Jetzt ist es draußen wieder ganz still. So still halt, wie es in einer Dachwohnung mitten in einer deutschen Großstadt in Corona-Zeiten sein kann – Verkehr rauscht mehr oder minder in der Ferne, und aus den Gärten im Innenhof sind die Vögel zu hören. Die Dachdecker haben längst Feierabend und wir haben unsere erste Woche mit ihnen hinter uns. Zwei Tage ohne sie auf unserem Dach liegen nun vor uns – Weiterlesen
Doppelt und vielfach
Wieder mal
Verlorengegangen zwischen den Tagen, weggetragen vom Fluss der Zeit und jeden Morgen gefangen im Nebel des Doppeltsehens dank akuten Schubs der endokrinen Orbitopathie
WeiterlesenZweite Online Schreibsprechstunde
Schreiben ist einsam? Vielleicht. Aber das muss nicht einmal in Zeiten von Corona sein, wo alles auf den Kopf gestellt wird und weite Teile der Gesellschaft plötzlich im Home Office ganz ähnlich allein arbeiten, wie wir Schriftstellerinnen es eh meist schon tun. Denn kreativer Austausch gehört zu kreativer Arbeit – und deshalb gibt es am Freitag, den 24.4.2020, die zweite Online Schreibsprechstunde mit Klaudia Zotzmann-Koch und Mischa Bach. Weiterlesen
Dieses Jahr ist alles anders
Den Gedanken hatte ich bereits zum Jahreswechsel: Dieses Jahr ist vieles eben anders. Weil etwa im Mai unser Dach erneuert wird, was notwendig und gut ist, aber für mich, deren Schreibtisch direkt unter eben jenem steht, den kompletten Alltag auf den Kopf stellen wird.
Der steht aber ohnehin längst dank Corona auf dem Kopf – und das Virus bzw. die Maßnahmen gegen seine (weitere, allzu rasch) Ausbreitung haben meinen Plan B gekillt. Ich hatte mir nämlich den ganzen Monat frei von Außen- und Abgabe-Terminen gehalten und geplant, wo immer nötig, Co-Working im Viertel zu betreiben. Lass dich drauf ein, habe ich mir gesagt, wenn die Sorge aufkam, wie das alles gehen würde, lass dich mit der Entwicklung treiben, das ergibt einfach vorübergehend einen anderen Rhythmus, ein anderes Arbeiten. Das ist nicht schlimm, bloß anders.
Tja, anders sicher, ansonsten: Pustekuchen. Co-Working-Spaces (blödes Wort) gibt’s keine mehr, und dank digitalen Lernformen werde ich im Mai einen Großteil meines Uniseminares von Zuhause dirigieren müssen. Spätnachmittags und abends vermutlich, und am Wochenende, denn da werden ja wohl keine Dachdecker hämmern, sägen und dergleichen mehr.
Und obendrein bin ich mir selbst grad ein Stück weit fremd und muss mich und den Körper neu kennen- und einschätzenlernen. Eine Schilddrüse zu verlieren ist was anderes, als sich des Blinddarms zu entledigen – und sei es erstmal nur, weil die Nebenschilddrüsen, die kleinen Diven, zwischendrin zicken und keine Lust haben, sich so richtig um die Kalziumversorgung zu kümmern … ist nicht wild, wird auch nicht so bleiben, aber erstmal ist es – genau: anders.
Also: dieses Jahr ist wohl in der Tat alles anders und das nicht nur für mich, sondern für uns alle. Ergo: lasst uns versuchen, uns so weit und so gut als möglich auf die Veränderungen einzulassen, mit diesen umzugehen und das Beste draus zu machen.
Ich freue mich jedenfalls nach dem Krankenhausaufenthalt gerade über mein Stück Alltag, selbst wenn ich da so Ungewohntes unternehme, wie meinen Unikurs für Moodle umzustricken … 🙂
Den Schmetterling freilassen
Letzte Woche wurde es etwas, nun, sagen wir: hektisch und aufregend für mich. Jetzt ist es gerade sehr ruhig und ich komme endlich wieder zum Schreiben. Ausgerechnet im Krankenhaus und vermutlich ziemlich genau 24 Stunden nach meiner OP, die „meinen Schmetterling befreite“.
WeiterlesenTagessplitter
Der Tag fing schon ziemlich bescheiden an: Ich war noch mitten in meinem üblichen Frühstücksgebastel, als das Telefon klingelte. Die professionell freundliche Rezeptionistin der Physiotherapiepraxis teilte mir mit, Frau K., bei der ich außerhalb von Corona-Krisen zur Lymphdrainage gehe, arbeite dort ab sofort nicht mehr. Weiterlesen
Mit Sicherheit
„Danke, dass Sie hier stehen und so gut auf uns alle aufpassen“, sagte die ältere Frau mit der Atemschutzmaske, und der Türsteher vom Drogeriemarkt, gut zwei Köpfe größer als sie, errötete. Weiterlesen
Virtuelles und anderes
Nach der Premiere mit der Online Schreibsprechstunde am Mittwoch, die ein voller Erfolg war und so viel Spaß gemacht hat, dass Klaudia und ich sie auf jeden Fall wiederholen wollen, gab’s heute ein weiteres erstes Mal für mich: meine Lesung auf der Facebookseite vom Leserattenservice, die man sich jetzt als Video anschauen kann.

Kartenhaus im Wind
Heute war ein Tag, der das Motto „Das Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne macht“ unterstrich. Eigentlich war der Plan gewesen, nach dem Arztbesuch (geplant, ohne Corona-Bezug) am Morgen vielleicht doch noch Toilettenpapier zu erwerben, dann mal kurz die Facebook-Lesung für morgen vorzubereiten und ansonsten die Ideen zum Unikurs auf Moodle aus meinem Kopf wenigstens in greifbare Notizen umzuwandeln. Weiterlesen
Kunst & Kriminelles live
Für alle Menschen, die Lust auf Krimi und Kunst haben, oder einfach Lust haben, mir beim Vorlesen zuzuhören, ein paar meiner Bilder zu sehen und mit mir über die Arbeit als Autorin (oder auch die als malender Mensch) zu reden, gibt’s jetzt am Freitag, den 27. März 2020 die passende Gelegenheit dazu: ab 11 Uhr lese ich live auf der Facebookseite des Leserattenservice – also hier reinklicken und dabei sein :-).
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