Tallinn in fünf Tagen und einem halben (1)

Wie die Zeit rast. Nicht nur im Urlaub, sondern auch danach – denn seit wir in Tallinn waren, sind bereits drei Wochen vergangen. Also nichts wie ran an die Tasten und das Fotoalbum, um wenigstens einen Teil der vielfältigen Eindrücke, die wir aus Estlands Hauptstadt mitbrachten, hier zu „verewigen“. Los ging’s bei schönstem Sonnenschein:

Über den Flügel "unserer" SAS-Maschine hinweg geht der Blick zum nächsten Gate, an dem eine kleine Eurowingsmaschine wartet. Darüber ist der Himmel einfach nur strahlend blau.
Wenn doch nur alles an Flughäfen und Flugreisen so wunderbar weit und schön wäre wie dieser Blick aus unserem Flieger ….
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Ausgelesen: How to Lose Your Mother

A Daughter’s Memoir lautet Untertitel und Gattungsbezeichnung von Molly Jong-Fasts Buch, in dem sie sich an ihre Mutter Erica Jong, Autorin des Welterfolgs Fear of Flying (Angst vorm Fliegen) erinnert, während diese immer mehr im (Selbst)Vergessen der Demenz verschwindet. Kein Wunder, dass eine liebe Freundin mir das Buch empfahl, wo das zunehmende Vergessen meiner Mutter mich im Schreiben meines memoirartigen Projekts stocken und stolpern lässt …

How to Lose Your Mother steht in lechtend gelb ganz oben auf dem Cover von Molly Jong-Fasts Buch, in dessen Mitte ein schwarz-weiß Foto von ihr als Kleinkind auf dem Schoß ihrer jungen Mutter Erica Jong, die in die Kamera strahlt, als Blickfang ziert. "A Daughter's Memoir" steht in weißen Lettern unter dem Bild. Ganz unten auf dem Cover dann schließlich der Name der Autorin, wieder in gelb, wie ein Gegengewicht zum Titel oben.
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Sommerlektüre: „22 Bahnen“

Die Geschichte zweier Schwestern mit einem ‚Mutter-Monster‘, denen ein Freibad und eine Waldlichtung als Zufluchtsorte dienen, erzählt an der Entwicklung eines Sommers, gelesen in derselben Jahreszeit – macht das aus Caroline Wahls „22 Bahnen“ eine Sommerlektüre? Ich finde schon, jedenfalls solange man damit nicht bloß zuckerwattegleiche Belanglosigkeiten meint, sondern darunter auch die Kunst, Schweres leicht zu erzählen, versteht.

Das Cover von Caroline Wahls "22 Bahnen" ist das Gemälde einer Frau in einem roten Badeanzug, die soeben ins Becken gesprungen ist und von weißsprudelndem Wasser umgeben scheint. Das Buch liegt auf einem blauen Teppich und mutet hell leuchtend an wie der Sommer.
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Ausgelesen: „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“

Letztes Jahr bekam Martina Hefter den Deutschen Buchpreis, ich sah und hörte sie aus ihrem preisgekrönten Roman zur Neueröffnung von Proust im Januar lesen, bevor ich prompt im Frühling das Buch zum Geburtstag geschenkt bekam. Letzte Woche fand ich endlich die Zeit „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ zu lesen und nun folgt also mein Versuch zu beschreiben, wie ging’s mir mit Hefters Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte?

Das Cover von Martina Hefters Romam "Hey Guten Morgen, Wie Geht es Dir?" zeigt zwei klassische Figuren, vermutlich Juno und Jupiter, in barocker Umarmung. Das Buck liegt auf einem dunklen Holzregal, was das Bild auf dem Cover um so stärker leuchten lässt.
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Stürmische Zeiten

Ich weiß, ich weiß, das sagen wir alle gerade, dass die Zeiten stürmisch sind oder ähnliches. Und dass man im Trubel aus Außenweltgetöse und Innenweltanforderungen immer wieder verloren zu gehen droht, erlebe ganz sicher nicht ich allein. Van Gogh schien es vor langer Zeit auf seine Art auch gespürt zu haben, oder ist es nur mein heutiger Blick, der mich das in seine Fischerboote bei St. Marie lesen lässt?

Van Goghs Gemälde "Fischerboote bei St Marie" zeigt im Vordergrund Wellen mit weißschäumender Gicht. Weiter hinten wird das Meer tiefblau und rote Fischerbiite mit weißen Segeln schaukeln auf den Wellen. Die Amosphäre ist erfrischend kühl. Das Gemälde gehört zu einem Monatskalender, dem Juli. Unten rechts am Rand klemmt ein comicartiges weißes Schaf mit schwarzen Füßen und ebensolchem Gesicht, das mit seinen Kulleraugen etwas erstaunt das Meer betrachtet.

Ich bin jedenfalls noch da, beide Ohren am Kopf, und bald schreibe ich hier wieder mehr. Ich versuch’s jedenfalls. Versprochen.

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Grundgefühle literarisch

Nach Spinoza gibt es drei Grundgefühle: Begierde, Trauer und Freude. Zwei davon standen im Zentrum von zwei Büchern, die ich kürzlich auslas, über die ich mich nun freue zu schreiben: Eliza Clarks „She’s Always Hungry“ und Chimamanda Ngozi Adichies „Notes on Grief“.

Zwi Bücher auf violettem Grund: in der rechten Bildhälfte das rosafarbene "She's Always Hungry", das den Rand einer pinkfarbenen Badewanne zeigt. auf deren Rand die Finger einer dunkelgrünen Hand mit gelblichen Fingernägeln ruhen: Badet hier ein Zombie oder ein Alien? Schräg mit der rechten oberen Ecke ragt Chimamanda Ngozi Adichies "Notes on Grief", ein schmaler Band mit einem abstrakten, dominant grauen Muster mit braunorangenen Hervorhebungen, in Clark's Cover hinein
Trauer und Begierde gesehen mit Schriftstelleraugen, so könnte man „Notes on Grief“ und „She’s Always Hungry“ betrachten.
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Konzertnotiz: Wien um 1900

Dass mich bei „Wien um 1900“ in der Essener Philharmonie der Abschluss des multimedialen Festivals „Doppelbildnisse“ erwarten würde, zu der u.a. auch die Ausstellung „Frau in Blau“ gehört, lag auf der Hand. Dass es neben dem Programm der Essener Philharmoniker auch noch einen zweiten Teil mit einer Text-Tanz-Kombination und ein Pausenprogramm mit Operettenmusik und Wiener Speisen geben würde, erfuhr ich erst aus der Zeitung. „Feiern wie im Wien um 1900“, las ich sinngemäß, und war gespannt.

Das Programmheft der TUP Theater und Philharmonie Essen zu "Wien um 1900" zeigt auf dem Cover einen Sonnenuntergang gesehen über die Dächer der Stadt Wien hinweg. Vorn links noch etwas im Schatten ist die Kuppel der Karlskirche zu sehen. Das Programmheft selbst ist weiß und bildet einen starken Kontrast zum dunklen Untergrund, vor dem es an einer Blumenvase mit einer verblühten Rose lehnt. Unter dem Programmheft lugen eine Handvoll abgefallener Blütenblätter hervor - Aufbruch und Verfall als Porgamm, sozusagen,
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Zwischenruf

Manchmal ist es ganz schön still hier auf meiner Webseite. Meist, weil ich anderweitig beschäftigt bin – schreibend, lesend, unterrichtend, gelegentlich reisend, oft nachdenkend, recherchierend. Allerdings muss ich dann aufpassen, dass ich mich an mein „Schweigen“ nicht zu sehr gewöhne, deshalb gibt es nun diesen kleinen Zwischenruf von mir.

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Eine kurze Reise nach Prag (4)

Am nächsten Tag, unserem letzten in der Stadt, wollten wir es ruhiger angehen, suchten uns allerdings mit dem Clementinum, einem ehemaligen Kloster in der Altstadt, das inzwischen die Nationalbibliothek beherbergt, den falschen Ort dafür aus. Nachdem wir den etwas versteckten Eingang gesucht und gefunden und dort eine Weile in der ‚falschen‘ Schlange angestanden hatten, erfuhren wir, dass es nur noch bei einer Führung am Nachmittag einzelne Plätze gab – und es reichlich Treppen im Haus zu erklimmen gibt.

Der Blick ins Hauptschifft einer großen Kirche. Am Ende des langen Ganges zwischen den Bankreihen der Hochaltar
Immerhin einen Blick in die Kirche des Clementinums konnten wir erhaschen …
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Eine kurze Reise nach Prag (3)

Am nächsten Morgen nahmen wir eine Tram Richtung Altstadt, um Josefov, das alte jüdische Viertel in der Josefstadt zu besuchen. Die Klausen Synagoge, sonst üblicherweise der Ausgangspunkt für solche Besuche, ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, also starteten wir mit der Pinkas Synagoge, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und heute als Shoah-Gedenkstätte dient.

Klein und unscheinbar wirkt die Pinkas-Synagoge zwischen den hohen Stadthäusern der Altstadt
Unscheinbar und klein siet diie Pinkas-Synagoge von der Straße aus
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