und dabei stets in Gefahr, alles, aber auch alles falsch zu machen. Das wäre eine Art, Mitarbeiter eines beliebigen, deutschen Jugendamtes zu beschreiben. Denn wie soll man von Amts … Weiterlesen
Ente bittersüß
Ob man ‚danach‘ als Engel mit Flügeln auf einer Wolke sitzt und auf die Erde hinabschaut? Oder landet man gar irgendwo tief unten, wo man gegart und süßsauer zubereitet wird? Was sich Enten alles erzählen, meint der Tod (Tobias Roth) … Weiterlesen
Absurdistan formvollendet
Kann man ein Werk von Büchner, der beinahe so wortgewaltig wie Kleist und obendrein zumeist noch gedankenlastiger ist, tanzen? Oder: Wie lässt sich absurdes Theater choreographisch-musikalisch umsetzen? Christian Spuck hat sich nicht lang mit Fragen aufgehalten sondern losgelegt und kleine … Weiterlesen
Ist es aus?
"Hoffentlich wird das nicht zu grausam", sagten die beiden alten Damen, die in der Premiere von Tamsin Oglesbys Richtig alt, so 45 am gestrigen Sonntagabend im Grillo-Theater neben mir saßen. Und als gut zwei Stunden später der Vorhang fiel, fragten … Weiterlesen
Posen im Nebel
Die Premiere von Black Rider im Grillo-Theater im letzten Dezember hab ich verpasst, aber hab ich da wirklich was verpasst? Eine befreundete Premierenbesucherin meinte, das Ganze habe die Wirkung „einer Wurst, die man in den Hausflur wirft“. Stimmt, sage ich … Weiterlesen
DisTanz
Drei Chroreographen, drei verschiedene Musik- und Stilwelten, ein ungemein sehenswerter Tanzabend im Essener Aalto-Theater: "Zeitblicke" mit "Petite Morte", "End-Los" und "Rooster" von Patrick Delcroix, Jiří Kylián, Christopher Bruce.
Sprachgewaltig und bildmächtig
Eigentlich bin ich kein Freund von Prosa-auf-die-Bühne-Adaptionen. Und bei Kleist, dessen Prosa etwas geradezu manisches hat und eine so eigene Kraft, die in vielem den Stream of Consciousness der Literatur des 20. Jahrhunderts vorwegzunehmen scheint, also bei Kleists Prosa erschien … Weiterlesen
Poesie im Raum
Zeichensturm – so heißt Michikaze Matsunes Performance in Gebärdensprache, die gestern abend zum zweiten (und leider wenigstens vorerst letzten) Mal bei PACT auf Zeche Zollverein zu sehen war. Schade für Sie, wenn Sie’s verpasst haben – und das gilt ganz … Weiterlesen
Ödnis mit Axt
Graf Öderland. Eine Moritat in 12 Bildern hat Max Frisch sein vielfach überarbeitetes, wenig gespieltes Stück in der Fassung von 1961 genannt. 12 Bilder – das klingt nach einem Reigen, einem Kalender, eben einem Ganzen. Was Konstanze Lauterbach in Essen … Weiterlesen