Schlagwort-Archiv: Rezension
Sommerbuch
Ewald Arenz‚ Roman „Alte Sorten“ spielt zwar dezidiert im September und teils sogar im Oktober, für mich ist es jedoch eindeutig ein Sommerbuch und das nicht nur, weil ich es in eben dieser Jahreszeit las.
Von Anfang an
Ich gebe zu, ich bin ein bisschen verstimmt. Gestern Abend beendete ich „Just Kids“ von Patti Smith, und nun fühle ich mich wie am Tag danach – nach dem Fest, nach einer Entdeckungsreise, nach einer besonderen Begegnung: nämlich ein Stück … Weiterlesen
Skizzenbuch
Sketches in Pen and Ink“ hat Herausgeberin Lia Giacheto die Sammlung mit Texten von Vanessa Bell überschrieben und das passt. Die meisten sind tatsächlich so etwas wie skizzierte Memoiren, geschrieben für den ‚Memoir Club‘, dem Bell wie ihre Schwester Virginia … Weiterlesen
Fremdheit
Manche Bücher schlägt man auf und findet sich sofort darin wieder. Andere entführen einen in exotische Welten, die nach und nach zu etwas Vertrautem werden. In Petina Gappahs „The Book of Memory“ dagegen heißt der rote Faden meines Leseerlebnisses ‚Fremdheit‘ … Weiterlesen
Lektürenotiz: Tschudi
Ein Buch wie eine Ausstellung französischer Impressionisten, so liest sich Mariam Kühsel-Hussainis „Tschudi“ – die Sprache fein, eigen, musikalisch wie der Rhythmus sichtbarer Pinselstriche und die Erzählung selbst wie ein Reigen beinahe zufälliger Szenen, die lose aufeinander zu folgen scheinen, … Weiterlesen
Memories of the Future
1978. Die 23jährige S.H. geht von Minnesota nach New York City, um sich ein Jahr Zeit zu nehmen, ihren ersten Roman zu schreiben. 2017 findet sie als reife Frau und Schriftstellerin das Tagebuch samt Romanfragmenten wieder und beginnt eine doppelte … Weiterlesen
The Blindfold
Iris Vegan, Literaturstudentin mit Migräne aber ohne Geld, erlebt in New York 1979/1980 in Siri Hustvedts Debütroman The Blindfold, der 1993 erschien, teils erotische, teils beängstigende, oft jedenfalls verstörende Abenteuer. Was daran jeweils wirklich geschieht, was eingebildet ist, unvollständig erinnert … Weiterlesen
Lektürenotiz: „There There“
„There is no there there“ lautet ein berühmtes Zitat von Gertrude Stein über den Ort ihrer Kindheit in Oakland, der einem Industriepark hatte weichen müssen. Tommy Oranges Debütroman „There There„, der in Oakland angesiedelt ist, spielt auf diese besondere Art … Weiterlesen
Zufallsfund: Cassandra at the Wedding
Wären manche Algorithmen nicht auf schräge Art unscharf, hätte ich dieses Buch niemals entdeckt – denn eigentlich suchte ich letzten Dezember nach Büchern von Dorothy Parker, als mir Amazon ein Hörbuch mit dem Titel „Zwei Schwestern„, gelesen von Birgit Minichmayr, … Weiterlesen
Lektürenotiz: The Lady in the Lake
Dem 1943 erschienenen Roman „The Lady in the Lake“ von Raymond Chandler begegnete ich Filmwissenschaftlerin zuerst in Form seiner Serie-Noir-Verfilmung aus dem Jahr 1947. Das Werk von Robert Montgomery gilt zumeist als missglücktes Experiment: die Kamera filmt nämlich ausschließlich aus … Weiterlesen