Archiv der Kategorie: Theater
Gehirn und Gewalt
Was fängt als Wissenschaftsshow amerikanischen Stils an, setzt sich als Videoinstallation mit Schauspielern fort, hat ein glasfasererleuchtetes Riesenhirn auf der Bühne und endet im Völkermord Ruandas? Clockwork Orange – in der Inszenierung von Hermann Schmidt-Rahmer, die gestern im Essener Grillo-Theater … Weiterlesen
Umsiedlung ist besser als Kunst
… ist ein Zitat aus Anne Leppers Stück Käthe Herrmann, das ich mir am letzten Wochenende in Wuppertal zu Gemüte führte. Und das nach dem Schock, den der wirklich elende Zustand des Schauspielhauses Wuppertal in mir als Ortsfremder auslöste – … Weiterlesen
Dampf im Pott
Das ist eine polemische und nicht ganz zutreffende Zusammenfassung dessen, was man hauptsächlich sieht, wenn man sich im Essener Grillo-Theater Volker Löschs Inszenierung „Rote Erde“ anschaut – da wird auf der Bühne soviel ‚genebelt‘, dass es zwischendrin an ein Hörspiel … Weiterlesen
Liebe, Eifersucht und Tod
Es ist schon seltsam: Als Anglistin, Theatermensch und Shakespearefan kenne ich Othello natürlich. Aber so mitreißend, so berührend, so glasklar in Liebe, Wahn und allen anderen Gefühlen wie vorgestern Abend als Ballett im Aalto-Theater habe ich es noch nie gesehen.
Jazz für Nase, Augen, Ohren
Verdammt lang ist’s her, dass ich in einem Jazzkonzert war. So ungefähr ein halbes Leben, kommt mir vor. Gestern wurde es dann höchste Zeit, dieser sonderbaren und ganz und gar unerklärlichen Abstinenz Adé zu sagen – und so landete ich … Weiterlesen
Nichts wichtiges
Drauf ließe sich sowohl Janne Tellers Roman, der mit vollem Titel Nichts. Was im Leben wichtig ist heißt, als auch die gleichnamige Bühnenfassung von Andreas Erdmann prägnant zusammenfassen. Und die aufgeregte Inszenierung in der Casa, der kleinen Bühne des Essener … Weiterlesen
Weiße Verzweiflung
Ein weißes Labyrinth auf einer Schräge, das enge Grenzen setzt, aber auch kleine Räume schafft – so hat sich Andreas Jander das südrussische Dorf vorgestellt, in dem Mendel Singer (Tom Gerber) mit seiner Familie stets am Rand der Verzweiflung lebt: … Weiterlesen
Haare und Meer
Gleich vorweg: Ich verstehe immer noch nicht allzu viel von Opern. Pelléas et Méllisande, Debussys Lyrisches Drama in fünf Akten, das ich mir am Donnerstag mit einer Freundin im Aalto Theater in Essen ansah und -hörte, war womöglich die zehnte, … Weiterlesen
Dicht, Dichter, Polleke
Ich bin ja recht skeptisch, wenn schon wieder mal ein erfolgreiches Buch für die Bühne adaptiert wird. Wenn der Autor dann noch wie Guus Kuijer für sein Werk mit Preisen überschüttet wurde, steigt mein Bedenkenpegel bedenklich. Doch bei Siegfried Hopps … Weiterlesen