Schlagwortarchiv: Roman
Sprachzeichen
Raoul Biltgen ist Schauspieler, Theatermacher, Psychotherapeut, freier Schriftsteller und obendrein Luxemburger, der in Wien lebt. Letzteres gilt auch für seinen Schmidt René, der Maler war und Scherzbold, nun jedoch nicht mehr. Denn: Schmidt ist tot heißt der 2017 bei Wortreich … Weiterlesen
Verstörend mit Sogwirkung
Es ist mir lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dass ich das letzte Viertel einfach zuende lesen musste. Ich hätte nicht schlafen können, wäre ich Kazuo Ishiguros 2005 erschienenen Roman Never Let … Weiterlesen
Klug beobachtet: „Equinox“ von Eva Figes
Eine Frau in einer Lebenskrise, ein Jahr lang beobachtet von Eva Figes, das ist das Thema ihres 1966 erschienen, ersten Romans „Equinox„. Stets nah dran an der Protagonistin Elizabeth Winter bleibt der Text, wechselt dabei manches Mal aus der personalen … Weiterlesen
Spinnwebfein
Schon lange hatte ich vor, mich lesend in Kazuo Ishiguros Welten zu begeben, aber irgendwas kam immer dazwischen. Was gar nicht so schlecht passt zu seinem kleinen, aber feinen Roman An Artist of the Floating World aus dem Jahr 1986. … Weiterlesen
Kafka in Japan
Ein ungewöhnliches Buch mit wunderbar absurden Aspekten und einer Sprache, die auf angenehme Weise Distanz hält zu den Figuren, ohne sie dabei zu verraten, das ist Marion Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“ für mich, der 2017 bei Suhrkamp erschien und sehr … Weiterlesen
Zwischenjahresnotiz V: Ein perfekter Freund
Ob das Buch die perfekte Wahl für mein Uniseminar „Erinnern und Vergessen. Ich und Identität (nicht nur) in der Kriminalliteratur“ ist, werde ich erst im nächsten Semester entdecken. Aber Martin Suters 2002 erschienener Roman um den Journalisten Fabio Rossi, dem … Weiterlesen
Zwischenjahresnotiz IV: Before I Go to Sleep
Hochgelobtes Debüt, verfilmt noch dazu, das ist SJ Watsons Thriller Before I Go to Sleep. Und ein weiteres Buch zum Thema Amnesie, und zwar sowohl der retrograden als auch anterograden Art. Christines Erinnerungen halten jeweils nur einen Tag, genauer: vom … Weiterlesen
What I Loved
Manchmal ist es wie verhext – bzw. manchmal verhexe ich mich selbst, so könnte man es wohl sagen: Da war Siri Hustvedts What I Loved eines der Lesehighlights meines Spätsommers, aber erst mitten in den ersten Herbststümen schaffe ich es, … Weiterlesen
Geistreich
Ein weiterer schmaler Band, der es in sich hat: Ghosts von Eva Figes aus dem Jahr 1988 ist für mich eine geistreiche und poetische Meditation über Vergänglichkeit. Ein Tageslauf, ein Jahresrund, eine Frau, die ganz alltäglichen Beschäftigungen nachgeht. Nichts Spektakuläres, … Weiterlesen
Beklemmend: Eva Figes‘ „Days“
Ein Krankenzimmer, eine Frau im Bett, die auf einen leeren Besucherstuhl blickt, dahinter ein Fenster mit kahlen Bäumen und grauem Himmel, das ist schon beinahe alles, was in Eva Figes schmalem Roman Days aus dem Jahre 1974, vorkommt. Und das … Weiterlesen