Schlagwort-Archiv: Rezension
Verstörend mit Sogwirkung
Es ist mir lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dass ich das letzte Viertel einfach zuende lesen musste. Ich hätte nicht schlafen können, wäre ich Kazuo Ishiguros 2005 erschienenen Roman Never Let … Weiterlesen
Klug beobachtet: „Equinox“ von Eva Figes
Eine Frau in einer Lebenskrise, ein Jahr lang beobachtet von Eva Figes, das ist das Thema ihres 1966 erschienen, ersten Romans „Equinox„. Stets nah dran an der Protagonistin Elizabeth Winter bleibt der Text, wechselt dabei manches Mal aus der personalen … Weiterlesen
Spinnwebfein
Schon lange hatte ich vor, mich lesend in Kazuo Ishiguros Welten zu begeben, aber irgendwas kam immer dazwischen. Was gar nicht so schlecht passt zu seinem kleinen, aber feinen Roman An Artist of the Floating World aus dem Jahr 1986. … Weiterlesen
Kafka in Japan
Ein ungewöhnliches Buch mit wunderbar absurden Aspekten und einer Sprache, die auf angenehme Weise Distanz hält zu den Figuren, ohne sie dabei zu verraten, das ist Marion Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“ für mich, der 2017 bei Suhrkamp erschien und sehr … Weiterlesen
Zwischenjahresnotiz II: The Memory Collector
Für meine Uniseminare bin ich immer wieder auf der Suche nach neuer Lektüre. Nächstes Semester steht wieder „Erinnern und Vergessen: Ich und Identität (nicht nur) in der Kriminalliteratur“ auf dem Programm und dafür las ich u.a. Meg Gardiners „The Memory … Weiterlesen
Anders lesen II
Nicht jedes Buch, an dessen Entstehung ich auf die eine oder andere Art mitgewirkt habe, lese ich hinterher, und wenn ich es doch tue, schreibe ich nur in Ausnahmefällen hier im Blog darüber. Aber bei Jutta Profijts Unter Fremden kann … Weiterlesen
What I Loved
Manchmal ist es wie verhext – bzw. manchmal verhexe ich mich selbst, so könnte man es wohl sagen: Da war Siri Hustvedts What I Loved eines der Lesehighlights meines Spätsommers, aber erst mitten in den ersten Herbststümen schaffe ich es, … Weiterlesen
Melancholie im Labyrinth
Schmal ist der Band, und wunderschön illustriert von Kat Menschik: Die unheimliche Bibliothek von Haruki Murakami erschienen 2014 bei Dumont. 60 Seiten, eine Novelle also – die Erzählung einer unerhörten Begebenheit. Oder ein Märchen aus der Feder eines japanischen Kafka-Nachfolgers.
Geistreich
Ein weiterer schmaler Band, der es in sich hat: Ghosts von Eva Figes aus dem Jahr 1988 ist für mich eine geistreiche und poetische Meditation über Vergänglichkeit. Ein Tageslauf, ein Jahresrund, eine Frau, die ganz alltäglichen Beschäftigungen nachgeht. Nichts Spektakuläres, … Weiterlesen
Und ob sie’s kann: Lydia Davis
Can’t and Won’t heißt die Sammlung von 122 Erzählungen, Kurz- und Kürzesgeschichten aus der gespitzten Feder der wunderbaren Lydia Davis, und bereits die titelgebende Geschichte beweist ihren famosen Sinn für Humor: darin erfährt der Leser, dass man der Ich-Erzählerin einen … Weiterlesen