Endlichkeit

Alles was beginnt, endet irgendwann. Das gilt für das Leben wie für meine kleine Gedichtreihe:

Abendstimmung. Im unteren Drittel des Bildes liegen Hausdächer und Gärten bereits im Dunkel. Rechts zeichnen sich Bäume - eine Fichte und eine herbstliche entblätterte Birke als schwarze Shilouetten vor dem Nachthimmel ab. Am Horizont noch ein Streifen in Gold und Rot, darüber vioellett Wolken am rauchfarbenen Abendhimmel. Gleich wird das Dunkel der Nacht herrschen.
Endlichkeit

Ich weiß nicht, was kommt,
was mich noch erwartet:
Glück, Krankheit, Verlust, Freude,
Schmerz, Neues und Altes -
Großes womöglich,
viel Kleines wahrscheinlich.

Mehr Altes als Neues, so fürcht’ ich, nein, weiß ich
mein Blick in den Spiegel, der sagt es mir.
Nicht erst die Falten verkünden's,
sie verraten allein das Altern.
Darunter liegt, darunter lag's schon immer:
Der Schädel, die Knochen,
das, was am Ende von uns allen eine Zeit noch bleibt,
bevor auch das vergeht.

Der Tod wohnt in uns, selbst wenn wir wegschauen,
von Anfang an ist er da, verbringt geduldig das Leben mit uns,
geht mit uns durch dick und dünn, ist mal näher, mal ferner,
aber ohne ihn sind wir nie.

Wie wird es sein, wenn er und ich uns schlussendlich vereinen?
Er der Strich in der Landschaft _________________
und mein letzter Atem ein Hauch, der darüber verweht
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